Nach Dauerkartenrekord bald Start in Vorbereitung

Foto: Peter Pisa

3.Liga
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Die Enttäuschung nach dem letzten Saisonspiel schwang bei den Verantwortlichen und Spielern der HSG Konstanz zwar mit, doch es herrschte auch schon wieder Optimismus und große Entschlossenheit. Vereinspräsident Otto Eblen wandte sich mit einer emotionalen Ansprache an die treuen Fans und entschuldigte sich: „Es tut uns leid, dass wir die Chance nicht genutzt haben. Aber wir und unser Umfeld haben erkannt: Wir können in der 2. Bundesliga bestehen.“

Ziel für die kommende Saison ist nun, um die Rückkehr in das Bundesliga-Unterhaus mitzuspielen, wohlwissend, dass die 3. Liga Süd in der kommenden Saison extrem stark und ausgeglichen besetzt sein wird. Mit einer intensiven Vorbereitung ab 5. Juli soll der Grundstein für eine erfolgreiche Spielzeit gelegt werden, die voraussichtlich mit einem Auswärtsspiel in Fürstenfeldbruck am 25. August beginnt.

Denn, so Otto Eblen, die „Sehnsucht nach der 2. Bundesliga“ sei in der Stadt und Region so groß, dass „es unser großes Ziel ist, dorthin zurückzukehren.“ Der HSG-Macher ist sich bewusst, dass seine junge Mannschaft dafür viel investieren muss. „Es wird kein Selbstläufer“, warnt er eindringlich, „aber mit viel Ehrgeiz, Wille und Kampf nehmen wir die Herausforderung an.“ Dafür gab es tosenden Applaus von den Rängen. Dabei setzt die HSG weiter konsequent auf ihren „Konstanzer Weg“ in enger Kooperation mit den beiden Konstanzer Hochschulen, 13 verbleibende Zweitliga-Spieler und vier vielversprechende Neuzugänge. Somit kann Daniel Eblen in seiner 16. Spielzeit als Cheftrainer der HSG auf eine sehr junge aber dennoch über einige Erfahrung verfügende Mannschaft zurückgreifen.

Angesichts von 21 250 Zuschauern bei den 19 Heimspielen trotz sportlich insgesamt magerer Bilanz unterstrich sein Vater Otto Eblen die Bedeutung der lautstarken Unterstützung von der Tribüne und konnte mit Blick auf die Spielzeit 2018/19 erfreut verkünden: „Wir haben so viele Dauerkarten wie noch nie verkauft – und das als Absteiger.“ Und als Aufforderung an die Mannschaft und Versprechen an die treuen HSG-Fans fügte er bestimmt an: „Nur, wer unbedingt in der zweiten Liga spielen will, hat dieses Publikum verdient.“ Nicht weniger bemerkenswert ist der Rückhalt der Sponsoren. Eblen: „Kein einziger Sponsor geht von Bord.“

Nun gilt es, die intensiv aufgearbeiteten Schwachstellen wie die schlechteste Defensive in Liga zwei auszumerzen und zu alter Stärke zurückzufinden. „Wir müssen wieder das emotionale Niveau der letzten Jahre erreichen“, fordert Trainer Daniel Eblen. Gelingt dies, ist jede Menge Potenzial vorhanden. Dafür sprechen etwa die spielerisch guten Leistungen sowie die zuletzt siebtbeste Offensive der 2. Bundesliga.

Die Pause für Spieler und Trainer ist dementsprechend kurz. Während sich einige Drittligisten nach dem frühen Saisonende am 5. Mai bereits in der Vorbereitung für die kommende Spielzeit befinden, steht der HSG Konstanz aufgrund der wesentlich längeren Saison in der 2. Bundesliga deutlich weniger Zeit zur Verfügung. Nach einer kurzen Erholungspause geht es am 5. Juli auch für die HSG wieder los. Auf diverse Schnelligkeits-, Kraft- und weitere Tests folgt eine knapp achtwöchige Vorbereitungsphase mit täglich meist zwei Einheiten, einem Trainingslager und zahlreichen Testspielen, ehe der Pflichtspielauftakt bereits am 18. und 19. August mit der ersten Runde des DHB-Pokals erfolgt. Eine Woche später, am 25. oder 26. August, steht der erste Spieltag in der 3. Liga – voraussichtlich – mit einem Auswärtsspiel beim TuS Fürstenfeldbruck an. Das erste Heimspiel in der Schänzle-Sporthalle steigt schließlich eine Woche später am 1. September mit dem Derby gegen den HBW Balingen-Weilstetten II. Die genaue Terminierung erfolgt allerdings erst noch in den nächsten Wochen.

Künftig können in der 3. Liga wie schon in der ersten und zweiten Bundesliga bis zu 16 Spieler statt wie bisher nur 14 eingesetzt werden. Zudem ist nun der Modus der Aufstiegsspiele der Drittligameister zur 2. Bundesliga am Ende der kommenden Spielzeit bekannt. Jeweils in Hin- und Rückspielen treffen zunächst die Meister aus dem Osten und Süden sowie Westen und Norden aufeinander. Die Gewinner sind am Ziel, die Verlierer spielen erneut in Hin- und Rückspiel den letzten Aufsteiger aus, wobei der Südvertreter sowohl in Runde eins als auch zwei jeweils Heimrecht im Rückspiel genießt. Im äußersten Fall verlängert sich die Saison der Teilnehmer somit um weitere vier Wochen bis 2. Juni. Nur zu gerne wäre die HSG Konstanz unter diesen vier Teams. „Auf ein Tief wollen wir wieder ein Hoch folgen lassen“, sagt Otto Eblen. Viel Arbeit und eine große Herausforderung liegen dafür vor seinem Klub.

Die ersten Saisonspiele der HSG Konstanz in der 3. Liga, Saison 2018/19:
• 25./26. August: TuS Fürstenfeldbruck – HSG Konstanz
• 1./2. September: HSG Konstanz – HBW Balingen-Weilstetten II
• 8./9. August: TVS 1907 Baden-Baden – HSG Konstanz
• 15./16. September: HSG Konstanz – VfL Pfullingen
• 22./23. September: HSG Konstanz – TGS Pforzheim

 

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