Ein Spiegelbild der Saison mit schlechtem Ausgang

Foto: Verein

3.Liga-Archiv
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Jetzt ist es definitiv: Die Handballer des OHV Aurich sind aus der 3. Liga in die Oberliga abgestiegen. Sie verloren am Sonntagnachmittag in der Relegationsrunde auch das Rückspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek und haben damit die letzte Chance auf den Klassenverbleib verpasst. Sie unterlagen mit 26:32 Toren.

Für das Wunder, das es brauchte, um einen 13-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen, kamen die Auricher nie in Frage. Das Spiel war vielmehr symptomatisch für den Saisonverlauf mit verletzungsbedingten Ausfällen. Paul Jordan (s. Foto) schied in der 40. Minute mit einem Nasenbeinbruch aus und wurde ins Krankenhaus Kreyenbrück gefahren.

Er hatte zum 20:19 für den OHV getroffen, als es passierte. Jordan war dabei mit dem Hamburger Torhüter Florian Knust zusammengeprallt. Sein Ausfall wirkte auf den Rest der Mannschaft wie ein Nackenschlag. Zumal schon zu dem Zeitpunkt klar war, dass der benötigte Kantersieg fürs Weiterkommen utopisch war.

Aber zumindest mit einem Sieg wollten sich die Auricher verabschieden. Dafür gaben sie, unterstützt von den Fans, bis zum Schluss auch alles. Trotz allem. Sie ackerten in der Abwehr, was die Kräfte noch hergaben. Sie suchten im Angriff ihre Chance, bekamen sie auch des Öfteren, nutzten ihre Möglichkeiten dann aber zu wenig. Der Ball wollte nicht ins Tor. Sie lieferten den Hamburgern damit zugleich die Vorlagen für schnelle Angriffe. Um so weniger bei den Aurichern passte, um so mehr lief beim Gegner zusammen.

So stand dann schnell fest, dass die Auricher selbst für einen Sieg nicht mehr in Frage kamen. Sie erholten sich vom Ausfall Jordans nicht mehr. Aus ihrem 20:19 war bis zur 46. Minute ein 20:24 geworden. Und trotzdem warfen sie weiter alles in die Waagschale für ein achtbares Ergebnis. Der Schlusspfiff war für alle nur noch eine Erlösung.

„Die Spieler sind einfach auf“, sagte OHV-Trainer Arek Blacha, der mit seiner Mannschaft litt.

Die Auricher hatten von Anfang an alles versucht, was ging. Alles aufgeboten, was möglich war. Der zuletzt verletzt fehlende Karlo Oroz war sogar über weite Strecken wieder dabei. Und selbst Kevin Wendlandt, der Mitte Dezember an der Schulter operiert worden ist und seitdem noch kein Spiel wieder bestritten hatte, kam zum Einsatz. In erster Linie in der Abwehr.

Aber so sehr sich die Auricher auch bemühten, es gelang ihnen nicht, den Gegner auf Abstand zu bekommen. Es schien wie verhext. Sie nutzten in der ersten Halbzeit beste Torchancen nicht, hatten Pech mit vier Lattentreffern bis dahin, vergaben zwei Siebenmeter.

OHV-Trainer Arek Blacha zog alle Register für die Aufholjagd. Er brachte bereits nach einer Viertelstunde einen siebten Feldspieler für seinen Torwart. Er versuchte es mit zwei Kreisläufern. Die Hamburger ließen sich nicht abschütteln und gingen sogar mit einem 14:13 in die Halbzeit.

Anschließend schien der OHV zumindest auf einem guten Weg zum Sieg. Bis zur 40. Minute.

Die Fans verabschiedeten die Mannschaft trotz des Ergebnisses mit reichlich Mut machendem Applaus. Sie waren bereits eine Minute vor Spielende für die Mannschaft von den Sitzen aufgestanden. Vor der Partie hatte sich OHV-Spieler Sven Seidler bei den Zuschauern für die Unterstützung bedankt.

„Es hat nicht gereicht“, sagte Blacha. „Jetzt müssen wir erst einmal runterfahren und dann Lösungen finden, um den Handball in Aurich weiter zu erhalten“, so der Trainer weiter.

Ergebnisdienst 3.Liga

21.09.2018 20:00
3.Liga West, 05.Spieltag
  
Ahlener SG - SG Menden Sauerland Wölfe 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 20.09.2018 12:46:57
Legende: ungespielt laufend gespielt