Hamburg-Barmbek verschenkt zwei Punkte

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Die HG Hamburg-Barmbek hat bei Handball Hannover-Burgewedel nach einem guten Start plötzlich ihre schwächste Saisonleistung nach dem Hinspiel gezeigt und so auch das Rückspiel denkbar knapp und völlig unnötig mit 22:23 (11:9) verloren.

Nach ausgeglichenem Beginn (3:3, 10. Minute) konnte sich die HGHB dank einer sicheren Defensive und gut ausgespielten Angriffen bis zur 20. Minute auf 10:5 absetzen und hatte die Partie im Griff, bevor der Faden komplett riss. Vor allem im Angriff fehlte nun die Durchschlagskraft, was die Gastgeber nutzten, um bis zur Pause wieder auf 9:11 zu verkürzen. Im zweiten Durchgang wurde es nicht besser und es kam auch noch viel Pech in Form von gleich fünf Pfostentreffern hinzu, sodass Hannover beim 12:12 wieder ausglich und sich in der Folge bis auf 19:14 absetzte (48.). Erst jetzt fanden die Barmbeker wieder etwas besser ins Spiel und kamen innerhalb von fünf Minuten auf 18:19 heran sowie zwei Minuten später zum 20:20-Ausgleich. In der Schlussphase legten die Hausherren dann stets einen Treffer vor, den die HGHB zwar immer egalisierte, es aber verpasste, wieder die Führung zu übernehmen. Nach dem Treffer zum 23:22 bekamen die Gäste nur noch einen direkten Freiwurf, der in der Mauer hängenblieb und die vierte Niederlage mit einem Tor besiegelte.

Bei Handball Hannover-Burgwedel kam Dennis Tretow zu seinem Comeback nach langer Verletzungspause und die Partie begann ausgeglichen. Das 1:0 durch Christoph Wischniewski drehten die Hausherren zunächst in ein 2:1 und legten auch das 3:2 vor (5.), bevor Barmbek seine Abwehr stabilisierte und Florian Knust die Würfe, die noch auf sein Tor kamen, entschärfte. So glich die HGHB nach fünf Minuten zum 3:3 aus und brachte sich durch einen 5:0- Lauf mit drei Treffern von Martin Laursen mit 7:3 in Front. Da die Gäste ihre Angriffe bis zu guten Chancen ausspielten, führten sie nach 19 Minuten bereits mit 10:5 und hatten die Partie komplett im Griff. Allerdings folgte ein unerklärlicher Bruch im Spiel des Aufsteigers und vor allem im Angriff wurde nicht mehr geduldig und konsequent genug gespielt, sodass einige Fehler produziert wurden und die teilweise zu frühen Abschlüsse ihr Ziel verfehlten. Während die Abwehr weiterhin gut stand, nutzte HHB die Schwächephase der Gäste mit nur einem Treffer in zwölf Minuten, um bis zur Pause auf 9:11 zu verkürzen.

Im zweiten Durchgang wurde es nicht besser: Innerhalb von zwei Minuten kamen die Hausherren zum 11:11-Ausgleich und erst nach acht torlosen Minuten erzielte Christoph Wischniewski den nächsten Treffer zum 12:11. Die HGHB fand aber noch nicht wieder zu ihrem Spiel, konnte zwar nochmal zum 13:13 ausgleichen (38.), musste Burgdorf aber bis auf 17:13 (45.) und 19:14 (48.) davonziehen lassen. Zu den Problemen im Angriff kam in dieser Phase neben einigen Zeitstrafen auch noch viel Pech dazu. Während die Hausherren oft zweite Chancen bekamen, landeten gleich fünf Barmbeker Würfe an Pfosten oder Latte und anschließend beim Gegner. Trotzdem gab sich der Aufsteiger nicht auf, schwor sich in einer Auszeit nochmals ein und konnte sich wieder leicht steigern. So kam die HGHB bis zur 53. Minute auf 18:19 heran und erzielte vier Minuten vor dem Ende den Ausgleich zum 20:20. In der Folge gab es zwar auch Chancen, wieder die Führung zu übernehmen, doch es waren die Gastgeber, die stets einen Treffer vorlegten, den die Barmbeker ausglichen. So entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der Hannover den entscheidenden Treffer zum 23:22 erzielte und die Gäste in den verbleibenden acht Sekunden nur noch einen direkten Freiwurf bekamen, der in der Mauer landete. Am Ende stand so die vierte Niederlage mit nur einem Treffer zu Buche, die sich die HGHB durch fast 30 unterirdische Minuten mit nur vier Toren zwar selbst zuzuschreiben hat, die aber umso ärgerlicher ist, da selbst diese Leistung für ein so knappes Ergebnis reichte.

„Bitter, aber wer nur 22 Treffer erzielt, hat Schwierigkeiten ein Spiel zu gewinnen. Burgwedel bekam bis zum 10:5 kein Bein auf die Erde. Dann zeigten wir wieder unser zweites Gesicht. Es wurde Handball gearbeitet statt gespielt. Die Fehlerquote erhöhte sich und dann kamen auch noch einige Holztreffer hinzu. Mit unserer Defensivarbeit bin ich sehr zufrieden. Aus der starken Defensive heißt es jetzt die Ballgewinne noch effektiver und mit mehr Geschwindigkeit in die erste und zweite Welle zu bringen", so HGHB-Coach Holger Bockelmann nach dem Spiel.

Handball Hannover-Burgwedel vs. HG Hamburg-Barmbek 23:22 (9:11)

Tor: Florian Knust, Gerald Dobratz (n.e.)

Feld: Christoph Wischniewski (7/4), Martin Laursen (5), Dennis Tretow (3), Robin Morgner (3), Finn Maciejewski (2), Timon Kaminski (1), Arne Schneider (1), Henning Mauer, Per Becker, Rune Hanisch, Timo Kretzschmar (n.e.)

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