Gummersbacher U23 gewinnt beim Schlusslicht

(Foto: Jenny Seidel)

3.Liga West
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Die U23 des VfL Gummersbach schlägt in einem kampfbetonten Spiel den Gastgeber vom ATSV Habenhausen letztendlich souverän mit 26:21 (12:14) und vergrößert somit – bedingt durch die 30:14-Niederlage Lemgos in Ferndorf – den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf sechs Punkte.

Zu Beginn der Partie sollte sich noch nicht erkennen lassen, wo die Reise am Karnevalssonntag für die Handballer Maik Thiele hingehen sollte. Die Partie wogte hin und her, Habenhausen ging mit 1:0 in Führung, der VfL konterte und Habenhausen legte wieder vor. Vier mal verlief es so in der Hinni-Schwenker-Halle im Bremer Süden, bevor der VfL nach dem Ausgleich auch die erste Führung erzielen konnte. Verantwortlich zeigte sich dafür Kreisläufer Jonas Stüber, der mit seinem Doppelschlag für die erste blau-weiße Führung sorgte.

Doch wirkliche Ruhe und Kontrolle konnte diese erste Führung der u23 nicht geben. Fünf Minuten nach der Führung war diese wieder hergegeben, der Gastgeber beim 8:6 sogar erstmals mit zwei Toren in Front (16.). Zwar konnte Jonas Stüber mit seinem dritten Treffer wieder auf ein Tor verkürzen, da aber die folgende Überzahlsituation nicht zu eigenen Gunsten genutzt werden konnte, Habenhausen sogar selber einen Treffer erzielen und anschließend sogar zum 10:7 erhöhen konnte, war es Eldar Starcevic vorbehalten, die knapp fünf minütige Torflaute zu beenden und ebenfalls in Unterzahl wieder zu verkürzen.

Fynn Herzig drückte zu dem Zeitpunkt die Strafbank und bekam nur eine Minute später Gesellschaft, da auch Tobias Weiler einen gegnerischen Angriff nur unter Zur Hilfenahme unlauterer Mittel stoppen konnte. Doch davon ließen sich die Gummersbacher nicht beunruhigen oder gar aus dem Konzept bringen. Robert Barten konnte sogar in doppelter Unterzahl zum 9:10 aus VfL-Sicht verkürzen, Eldar Starcevic (ebenfalls in Unterzahl) und Albin Xhafolli per 7-Meter in der 25. Minute sogar wieder ausgleichen. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit gelang es aber nicht, den positiven Lauf fortzusetzen, sodass zum Seitenwechsel ein 14:12 für die Gastgeber aufleuchtete.

Mut machte Trainer Maik Thiele für die zweite Halbzeit aber die bis dato schon ordentliche Abwehr- und Torhüterleistung sowie die eigene Stärke in Unterzahlsituationen, während es bei eigener Überzahl noch nicht so recht funktionieren sollte. Doch in diesem Bereich sollte der VfL in der zweiten Halbzeit noch häufiger die Möglichkeit erhalten, sich verbessern zu können.

Waren die Gastgeber in der ersten Halbzeit noch relativ ungeschoren davon gekommen, wiesen die Schiedsrichter die Bremer in den zweiten 30 Minuten nun deutlicher in die Schranken. Los ging es für die lautstark vom VfL-Fanclub Blue-White-Dynamite unterstützten Gäste mit dem Anschlusstreffer durch Yonatan Dayan, dem sich nur kurze Zeit später jedoch die nächste Zeitstrafe anschließen sollte, als Luis Villgrattner zu beherzt zur Sache ging. Zwar gelang in dieser Unterzahlsituation kein eigener Treffer, da aber auch Habenhausen nur ein Tor erzielte, lag der doppelte Punktgewinn weiterhin mehr als im Bereich des Möglichen. Ruhig und konzentriert agierte die Mannschaft nun und nutzte den sich bietenden Platz – Habenhausen hatte in der Zwischenzeit eine Zwei-Minuten-Strafe sowie eine direkte rote Karte erhalten – erst für den Anschluss- und Ausgleichstreffer (letzterer in dreifacher Überzahl) durch Albin Xhafolli und dann Pierre Busch, 2x Xhafolli und Fynn Herzig zu einem 6:0-Lauf und einer daraus resultierenden 20:16-Führung. Durch diesen Zwischenspurt war es auch nicht mehr entscheidend, dass sich Albin Xhafolli den Luxus einen verworfenen Siebenmeters gönnte und eine erneute Überzahlsituation ohne eigenen Torerfolg beendet wurde. Zwar kam Habenhausen vor 120 Zuschauern noch einmal auf zwei Tore heran (18:20, 46.) wirklich in Gefahr geriert aber nichts mehr für den VfL, der dann auch sofort wieder durch die beiden Jüngsten im gestrigen Kader Pierre Busch und Yonatan Dayan auf vier Tore Vorsprung wegziehen konnte.

Schlussendlich brannte auch in den letzten Minuten nichts mehr an, sodass die teils „überhart“ agierenden Gastgeber nicht mehr in Schlagdistanz kamen und die U23 somit einen souveränen Sieg einfahren konnte. Durch den 26:21-Auswärtssieg rangiert der VfL mit 17:21 Punkten auf Platz 9 der Tabelle, die erwähnten sechs Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz 14, auf dem aktuell die HSG Lemgo steht.

„Ich bin froh, dass wir das Spiel erfolgreich überstanden haben! Was wir hier haben einstecken müssen, war teilweise schon hart, hart an der Grenze des Vertretbaren. Wenn wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen konsequenter nutzen, gehen wir auch da schon in Führung. Hinten raus haben wir aber durch die starke Abwehr- und Torhüterleistung sowie die Kontrollierte Angriffsleistung in Halbzeit 2, verdient gewonnen“ zeigte sich Maik Thiele zufrieden mit dem Auftritt dem Tabellenletzten.

ATSV Habenhausen – VfL Gummersbach 21:26 (14:12)

VfL: Hasenforther, Krouß; Xhafolli (9/4), Starcevic, Stüber, Barten (je 3), Herzig, Dayan, Busch (je 2), Weiler, Schöneseiffen (je 1)

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