HSV Hannover holt glückliches Unentschieden

(Foto: Uwe Serreck)

3.Liga Ost
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Es ist ein glückliches Ende für den HSV Hannover im Derby der dritten Liga Ost gegen die HSG Burgwedel gewesen. Die Gästespieler feierten schon mit dem obligatorischen Jubelkreis und lautstarken „Derbysieger, Derbysieger“ Rufen ihren vermeintlichen 27:26-Sieg. Doch es gab wütende Proteste des HSV und plötzlich Schockstarre auf dem Feld bei der HSG.

Drei Sekunden vor Ende war Burgwedels Kay Behnke an Jonas Lange gescheitert. Den aussichtlosen Versuch eines langen Passes des HSV-Torhüters blockte Behnke mit dem Fuß. Die Unparteiischen zückten Rot und gaben laut der neuen Regeln „wegen Verhinderung einer Torchance in den letzten 30 Sekunden“ Strafwurf für den HSV. Ein mutiger Pfiff, zumal das Duo im Verlauf des Spiels auf beiden Seiten genauso schwach agierte hatte, wie der HSV bei seinen Offensivbemühungen.

Milan Mazic (9/4) schnappte sich das Leder und verwandelte eiskalt zum 27:27-Endstand. Wie entfesselt rannten jetzt die HSV-Spieler aufs Feld und begruben Mazic in einer Jubeltraube. Gerechnet hatte damit auf Seiten der Anderter niemand mehr, zumal der HSV erschreckend hilflos gegen die offensiven 3:2:1-Deckung der Burgwedeler agiert hatte.

Schnell lag man 2:6 811.) zurück und nutzte selbst das „Geschenk“ von vier Toren in Folge in drei Minuten zum 11:12 (27.) nicht zur Wende. Bezeichnend - den bis dahin kalt gestellten Milan Mazic erreichte erst in der 33. Minute das erste Anspiel. Da hieß es schon 11:17 und spätestens 153 Sekunden vor dem Ende, als Maurice Herbold zum 23:27 traf, schien das Spiel entschieden. Dann flatterten jedoch die Nerven der Gäste.

Noch ein Wort zu den Schiedsrichtern: Es ist fast unglaublich, wie viele falsche Siebenmeterentscheidungen auf beiden Seiten getroffen wurden, Abwehr im Kreis ist eine Regel, die das Duo offenbar nicht kennt.

Stimmen:

Stephan Lux (Trainer HSV): „Ich bin froh, dass die Schiedsrichter am Ende einen richtigen Pfiff hatten. Der Punkt ist sehr glücklich für uns. Wir haben sämtliche Bewegung vermissen lassen.“

Dirk Schroeter (Manager HSV): „Großburgwedel war die erste Mannschaft, die Milan Mazic im eins gegen eins verteidigt hat.“

Milan Mazic (Torjäger HSV, zum letzten Siebenmeter): „Angst? Hatte ich nicht. Wenn ich nachdenke, verwerfe ich.“

Jürgen Bätjer (Trainer Burgwedel): „Wir haben das schlau gemacht mit unserer 3:2:1-Deckung. Ich denke die letzte Aktion muss man nicht pfeifen. Wenn man so lange führt, ist das bitter.“

Maurice Herbold (Torjäger HSG): Wir müssen das cleverer machen und dürfen am Ende nicht mehr werfen. Insgesamt waren wir die bessere Mannschaft. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben.“

Kommentare   

Hanne
0 #1 Hanne 2017-04-11 14:19
Ich finde es schlimm, was Schiedsrichter anrichten können. Gott sei dank, ging es nicht um den Auf- oder Abstieg.
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