ATSV-Coach schimpft auf Leistung der Referees

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

3.Liga West
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Marc Winter hatte nach der 21:26-Heimniederlage in der dritten Handball-Liga der Männer gegen den VfL Gummersbach II einen bedrohlich dicken Hals. Die Halsader schwoll beim Trainer des ATSV Habenhausen derart an, dass einem um dessen Gesundheit angst und bange werden musste.

Anlass seines Grolls war die Leistung der beiden Unparteiischen in der zweiten Halbzeit. „Die erste Hälfte pfeifen die wunderbar, und dann fallen sie dermaßen um“, beschwerte er sich und suchte nach der versteckten Kamera. „Irgendwann kreuzt bei uns Guido Cantz in der Halle auf und erklärt, dass das alles nur ein Scherz sein“, fuhr er polternd fort. Aber im Ernst: Nach den Ereignissen der vergangenen Wochen, vor allem in den letzten Spielminuten, ist dem Trainerduo des ATSV Habenhausen, also auch Lars Müller-Dormann, überhaupt nicht mehr zum Lachen zumute. „Wenn die uns wenigstens erklären würden, dass sie uns nicht in der Liga haben wollen, dann könnten wir uns die Fahrtkosten zum nächsten Spiel nach Schalks-mühle sparen“, schimpfte Winter.

Die Bremer waren ausgezeichnet in die Begegnung gestartet und hatten sich bestens auf die 4:2-Abwehr der Oberbergischen vorbereitet. Sie zogen das Spiel clever auseinander und verlagerten den Ball verstärkt auf die rechte Angriffsseite. Dadurch erhielt Linksaußen Lukas Ole Müller viel Platz, den er bei den schnellen Ballpassagen vorm Seitenwechsel dreimal zum Torerfolg nutzte. Damit zwangen die Hausherren die Bundesliga-Reserve dazu, die Abwehr auf die 6:0-Formation zurückzuziehen.

Beim 8:6 von Janik Schluroff setzte sich Habenhausen erstmals auf zwei Treffer ab (16.), beim 10:7 von Kapitän Björn Wähmann waren es sogar drei Tore (20.). Wenn man den Bremern überhaupt einen Vorwurf machen kann, dann, dass sie in dieser Phase aus zwei aufeinanderfolgenden Zeitstrafen der Gäste zu wenig Kapital schlugen. Noch schlimmer: Der VfL Gummersbach II pirschte sich in Unterzahl sogar auf 10:11 an das Schlusslicht heran. Beim 14:12 von Kreisläufer Ulf Grädtke neun Sekunden vor der Halbzeitpause war die ATSV-Welt aber immer noch in Ordnung.

Das galt nicht mehr für Durchgang zwei, nachdem es sieben zu eins Zeitstrafen plus eine direkte Rote Karte (Björn Wähmann) gegen den ATSV gehagelt hatte. Die Gummersbacher nutzen das, um den Spieß nach dem 16:14 von Lukas Ole Müller zum 20:16 umzudrehen und den Vorsprung routiniert ins Ziel zu retten. Außerdem fehlte dem Gastgeber mit dem erkrankten Miro Schluroff eine wichtige Rückraumalternative auf der Bank.

„Das wäre für uns noch einmal die Chance gewesen, in der Tabelle aufzuholen“, sagte Marc Winter. Nach dem vorzeitigen Rückzug des HSV Norder-stedt in der Nord-Staffel sollen nämlich die Drittletzten der vier Staffeln eine Abstiegsrelegation spielen, von der der ATSV Habenhausen aber mittler-weile acht Pluspunkte entfernt ist.
Außerdem hält sich in der Liga hartnäckig das Gerücht, dass der VfL Gummersbach seine zweite Mannschaft aus Kostengründen aus der dritten Liga zurückziehen will. Aber da hüllen sich die Oberbergischen zurzeit noch in Schweigen. Die Bremer geben trotz aller Rückschläge nicht auf und wollen in der Tabelle wenigstens noch den Vorletzten TV Korschenbroich abfangen.

ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld; Marien (3), Fischer (1) B. Wähmann (4/3), Monroy, J. Schluroff (4), M. Wähmann (2), Ostermann, L. Schluroff (1), Müller (5), Grädtke (1), Rauer.

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Letzte Aktualisierung: 25.04.2018 04:49:57
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