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Der Bergische HC hat am Donnerstag im Rahmen der offiziellen Saisonpressekonferenz 2017/2018 die Eckdaten für die Spielzeit in der 2. Handball-Bundesliga bekannt gegeben und die sportliche Ausgangslage zum bevorstehenden Pflichtspielauftakt im DHB-Pokal skizziert.

Mit einem Saisonetat von 2,4 Millionen gehen die Bergischen in die Saison und erreichen damit einen Budgetansatz von 84 Prozent des vergangenen Jahres in der DKB Handball-Bundesliga. BHC-Beirat Jörg Föste begründete dies vor allem mit denen im Unterhaus deutlich geringeren Werbe- und Fernseheinnahmen aus der zentralen Vermarktung der Liga, denn der Stamm der BHC-Partner ist auch nach dem sportlichen Abstieg an Bord geblieben. Im Vergleich zu 2012/2013 liegt der „konservativ kalkulierte Ansatz von 2,4 Millionen Euro immerhin rund 30 Prozent höher als zur damaligen Zweitligasaison, auch wenn die Zahlen in den Verträgen mit unseren Partnern eine Liga tiefer entsprechend geringer sind“, erklärt Föste.

 Und auch in Sachen Zuschauerschnitt wählten die BHC-Verantwortlichen für die am 26. August 2017 um 19 Uhr mit dem Heimspiel gegen den HC Elbflorenz 2006 in der Wuppertaler Unihalle beginnende Saison einen eher konservativen Kalkulationsansatz, der für die 19 Liga-Heimspiele gut 20 Prozent niedriger liegt als der letztendliche Zuschauerschnitt von rund 2.800 Zuschauern aus der Spielzeit 2016/2017 in der stärksten Liga der Welt. Dennoch, „der laufende Dauerkartenverkauf liegt aktuell mit 1.100 Tickets – inklusive der Business-Plätze - auf einem ähnlichen Niveau wie zum vergleichbaren Zeitpunkt vor der vergangenen Saison“, zeigt BHC-Geschäftsführer Philipp Tychy eine äußerst positive Resonanz aus dem Umfeld des Clubs auf, die sich auch in den Gesprächen mit den wirtschaftlichen Partnern zeigt. „Stellvertretend seien hier die Premium Partner codecentric und Forst in Solingen, sowie die Gebrüder Becker aus Wuppertal genannt, die ihr Engagement zur neuen Spielzeit deutlich ausgeweitet haben.“

Und sportlich? „Aktuell ist eine sehr große Vorfreude da. Die letzten Wochen waren sehr intensiv für alle – in erster Linie aber Spieler und Trainer aufgrund der vielen Trainingseinheiten, der großen Verantwortung und Aufgabe, so viele neue Spieler zu integrieren. Hier hat die Mannschaft auch viel für unternommen, ist sehr homogen aufgetreten und Vieles, was wir uns erhofft haben ist eingetreten“, zeigt sich Sportdirektor Viktor Szilagyi mit dem Status Quo zufrieden, den es nun erstmals unter Pflichtspielbedingungen zu bestätigen gilt. „Ganz klar - wir wollen am kommenden Wochenende zwei Siege landen. Erst einmal am Samstag gegen Leutershausen, wo wir auch sehr gerne die Favoritenrolle annehmen und unsere Form, die wir im Rahmen der guten Vorbereitungsergebnisse gezeigt haben, auch im ersten Pflichtspiel bestätigen wollen. Dann werden wir sehen, aber ich gehe davon aus, dass wir uns dann am Sonntag mit dem TV Hüttenberg als Gegner auseinandersetzen müssen, was eine ordentliche Standortbestimmung gegen einen Bundesligaaufsteiger in einem Pflichtspiel sein wird.“

Auch BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze sieht seine Mannschaft bestens gerüstet: „Ich ziehe eine sehr, sehr positive Bilanz – wir stehen da, wo wir stehen wollten und sind verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen, was bei sieben Neuzugängen eminent wichtig war, dass uns alle Spieler zur Verfügung stehen. Die Integration der Neuen haben wir sehr gut hinbekommen – die Jungs die bereits hier waren und die neuen Spieler waren sehr offen, es wurde viel kommuniziert und wir hatten ein optimales Trainingslager. Bei den Sachen, die wir uns spielerisch und taktisch erarbeiten wollten, sind wir ebenfalls auf einem sehr guten Weg und unsere Aufgabe besteht nun darin, es in die Pflichtspielphase zu übertragen“, die am Samstag um 16 Uhr in der Pforzheimer Bertha Benz Halle mit der Erstrundenpartie im DHB-Pokal gegen den Drittligisten SG Leutershausen beginnt. „Wir müssen gleich umsetzen, was wir uns erarbeitet haben und mit dem nötigen Selbstbewusstsein agieren, wenn wir ab sofort wieder den Ergebnisdruck haben“, skizziert Hinze die Ausgangslage. „Das wissen alle, denn es ist ja keine neue Situation für einen Spieler, auch wenn es jetzt kribbelt und man eine gewisse Anspannung hat vor der DHB-Pokalaufgabe. Das ist genau die Einstellung die wir brauchen, um alles umsetzen zu können.“ Auf den Punkt gebracht: „Eine stabile Defensive – aus der Kompaktheit wollen wir Tempospiel zeigen. Hinzu kommt ein diszipliniertes Angriffsspiel, um den Druck vom Gegner nie zu groß werden zu lassen. Daher gilt es mit einer großen Verantwortung für den Ball nur wenige Fehler zu machen und so eine gute Performance liefern zu können.“