Entwarnung bei Konstanz-Kreisläufer Wiederstein

Foto: Peter Pisa

3.Liga Süd
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Sturm, dunkle Wolken, die letzten Tage am Bodensee waren ungemütlich. Ebenso turbulent war die Woche für die HSG Konstanz mit viel Kritik nach der 28:29-Niederlage gegen Pfullingen, dem kurzfristigen Ausfall von Leistungsträger Fabian Wiederstein und dem Fehlen von Cheftrainer Daniel Eblen.

Ungünstige Vorzeichen für die nächste Partie. Die Reaktion der Mannschaft: ein 26:22-Sieg gegen das Topteam aus Pforzheim. Anfang der Woche nun eine weitere gute Nachricht für die HSG: Bezüglich der befürchteten schweren Handverletzung von Kreisläufer Fabian Wiederstein gab es Entwarnung.

Am Donnerstagabend war der Schock noch groß, als das Kraftpaket nach einem Zweikampf unglücklich mit dem Handgelenk auf dem Boden aufkam, Verdacht auf Knochenbruch bestand und er am Samstag das Spiel als Zuschauer verfolgen musste. Nach dem MRT-Termin scheint der erste Verdacht widerlegt und Fabian Wiederstein hat sein Lachen wiedergefunden: „Es fühlt sich wieder super an.“ Die Diagnose: Prellung und eine Verstauchung mit Bluterguss. Also wohl nicht die lange Ausfallzeit von mehreren Monaten. Sogar ein Einsatz am Samstag beim Spitzenspiel in Kornwestheim ist nicht völlig ausgeschlossen. Wiederstein atmete auf: „Ich hatte schon einige Verletzungen und bin sehr froh, dass ich das nicht noch einmal durchmachen muss.“

Wieder trainieren und spielen, darüber ist die Freude groß – auch bei den Verantwortlichen, die in ihm einen Anker im Innenblock und eine durchsetzungsstarke Waffe im Angriff mit 14 Toren in den ersten vier Spielen sehen. Nur zu gerne hätte der 1,94-Meter-Mann schon gegen Pforzheim gespielt, doch das Team habe ihm die unliebsame Rolle als passiver Beobachter leicht gemacht, sagt er. Womit der gebürtige Esslinger jedoch deutlich untertrieb. Immer wieder sprang er direkt am Spielfeldrand auf, feuerte seine Mitspieler an und rief ihnen Tipps zu. „Wir waren emotional gleich voll da“, freute sich der 23-Jährige. Für ihn war klar, dass „wir das Spiel gewinnen müssen.“ Dank einer intensiven Abwehrarbeit und einem guten Torhüter Simon Tölke sei dies gelungen.

Am Samstag, 20 Uhr, steht ihm und der HSG Konstanz „direkt das nächste Spitzenspiel bevor“, so Sportchef Andre Melchert, der deutliche Worte dazu fand: „Wenn wir in Kornwestheim eine Chance haben wollen, müssen wir so engagiert wie zuletzt spielen. Sonst gewinnt man dort keinen Blumentopf.“ Mit 41:19 Punkten wurde der SV Salamander im letzten Jahr Drittliga-Meister und verfügt über viele erst- und zweitligaerfahrene Kräfte. „Für uns“, erklärt Wiederstein, „ist das deshalb eine neue Situation. Das ist eine sehr gute und erfahrene Mannschaft, die sehr heimstark ist. Für mich ist das ein Kann-, kein Muss-Spiel.“ Zwar werde seine Mannschaft noch viele Spiele gewinnen müssen, das in Kornwestheim zählt er allerdings nicht dazu. Was aber nicht heißt, dass dies nicht das Ziel des ehrgeizigen Ex-Balingers ist.

Ganz besonders freut er sich dabei über die Dank eines Fanbusses zahlreiche Unterstützung von den Rängen durch mindestens 50 HSG-Fans. „Die Unterstützung in Konstanz ist wirklich sehr gut“, lobt er die eigenen Anhänger und kann den Frust nach der letzten Heimniederlage nachempfinden. Wiederstein: „Wenn wir schlecht spielen, kann ich die Kritik auch verstehen – solange sie sachlich bleibt.“ Er sieht sich und die Mannschaft in der Verpflichtung, in jedem Spiel unbedingten Kampf und Willen zu zeigen, vor allem in der Abwehr. „Wenn man das spürt“, so der Junioren-Europameister von 2014, „wird uns auch viel verziehen. Wir sind froh über die tolle Unterstützung von den Fans und wollen sie jedes Mal vom Start weg mitnehmen.“ Damit der beginnende Herbst nicht nur vor der Schänzle-Sporthalle seine schönsten Seiten präsentiert: Blau-grün gefärbtes Wasser, zauberhaftes Licht und faszinierendes Wellenspiel. Stürme und dunkle Wolken können manchmal ganz neue, andere Seiten eröffnen – und sich auch schnell wieder verziehen.

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