Hanau besteht Charaktertest gegen Leutershausen

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3.Liga Ost
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Die HSG Hanau hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie vor heimischer Kulisse jeden Gegner schlagen kann. Am zehnten Spieltag in der 3. Handball-Liga Ost gewannen die Grimmstädter gegen den Spitzenklub SG Leutershausen mit 26:24 (12:11) und setzen sich mit 12:8 Punkten auf Rang sechs liegend in der oberen Tabellenhälfte fest.

Nach der unglücklichen Derby-Niederlage bei der SG Bruchköbel und der anschließenden Heim-Pleite gegen die MSG Groß Bieberau/Modau, der ersten seit 19 Monaten, fürchteten nicht wenige HSG-Fans, dass es gegen den ehemaligen Bundesligisten aus Leutershausen die dritte Niederlage in Folge geben könnte. Zumal Trainer Patrick Beer weiterhin auf fünf verletzte Stammkräfte verzichten musste.

Als dann auch noch Yaron Pillmann die ersten Würfe nicht im Tor unterbringen konnte und Leutershausen mit 2:0 einen Start nach Maß erwischt hatte, schien das Schicksal seinen Lauf zu nehmen. Doch gestützt auf einen glänzend aufgelegten Keeper Sebastian Schermuly, einen in der Form seines Lebens befindlichen Mark Strohl sowie einen immer mehr in die Verantwortung drängenden Jan-Eric Ritter ließ sich die HSG Hanau vor 360 Zuschau-ern dieses Mal nicht abschütteln.

„Er hat einen großen Schritt nach vorne gemacht", stellte Beer seinem Mittelmann ein Sonderlob aus. Ritter war mit sieben Treffern, davon fünf vom Siebenmeterpunkt, erfolgreichster Werfer der HSG Hanau. Ihm folgten Strohl und der erneut herzerfrischend aufspielende A-Jugendspieler Tarek Marschall (s. Foto) mit jeweils fünf Treffern.

Taktisch gut eingestellt gegen das Mittel des siebten Feldspielers, zupackend in der Abwehr und konzentriert im Abschluss zeigten die Hanauer gegen einen starken Gegner einmal mehr ihre Charakterstärke und den ausgeprägten Willen in eigener Halle unbedingt als Sieger vom Feld gehen zu wollen.

Nach 20 Minuten erzielte Dennis Gerst mit seinem Treffer zum 8:7 die erstmalige Führung für die Gastgeber, die auch beim Pausenpfiff (12:11) Bestand haben sollte. Leutershausen kam im zweiten Durchgang allerdings besser ins Spiel und übernahm in der 40. Minute durch einen Treffer von Philipp Jäger erneut die Führung.

In der Folgezeit lieferten sich beide Teams ein Kampf auf Messers Schneide, in dem die Hanauer aber immer hauchdünn die Führung behaupten konnten. Die Vorentscheidung fiel in der 59. Minute, als erst Oldie Hannes Geist zum 26:24 einnetzen konnte und sich die Gäste kurze Zeit später eine Zweiminutenstrafe einhandelten.

„Uns war klar, dass es ein schweres Spiel wird, weil die Hanauer sicherlich keine Lust haben würden, nach 19 Monaten gleich zwei Heimspiele hintereinander zu verlieren. Es war ein hart umkämpftes Spiel, dass auch in die andere Richtung hätte ausgehen könnten. Glückwunsch nach Hanau", sagte Leutershausen-Coach Frank Schmitt und zeigte sich als fairer Verlier.

„Das war ein total schweres Ding. Ich bin sehr erleichtert", sagte der Hanauer Trainer Beer, der sich im anschließenden Trainer-Interview ausdrücklich bei der 2. Mannschaft der HSG Hanau bedankte, die sich im Training zur Verfügung gestellt hatte, um aufgrund der Verletztenmisere ordentliche Einheiten absolvieren zu können.

Für die HSG Hanau war dieser Erfolg Gold wert. Schließlich geht es nächsten Samstag zum Tabellenführer und Zweitliga-Absteiger ThSV Eisenach. Das nächste Heimspiel ist am 18. November. Dann empfängt die HSG um 17 Uhr den HC Erlangen II in der Main-Kinzig-Halle.

 

 

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