Spenge: Zauberwort heißt Spieldisziplin

Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

3.Liga West
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Der TuS Spenge sammelt die nächsten zwei Punkte ein und gewinnt gegen den MTV Großenheidorn ungefährdet mit 31:19 (16:9), verteidigt damit den 4. Tabellenplatz und hat wohl, ohne überheblich zu sein, mit dem Abstieg aus der 3. Liga ab heute Abend nichts mehr zu tun.

Und dabei waren die Vorzeichen vor der Partie nicht die Besten, denn mit Philipp Holtmann (Magen-Darm-Grippe) musste an diesem Abend ein weiterer Spieler passen. Hinzu kamen die länger verletzten Spieler Prüßner, Ortjohann und Holland. Zusätzlich, dass nach einer Siegesserie irgendwann einmal eine Schlappe droht, wenn das Team möglicherweise eine Partie auf die leichte Schulter nimmt. Und genau da hat das Trainerteam wohl auch in der Trainingswoche angesetzt, wie Heiko Holtmann im Pressegespräch nach der Begegnung verriet: »Sebastian und mir war klar, dass dieses eine Partie werden wird, die im Kopf entschieden wird. Wir waren uns sicher, dass wir mit einer konzentrierten Deckungsarbeit über 60 Minuten, einem guten Tortwart und einer überzeugenden Chancenauswertung, als Sieger vom Platz gehen werden.«

Das muss dann wohl auch die Kernbotschaft in der Mannschaftsbesprechung gewesen sein, denn unser Team machte von der ersten Spielminute an einen sehr konzentrierten und entschlossenen Eindruck. Das spiegelte sich dann auch im Ergebnis wieder, denn nach gut zehn Minuten führte der TuS mit 7:2 und der Gästetrainer nahm die erste Auszeit. Der kurze Break hatte aber keine Wirkung, denn der MTV lief sich immer wieder in der Spenger Deckung fest. Versuchte es ein Gästespieler jedoch einmal mit einem Wurf aus dem Rückraum, stand da noch ein bestens aufgelegter Basti Räber zwischen den Pfosten, der Bälle erfolgreich abwehrte. Eigentlich lief alles wie am Schnürchen, bis auf die Schrecksekunde um die 20. Minute, als Nils van Zütphen bei einer Angriffsaktion umknickte und verletzt für den Rest des Spieles passen musste. So langsam wurde es auf der Spenger Bank immer dünner, was unser Team aber kaum beeindruckte. Zwischendurch wurde nach Balleroberung mit kleinen technischen Fehlern immer mal wieder die Kugel verloren, der deutlichen 16:9 Führung zur Halbzeit tat das aber keinen Abbruch.

Eigentlich hätte das Team zur Pausenbesprechung nicht in die Kabine gemusst, denn es hätte genau so weitergehen können, es bedarf keiner Korrektur seitens des Trainerteams. Die vielen Zuschauer, die auch zu diesem Heimspiel erfreulicherweise wieder gekommen waren, sahen eine zweite Halbzeit, die der ersten Hälfte glich. Ein überlegener TuS Spenge mit einem Abwehr-Mittelblock, der kaum überwunden werden konnte, zog weiter unbeirrt sein Spiel durch und siegte am Ende auch in der Höhe völlig verdient mit 31:19 Toren. Heiko Holtmann: »Tja, dass werden teure zwei Wochen (lacht), die Truppe ist das zweite Mal hintereinander unter 20 Gegentoren geblieben und ich muss nun zwei Kisten alkoholfreies Weizenbier ausgeben.«

Für unseren Trainer Heiko Holtmann war heute Abend jedoch eine Erkenntnis am Wichtigsten: »Die Spieldisziplin, mit der unsere Mannschaft heute wieder aufgetreten ist, ist bemerkenswert. Trotz der vielen Verletzten, die wir mittlerweile doch zu beklagen haben, verlieren wir nicht unsere Linie im Spiel. Jeder bleibt konzentriert und versucht, seine Aufgabe zu lösen. Klasse.«

Für den TuS heißt es nun, zweimal reisen. Am nächsten Sonntag geht es zu den Bergischen Panthern und in der Woche darauf zum Spitzenreiter nach Krefeld. In beiden Partien kann der TuS seine Favoritenrolle wieder abtreten, denn beide Mannschaften dürften wohl gegen unsere Sieben diese Rolle übernehmen.

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