Konstanz stellt Gesundheitsbereich neu auf

Foto: Andreas Joas

3.Liga
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Sportlich läuft es bei der HSG Konstanz derzeit ausgesprochen gut. Nach acht Siegen in Folge rangiert die HSG mit drei Punkten Vorsprung – bei einem Spiel mehr – vor dem Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen Ex-Erstligist Willstätt auf Platz eins der 3. Liga Süd.

Aber auch die U23 als Zweiter der Oberliga und die Jugendteams sind allesamt sehr erfolgreich in den jeweils höchsten Ligen unterwegs. Um die Spieler vom Jugend- bis in den Aktivenbereich optimal individuell fördern und betreuen zu können, hat die HSG in den letzten Monaten ihren Gesundheitsbereich nahezu komplett neu aufgestellt. Um die hauptamtliche Athletiktrainerin Cleo Oexle als Leiterin wurde mit Physiotherapeut Tobias Eblen, der Physiotherapiepraxis Astorgano und Mai in der Bahnhofsstraße sowie zwei Sportphysiotherapeuten für die U23 ein großes Team gebildet. Mit Michael Kaiser wurde zudem ein weiterer Athletiktrainer hinzugewonnen.

Ziel ist es, auf Grundlage eines einheitlichen, auf neuesten Erkenntnissen beruhenden Konzeptes zu arbeiten und damit neben optimalen Trainingsvoraussetzungen eine umfassende, auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung aller Spieler im Verein zu gewährleisten. Dies beginnt in der Jugend, wird in der U23 fortgesetzt, wo die Sportphysiotherapeuten Linda Ostertag und Fritz Wagner neu zum schon vorhandenen Athletiktrainer Jens Kluzik installiert wurden, und soll schließlich in der ersten Mannschaft vollendet werden.

Von der C- bis zur A-Jugend wird zweimal pro Woche ein zusätzliches Athletiktraining von Cleo Oexle, die an der Deutschen Sporthochschule in Köln das Sportstudium „Sport und Leistung“ absolvierte und zudem gelernte und praxiserfahrene Physiotherapeutin ist, oder Athletiktrainer Daniel Behrendt angeboten. „Das wird sehr gut angenommen“, freut sich Cleo Oexle und erklärt: „In der C-Jugend führen wir in das Athletiktraining ein, in der B-Jugend geht es dann um Kraftaufbau, in der A-Jugend um die Heranführung an den Leistungssport und die Perfektionierung. Bei den Herren steht dann vor allem die Erhaltung und das Defizitmanagement im Vordergrund.“ Ihr geht es dabei vor allem um eine neue Struktur und die Einbettung neuester Erkenntnisse.

Dafür erarbeitet sie zusammen mit Daniel Behrendt ein übergreifendes Konzept und koordiniert sämtliche Mitarbeiter und Schnittstellen zu den Physiotherapeuten wie der neuen in der Sportphysiotherapie tätigen Kooperationspraxis Astorgano und Mai sowie den Mannschaftsärzten Dr. Tobias Payer und Dr. Kerstin Moll. Vor allem mit den Athletiktrainern Daniel Behrendt und Jens Kluzik steht sie im engen Austausch, seit einigen Wochen zudem mit dem neuen Athletikcoach Michael Kaiser, der in Albstadt die „Kaiser Champion Factory“ betreibt, dort unter andrem UFC-Profi Peter Sobotta betreut und Fabian Wiederstein nach seiner Verletzung vor seinem Wechsel nach Konstanz wieder fit gemacht hat. Michael Kaiser führt zweimal im Monat zusätzliche Athletikeinheiten mit neuesten Erkenntnissen und Einflüssen insbesondere aus den USA – so etwa von seiner Zeit bei den New York Giants – in Konstanz durch und wird im Winter ein Trainingslager in seinem Leistungszentrum mit so sonst nicht verfügbaren Geräten und Möglichkeiten für die HSG Konstanz ausrichten. „In bin froh“, brennt Kaiser auf die bereits gut angelaufene Zusammenarbeit“, „in Andre Melchert und Cleo Oexle bei der HSG zwei offene Personen gefunden zu haben, die im Handball etwas verändern möchten. Ich möchte Teil etwas Großen sein und zu einem langfristigen Erfolg beitragen.“ Dazu wird er außerdem Workshops zur Fortbildung für Spieler und Trainer zum Kraft- und Athletiktraining anbieten und damit die Arbeit von Cleo Oexle ergänzen, die den ganzen Jugendbereich schult und die B-Jugend als Co-Trainerin begleitet.

Zudem hat die HSG zu den täglichen Handball-Trainingseinheiten des Drittliga-Teams zwei wöchentliche Vormittagseinheiten mit Athletiktraining eingeführt. „Hier geht es um ein Komplettpaket“, führt die 29-Jährige aus. Damit können sowohl Einheiten im Ausdauer- und Kraftbereich gemeint sein, ebenso wie Beweglichkeit und Koordination, oder – je nach Belastung und Spielplan – die Regeneration. Auch das Langhanteltraining spielt aufgrund seiner hohen Übertragbarkeit auf Spielsportarten eine große Rolle. Oexle: „Die Trainings- und Spielhäufigkeit im Handball ist hoch. Deshalb ist es umso wichtiger, den Gesamttrainingsalltag gut zu strukturieren, bewusst zu steuern und immer wieder anzupassen.“

Durch die komplette Neuaufstellung mit ihr als koordinative und planerische Stelle und der engen Zusammenarbeit von Trainern, Ärzten und den neuen Physiotherapeuten sollen Verein und Spieler gleichermaßen profitieren. „Jeder hat so immer einen direkten Ansprechpartner“, sagt sie. „Durch die enge Zusammenarbeit und den intensiven Austausch wollen wir unsere Spieler mit individuellen Plänen bestmöglich fördern und bei Verletzungen schneller wieder richtig und vertretbar fit bekommen.“ Dafür absolviert sie selbst gerade nicht nur die Trainer-A-Lizenz, sondern im nächsten Jahr auch die Athletiktrainer-Ausbildung der Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbundes. „Die einzige Athletiktrainer-Ausbildung, die vom DOSB anerkannt wird“, so Oexle. Über die Neuaufstellung des kompletten Gesundheitsbereiches bei der HSG zeigt sich Sportchef Andre Melchert sehr zufrieden: „Wir haben so eine noch bessere Betreuung, Kontrolle, Koordination und einen regen Austausch aller Stellen. Dadurch können auch die Trainer besser planen.“

Foto: Athletiktrainer Michael Kaiser (Mitte) umrahmt von Fabian Maier-Hasselmann, Tom und Maximilian Wolf, Tim Jud sowie Samuel Wendel (von links)

 

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