Jugend-Nationalspieler ein Jungfuchs

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Am Montag Vormittag machte sich Tim Freihöfer mit der Jugend-Nationalmannschaft auf den Weg nach Frankreich zu einem Lehrgang mit drei Länderspielen. Dort trifft er auch auf Nils Lichtlein von den Jungfüchsen, ab sofort auch sein Mannschaftskamerad. Denn der Linksaußen wird ab der neuen Saison bei den Jungfüchsen spielen und in Füchse-Town sein großes Talent unter Beweis stellen.

Tim Freihöfer ist ein quirliger Typ, der trotz seines jungen Altes bereits über ein umfangreiches technisches und taktisches Repertoire verfügt. Ob Dreher, Leger oder auch mal der normale Wurf, durch seine Schnelligkeit und Sprungkraft, er weiß, wie der Ball effizient ins Tor gelangt. Neben dem Tempospiel liebt er das Duell Mann gegen Mann. Zweikämpfe und Körperkontakt, auch wenn es mal weh tut, sei das, was er am Handball so mag. Er wuchs in Lichtenstein auf, im Echaztal nahe Tübingen, wo eigentlich alle Handball spielen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass seine Eltern und seine Schwester dem Handball der Region eng verbunden sind. Tim war vier Jahre, als er zum ersten Mal mit dem Handball bei seinem Heimatverein, der SG Ober-/Unterhausen, in Berührung kam.

Seine Fähigkeiten am Ball sind folglich auch den Offiziellen des Landesverbandes Württemberg nicht verborgen geblieben, die mit ihren Förder- und Lehrgangsmaßnahmen einen nicht unerheblichen Anteil an seiner Entwicklung hatten. "Der HVW hat mich immer und zu jeder Zeit unterstützt und auch Rücksicht auf meine Belange genommen. So wurde mir u.a. auch das Frühtraining am Friedrich-Schiller-Gymnasium ermöglicht, sodass ich bereits während der Schulzeit trainieren konnte. Auch die auf mich zugeschnittenen Trainingspläne, und die damit verbundenen wertvollen Tipps zum Training von HVW-Leistungssportkoordinator Dr. Jan Pabst, waren eine wertvolle Hilfe für meine Entwicklung", so Tim. Somit folgte nach der C-Jugend mit dem Wechsel zur JSG Echaz-Erms.

In enger Zusammenarbeit, auch mit dem HVW, wurde vor allem der Fokus auf ein verstärkt individuelles Training mit Schwerpunkten auf positionsspezifische Technik und Athletik gelegt, zudem durfte er bereits als B-Jugendlicher erste Erfahrungen in der Jugend-Bundesliga sammeln und mit der B-Jugend in der Oberliga Fuß fassen. "Ich bin sehr dankbar dafür, was der VfL Pfullingen in kurzer Zeit alles für meine Entwicklung getan hat. Vor allem das individuelle Training in der Männermannschaft und die damit verbundene Herausforderung den Torhüter zu überwinden fand ich eine besonders wertvolle Herausforderung. Da mir die Schule ebenso wichtig ist war es sicherlich auch eine sehr stressige Zeit, da neben dem Handball auch dort die Belastungen ständig wuchsen ", so Tim zu seinen Eindrücken beim VfL Pfullingen.

Im Sportlichen gelang Tim das „Kunststück“ beim Länderpokal 2017 als Spieler des jüngeren Jahrganges und bei der DHB-Sichtung 2018 in das Allstar-Team gewählt zu werden – eine besondere Auszeichnung. Damit wurden auch die Füchse auf das Talent aufmerksam. Der VfL Pfullingen bescheinigt in seiner Pressemeldung den Füchsen ein sehr professionelles Vorgehen, indem Bob Hanning und Volker Zerbe zunächst den Verein kontaktiert hatten um sich um seine Leistungsperspektive zu erkundigen bzw. die damit verbundenen nächsten Entwicklungsschritte von Tim, bevor sie mit Tim und seinen Eltern selbst kommunizierten und ihn zu einem Probetraining nach Berlin einluden.

"Ich bin sehr gespannt und freue mich auf diese neue Herausforderung", sagt Freihöfer, der gerade sein Realschulabschluss an der Wilhelm-Hauff-Realschule in Pfullingen absolviert hat und in Berlin nun eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann anstrebt, „bereits das Probetraining und der Besuch in Berlin haben mich beeindruckt, zudem bin ich vollkommen überzeugt, dass ich in Berlin die besten Strukturen für die Entwicklung vorfinde und dass dies somit für mich der richtige Schritt ist." Natürlich freuen sich auch die Füchse über den neuen Jungfuchs. „Tim Freihöfer bringt nicht nur ein großes Talent mit“, so Sportkoordinator Volker Zerbe, „sondern ist auch absolut hungrig, leistungsorientiert und hat den Drang an sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln.“ Für Zerbe die besten Voraussetzungen, denn „dabei wollen wir Tim unterstützen und freuen uns, dass er sich für unser Konzept entschieden hat.“

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