Sarkasmus und Selbstkritik nach Heimniederlage

3.Liga West
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 Von der Papierform her hätte es eigentlich ein Duell auf Augenhöhe zwischen den Drittliga-Handballern des ATSV Habenhausen und den Gästen von der Ahlener SG sein können. War es aber nicht, Habenhausen verlor deutlich mit 24:31 (9:17) und fällt auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

Die Gäste waren insgesamt deutlich reifer in der Spielanlage. Und auch das Torwartduell gewann erneut der Gegner. „In allen drei bisherigen Spielen haben wir das Torhüterduell verloren. Entweder die Torhüter der Gegner sind so stark oder unsere Spieler werfen zu einfallslos“, meinte ATSV-Trainer Marc Winter. Eher Letzteres war der Fall. Bereits in der ersten Halbzeit ließen die Habenhauser acht hundertprozentige Einwurfchancen ungenutzt, davon zwei Siebenmeter. Zudem versuchte der ATSV immer wieder, über die körperlich sehr präsente Innenverteidigung des Gegners zum Erfolg zu kommen, anstatt es über die Nahtstellen zwischen Halbverteidiger und Außen zu versuchen. Dadurch liefen die Gastgeber häufig in die Konterfalle.

„Das sprechen wir immer wieder an. Aber die Mannschaft hat anscheinend im Moment eine andere Philosophie“, sagte Winter mit einer Portion Sarkasmus. Aber auch das Trainer-Duo Lars Müller-Dormann/Winter machte Fehler. Der ATSV kassierte in der ersten Halbzeit erneut vier Zeitstrafen, ohne danach den Torhüter gegen einen weiteren Feldspieler im Angriff zu tauschen, um für Gleichzahl zu sorgen. Das versuchten die Hausherren erst ab der 48. Minute. Zu diesem Zeitpunkt lag die Heim-Sieben vor rund 100 Zuschauern allerdings schon deutlich mit 16:26 im Hintertreffen. „Wir hätten schon früher reagieren müssen. Aber wir konnten aufgrund der schwachen Trainingsbeteiligung in der Vorbereitungsphase solche Feinheiten nicht schulen“, merkte Winter selbstkritisch an.

In der Restspielzeit agierte der ATSV immer wieder mit dem sechsten oder sogar siebten Feldspieler. Jetzt erspielte man sich die Räume und konnte das Ergebnis zumindest noch freundlicher gestalten. Eine Wende gelang aber nicht mehr. Dafür machte der Aufsteiger über die gesamte Spielzeit gesehen zu viele Fehler in Abwehr und Angriff. „Wenn die Mannschaft nicht bald den Schalter umlegt und aufbauend auf die letzte Saison ihre Tugenden ausspielt, wird es ganz schwer für uns“, sagte Winter. Immerhin habe man jetzt mit den Bergischen Panthern und Gummersbach II abermals zwei Spiele auf Augenhöhe vor sich – eigentlich.

ATSV Habenhausen: Sommerfeld, Abshagen, Wessels; Witt, H. Marien (1), M. Fischer, B. Wähmann (5/2), Monroy, F. Meier (1), Grädtke (1), J. Schluroff (1), M. Schluroff (2), M. Wähmann (8), Müller (5).

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