Spitzenreiter ist eine Klasse für sich

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Da war für den OHV nichts zu holen: Klar mit 21:31 Toren haben die Auricher Drittliga-Handballer gegen Spitzenreiter TuS Ferndorf verloren. Und doch nahm Trainer Arek Blacha (s. Foto) viel positives aus dem Spiel mit.

Seine Mannschaft hatte sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen einen Gegner gut verkauft, der nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt. Und so präsentierten sich die Gäste auch.

 Allen voran ihr Torwart Lucas Puhl. Seine Aktionen waren zwar wenig spektakulär. Aber mit seinem exzellenten Stellungsspiel machte er den Aurichern das Torewerfen verdammt schwer. „Uns fehlte die Effektivität aus dem Rückraum“, sagte Blacha. Kevin Wendlandt mühte sich von dort trotz seiner Schulterprobleme so gut es ging. Und auch alle anderen versuchten es.

 Aber da war ja nicht nur Puhl im Tor der Ferndorfer, sondern auch noch eine Abwehr, die ihrem Namen alle Ehre machte. Schnell auf den Beinen, mit breiten Schultern – da mussten die Auricher schon einigen Aufwand betreiben, um in diese „Wand“ Lücken zu reißen oder sie zu überwinden.

 Das gelang ihnen in der ersten Halbzeit, als alle noch frisch waren, besser als in der zweiten. Furios gar der Auftakt. Aus eigener Erfahrung in der Sparkassen-Arena noch als Spieler hatte TuS-Trainer Michael Lerscht seine Mannschaft gebrieft und die Aufgabe in Aurich als Hürde bezeichnet. Die nahmen die Ferndorfer so ernst, dass sie bereits am Sonnabend angereist waren.

 Die Gäste zeigten Respekt, blieben mit ihrem ersten Angriff in der Auricher Abwehr hängen. Jonas Schweigart passte risiko-, aber erfolgreich auf Karlo Oroz, der per Gegenstoß zum 1:0 traf. Und dann hielt Youri Denert im Tor des OHV auch noch einen Siebenmeter.

 Erst in der fünften Minute gelang den Ferndorfern ihr erstes Tor. Von da an aber waren sie nicht mehr aufzuhalten und spielten so, wie es sich Lerscht vorgestellt hatte: aktiv in der Abwehr und mit viel Bewegung im Angriff.

Aus dem Rückraum stellte Jonas Faulenbach seine Qualitäten unter Beweis und war bis zur Halbzeit siebenmal erfolgreich, ohne dass die Auricher daran etwas ändern konnten. Am Kreis war Thomas Rink nicht zu halten. Vier Tore erzielte er bis zur Halbzeit.,Was nichts daran änderte, dass sich die Auricher mit dem 10:15 zur Halbzeit ein gutes Zeugnis ausgestellt hatten.

 Und auch die ersten fünf Minuten nach Wiederbeginn waren ordentlich. Kreisläufer Michael Schröder verkürzte den Rückstand sogar auf vier Tore (13:17). Mehr wäre möglich gewesen. Doch Wendlandt fand beim Gegenstoß in Puhl seinen Sieger. „Der Torwart hat uns gebrochen“, sagte Blacha.

 Es folgte eine hektische Phase, in der die Auricher mit den Entscheidungen der Schiedsrichter haderten, sich Blacha eine Zeitstrafe einhandelte und der OHV fünf Minuten ohne Tor blieb. Die Ferndorfer, die von Anfang bis Ende von rund 30 mitgereisten Fans ohne Unterbrechung instrumentengewaltig unterstützt wurden, führten in der 40. Minute 20:13.

 Der Rest war Formsache, weil dem kleinen Auricher Kader in einem intensiv geführten Spiel die Puste ausging. „Die Kräfte haben nicht gereicht“, sagte Blacha. Und auch TuS-Trainer Lerscht sah in dem am Ende doch noch deutlichen Ergebnis mit den Grund darin, dass er einige Kräfte mehr in petto gehabt hatte.

Ergebnisdienst 3.Liga

24.11.2017 20:00
3.Liga Ost, 14.Spieltag
  
MSG Groß-Bieberau/Modau - TV Großwallstadt 0 : 0
3.Liga West, 14.Spieltag
  
Longericher SC Köln - SG Menden Sauerland Wölfe 0 : 0
3.Liga Nord, 12.Spieltag
  
HC Empor Rostock - VfL Potsdam 0 : 0
3.Liga West, 14.Spieltag
  
HSG Bergische Panther - Leichlinger TV 0 : 0
3.Liga Nord, 14.Spieltag
  
TSV Burgdorf II - Handball Hannover-Burgwedel 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 22.11.2017 10:02:17
Legende: ungespielt laufend gespielt