Verschärfte Lage für OHV

3.Liga West
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Die Situation ist haarig: Vier Spiele sind es noch für den Handball-Drittligisten OHV Aurich bis zum Ende der Saison. Und die Hoffnung, mit einem Erfolg am vergangenen Sonntag gegen den bis dahin Tabellenletzten ATSV Habenhausen etwas gelöster ins Finale gehen zu können und nicht den

bangen Blick auf die abstiegsgefährdete Zone richten zu müssen, blieb unerfüllt. Am kommenden Sonntag müssen die Auricher um 17 Uhr jetzt beim VfL Gummersbach II antreten. Für Nils Goepel werden es die letzten Spiele im Trikot des OHV sein.

Der 20-Jährige wechselt zur kommenden Saison zum Oberligisten VfL Edewecht. OHV-Trainer Arek Blacha findet es schade, dass der 1,97 Meter große Kreisläufer den Verein verlassen wird: „Aber er wollte kürzer treten.“ Der Rhauderfehner, der in Oldenburg studiert, hat schon in der Jugend einen hohen Aufwand für seinen Handballsport betrieben. Als C-Jugendlicher spielte er unter Trainer Patrick Tulikowski beim MTV Aurich, als B- und A-Jugendlicher für den HC Bremen in der Bundesliga. In der Saison 2016/17 besaß er als Noch-A-Jugendlicher ein Doppelspielrecht für den OHV und kam so an Wochenenden auch schon mal doppelt zum Einsatz. Jetzt spielt er seine erste „Herren-Saison“ im Team des OHV. Und ist dort mehr denn je gefordert. Denn mit Michael Schröder fällt derzeit ein Routinier verletzt aus, dessen Aufgaben Goepel übernimmt.

Die Ausfälle in der Masse im Team des OHV aber wogen am vergangenen Sonntag zu schwer, als dass sich die Auricher gegen den ATSV Haben-hausen hätten durchsetzen können. Und für die kommende Partie bei der Bundesligareserve des VfL Gummersbach zeichnet sich grundsätzlich nicht ab, dass sich an dieser prekären personellen Lage etwas ändert. Heißt: Blacha muss neben den Langzeitverletzten wohl auch weiter auf seine beiden etatmäßigen Außen, Josip Crnic (Knie) und Karlo Oroz (Fuß), verzichten. Beide haben bisher noch nicht wieder trainieren können. Dazu kommt noch, dass Jannik Dallügge nicht mehr einspringen kann. Er fällt für längere Zeit mit Pfeifferschem Drüsenfieber aus. „Unsere Lage ist schwierig“, sagt Blacha. Im Angriff fehlt es an Durchschlagskraft.

Der Auricher Trainer arbeitet an Mitteln und Wegen, um sich aus der Lage zu befreien. Solch eine Abwehrleistung wie gegen die Ahlener SG und solch einen Torhüterauftritt wie vor gut zwei Wochen – das wär’s.

Während sich die Auricher die ganze Woche auf das Spiel am Sonntag konzentrieren, waren die Gummersbacher noch am gestrigen Donnerstag-abend im Nachholspiel gegen die Bergischen Panther gefordert. „Ich glaube aber nicht, dass das ein großer Nachteil für sie sein wird“, sagt Blacha.

Und die Erwägungen der Gummersbacher, die Anfang Februar in den sozialen Medien öffentlich wurden, die Mannschaft am Ende dieser Saison aus der 3. Liga zurückzuziehen, kommen beim OHV erst gar nicht auf den Tisch. Sportlich haben die Gummersbacher den Klassenerhalt so gut wie sicher.

Die Auricher haben ihr Heimspiel gegen den VfL Mitte November mit 26:29 Toren verloren. Auch damals hatten sie personell arg zu knapsen und deshalb sogar in der Not kurzfristig Torben Lemke für das Spiel reaktiviert. Die Ausfälle aber konnten sie trotzdem nicht kompensieren. Das möchten sie am Sonntag am Ende nicht noch einmal sagen. „Wir werden auf jeden Fall kämpfen“, sagt Blacha.

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