In Schwerin – knapp verloren und doch irgendwie auch gewonnen

Foto: Stefan Luksch

3.Liga Nord
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Welch enge Partie, welch unglücklicher Ausgang! Bei den Mecklenburger Stieren Schwerin unterlagen unsere Drittliga-Jungs denkbar knapp mit 33:34 (17:17) und mussten die Heimreise erneut ohne Punkte antreten. Der Auftritt machte dennoch Mut für kommende Partien. Einen guten Einstand zeigte Neuzugang Jürgen Steinscherer.

Wer kennt es nicht – das Glas, zur Hälfte mit Flüssigem gefüllt. Für die einen ist es halb leer, für die anderen – man ahnt es schon – halb voll. Übertragen auf die Begegnung unserer Braunschweiger gegen Schwerin geht das wie folgt: Der Pessimist hat wieder einmal verloren, bereits die fünfte Partie in Folge, und ist nur noch einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt. Der Optimist aber hat mit einem ganz starken Gegner aus der oberen Tabellenregion mitgehalten, ihn fast in die Knie gezwungen und so viele Tore wie in keiner anderen der bisherigen Begegnungen geworfen.
Optimistische Denke ist sehr viel erfolgsversprechender, und deshalb wird die Partie auch überwiegend positiv bewertet. „Die Niederlage ist extrem schade, mit etwas mehr Cleverness im Abschluss wäre ein Sieg drin gewesen. Aber auf dieser Leistung lässt sich aufbauen“, sagt denn auch Volker Mudrow. Marko Karaula habe eine sehr, sehr gute Partie gezeigt, Max Berthold total überzeugt, Niklas Wolters seine Sache am Kreis super gemacht. Und Neuzugang Jürgen Steinscherer? „Er hat gleich vier Tore geworfen und zwei Sieben-Meter herausgeholt. Er ist eine echte Bereicherung für uns.“


Das Tempo dieser Partie war ein extrem hohes. Der MTV hat 60 Angriffe gefahren, rund zehn mehr als in den sonstigen Spielen. Allein: Über die gesamte Spielzeit wurden 19 Bälle verloren – die Gastgeber hatten derer lediglich neun. Und das war dann wohl auch der Knackpunkt der Partie: „In Summe hatte jeder zwei, drei Fehlwürfe. Ein paar weniger und der Sieg wäre unserer gewesen.“
Schwerin startete gut und ging gleich mit vier Toren in Front (6:2/6. Minute). Doch auch Philipp Krause und Co. machten ihre Sache gut, schlossen auf und gingen das erste Mal fünf Minuten vor dem Pausenpfiff in Führung (15:14). Mit einem 17:17-Remis ging es in die Kabinen.
Bei Wiederanpfiff kamen die Braunschweiger noch mehr in Schwung und gingen bald mit vier Toren in Führung (21:17/35.), auch in der 40. Minute lagen sie noch mit vier Treffern vorn (25:21). Doch die Stiere spielten sich mehr und mehr heran, der torgefährliche Mark Perdersen, der insgesamt neun Mal traf, egalisierte eine Viertelstunde vor Schluss zum 28:28. Puh, das war ein Spiel auf Messers Schneide.
Nach einem Zweitore-Rückstand (31:33) kam Braunschweig noch einmal zum Ausgleich, doch die letzte Führung der Gastgeber anderthalb Minuten vor dem Ende konnte der MTV nicht mehr verhindern geschweige denn aufholen.

Am kommenden Samstag steht nun wieder ein Heimspiel auf dem Programm, der VfL Potsdam gibt sich in der Alten Waage die Ehre. Dann wird hoffentlich auch wieder Tim Alex mit dabei sein – er konnte in Schwerin wegen seiner Bauchverletzung noch nicht wieder auflaufen.

MTV: Ariel Panzer, Leon Krka, Marko Karaula (7), Kamil Pedryc, Jürgen Steinscherer (4), Vlatko Ranogajec (1), Tim Alex, Niklas Wolters (4), Philipp Krause (8), Klaas Nikolayzik (1), Lasse Giese (1), Max Berthold (7), Fabian Donner

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