Burgwedel macht es in Kirchzell unnötig spannend

3.Liga Ost
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Die HSG Burgwedel hat es im Auswärtsspiel beim TV Kirchzell nach einer 13:6 Halbzeitführung im zweiten Durchgang unnötig spannend gemacht.

Am Ende konnte mit dem 25:24 der vierte Auswärtssieg der Saison bejubelt und Tabellenplatz 8 verteidigt werden.

Die Anreise der HSG Burgwedel ins 430 km entfernte Amorbach im bayerischen Odenwald verlief alles andere als planmäßig. Der HSG-Mannschaftsbus hatte Kühlwasserprobleme und musste in Kirchheim einen unfreiwilligen Zwischenstopp einlegen. Bis ein Techniker vor Ort war und den Schaden beheben konnte, vergingen über zwei Stunden. Dadurch traf das Team erst eine gute Stunde vor Anpfiff in der Parzival-Sporthalle ein – eine optimale Vorbereitung auf ein Handballspiel sieht anders aus.

Die Gäste, die verletzungsbedingt auf Lennart Carstens und Erik Gülzow verzichten mussten, ließen sich den Reisestress aber nicht anmerken und waren nach der 3:2-Führung für Kirchzell schnell im Spiel. Zwischen der 8. und 18. Spielminute blieben die Gastgeber ohne einen Treffer und Burgwedel setzte sich bis auf 7:3 ab. Es wurde ruhig in der mit 400 Zuschauern gut gefüllten Kirchzeller Heimspielstätte. Auch in der Folge war die HSGB das spielbestimmende Team und immer wieder über den Kreis erfolgreich. Tim Zechel (siehe Foto) warf seine fünf Tore in den ersten 30 Minuten und drückte dem Spiel der ersten Hälfte seinen Stempel auf. Aber auch Kay Behnke, Chris Meiser und Sören Kress konnten sich im ersten Durchgang als doppelte Torschützen auszeichnen. Burgwedel spielte konzentriert und lag nach 23 Minuten mit 9:5 vorn. Kurz vor der Pause legten die Gäste noch eine Schippe drauf und zogen bis zum Pausenpfiff über 11:6 bis auf 13:6 davon. Torhüter Patrick Anders zeigte eine sehr ordentliche Leistung, nur sechs Gegentore in 30 Minuten sprechen für eine starke HSG-Defensive. Einen Siebentorevorsprung hatte es bei Burgwedel schon lange nicht mehr gegeben. Alles deutete auf einen sicheren Auswärtssieg hin.


Auch nach der Halbzeitpause gab es bei Burgwedel nicht viel zu beanstanden. Die Mannschaft wirkte konzentriert und fokussiert, Colin Räbiger löste Patrick Anders im Tor ab und fügte sich nahtlos ein. Der deutliche Vorsprung der Gäste hatte auch nach 40 Minuten beim 17:10 weiterhin Bestand. Selbst als 15 Minuten vor dem Ende der TV Kirchzell auf 15:20 verkürzen konnte, blieben die Gäste cool und zogen ihr Spiel kompromisslos durch. Zehn Minuten vor dem Ende lag Burgwedel mit 23:17 vorn und alles lief auf einen sicheren Auswärtssieg hinaus. Auf einmal tat sich die HSG Burgwedel aber schwer. Trainer Bätjer versuchte seine Mannschaft zwar zu beruhigen, diese ließ sich durch Kleinigkeiten aber verunsichern und verlor ein wenig an Souveränität. Kirchzell kam noch einmal heran, konnte Burgwedel aber nicht mehr in Verlegenheit bringen. Der 25:24 war zwar knapp, der Erfolg der Gäste geriet aber nicht mehr in Gefahr.


Unterm Strich zählen für Trainer Bätjer bei einem Eintoresieg sowieso nur zwei weitere Punkte auf der Habenseite: „Zu allererst muss man bei einem aufopferungsvoll kämpfenden Tabellenletzten erst einmal gewinnen. Das ist uns gelungen, wobei der Sieg natürlich deutlicher hätte ausfallen können. Wir haben 50 Minuten toll gespielt und uns gut verkauft. Leider gelingt es uns nicht, eine deutliche Führung souverän über die Zeit und so ein Spiel mit Spaß und Freude zu Ende zu bringen. Wir tun uns aktuell mit Kleinigkeiten schwer. Einige haben ihre Befindlichkeiten, hier und da wird gemeckert und dadurch schaukelt sich alles ohne Not ein wenig hoch. Das müssen wir abstellen. Trotzdem haben wir die Partie auch deswegen gewonnen, weil unsere Abwehr mal wieder weniger als 25 Tore bekommen hat. Das war zuletzt nicht der Fall. Wir blicken nach vorn, haben den 8. Platz untermauert, einen deutlichen Vorsprung auf die Abstiegszone und freuen uns auf das Derby am Freitag in Burgdorf. Das wird ein ganz anderes Spiel und vielleicht haben wir am Ende ja wie im Hinspiel die Nase vorn.“

HSG Burgwedel: Jan Schenkel, Patrick Anders, Colin Räbiger – Sören Kress (3), Christian Hoff, Chris Meiser (5), Nils Wilken, Maurice Herbold (3), Kay Behnke (4), Jannis Wilken (3), Steffen Dunekacke (1), Justin Magnus Behr (1) und Tim Zechel (5).

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