Es hapert an der Ausbeute

Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

3.Liga-Archiv
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War das bitter: Mit 22:25 Toren hat die Mannschaft des OHV Aurich am Sonntagabend beim VfL Gummersbach II verloren. Dabei schien es Mitte der zweiten Halbzeit, als hätte sie doch noch den Dreh bekommen. In den ersten 30 Minuten hatte die angespannte Tabellensituation an den Nerven der Spieler genagt.

Nach aufopferungsvollem Einsatz gingen sie am Ende dann doch leer aus. Entsprechend niedergeschlagen waren die Spieler. „Schade, es wäre mehr möglich gewesen“, sagte OHV-Teammanager Ewald Meyer.

Die personellen Vorzeichen waren im Auricher Team etwas positiver als zuletzt. Zwar fiel Karlo Oroz fußverletzt weiter aus. Mit Josip Crnic und Michael Schröder waren allerdings zwei Spieler dabei, die zuletzt gefehlt hatten. Doch beide spielten noch gezeichnet von ihren Verletzungen.

Crnic traf zwar nach 50 Sekunden zum 1:0 für den OHV. Er sorgte in der fünften Minute auch für den zweiten Treffer, als er zum 2:2 ausglich. Es sollten jedoch seine einzigen beiden Tore in der ersten Halbzeit bleiben. Insgesamt gelangen den Aurichern bis zur Pause nur noch fünf weitere Treffer. Zu wenig, um nah am Gegner dranzubleiben.

Es war nicht so, dass die Auricher keine Chancen hatten. Es war vielmehr eine Nervensache. Bis zur 22. Minute hatten die Schiedsrichter dreimal auf Siebenmeter für den OHV entschieden. Und alle drei konnten die Auricher nicht nutzen. Erst scheiterte Jonas Schweigart, dann Paul Jordan und schließlich Crnic. Das war Gift für das Selbstvertrauen der Spieler, die darüber hinaus aus dem Spiel heraus weitere klare Möglichkeiten ausließen.

„Die Abwehrarbeit war so weit in Ordnung“, sagte Meyer. Im Tor war Youri Denert ein sicherer Rückhalt. Mit 13 kassierten Toren bis zur Halbzeit hätte es sich für die Auricher durchaus leben lassen, wenn ihre Ausbeute im Angriff einigermaßen gepasst hätte.

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann vieles besser gemacht“, sagte Meyer. Die Mannschaft gab sich nicht auf. Auf die Defensive war weiter Verlass. Und jetzt klappte auch im Angriff einiges mehr.

Tor um Tor kamen die Auricher den Gummersbachern näher. Mehr noch. Sie glichen sogar zweimal aus. Erstmals in der 47. Minute durch Schweigart (17:17), nachdem zuvor Jordan und Wilke de Buhr den Drei-Tore-Rückstand verkürzt hatten.

Doch der VfL setzte sich wieder ab. Er führte in der 49. Minute 19:17. OHV-Trainer Arek Blacha reagierte mit einer Auszeit. Anschließend gelang seiner Mannschaft mit zwei Toren von de Buhr zum 19:19 der erneute Ausgleich. Neun Minuten waren noch zu spielen. Doch die Aufholjagd hatte Kraft und damit Konzentration gekostet. Die fehlte den Aurichern in der Schlussphase im Torabschluss. Der VfL hingegen mit seinem großen Kader antwortete mit vier Toren in Folge zum 23:19 und hatte damit zwei Minuten vor Schluss die Zeichen auf Sieg gestellt.

Die Auricher machten es mit einer offenen Manndeckung zwar noch einmal spannend, als sie durch Crnic eineinhalb Minuten vor Schluss auf 21:24 und 30 Sekunden vor dem Ende durch de Buhr auf 22:24 verkürzten. Am Ende wurden ihnen aber die ausgelassenen Chancen vor allem aus der ersten Halbzeit zum Verhängnis.

Da war es an diesem Spieltag für die Auricher auch kein Trost, dass die HSG Lemgo II, derzeit Tabellendrittletzter, beim Schlusslicht TV Korschenbroich wenigstens nicht gewonnen hatte.

Ergebnisdienst 3.Liga

28.09.2018 20:00
3.Liga Nord, 06.Spieltag
  
HSV Hannover - HSG Ostsee N/G 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 25.09.2018 03:02:34
Legende: ungespielt laufend gespielt