Gummersbach auswärts in Coburg

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

1.Bundesliga
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So groß der Jubel bei Spielern, Offiziellen und Fans des VfL Gummersbach nach dem schwer erkämpften 28:26-Sieg gegen den TSV GWD Minden auch war, so haben die Worte von Interimstrainer Sead Hasanefendic nach dem Erfolg gegen den TSV Hannover-Burgdorf („Noch haben wir nichts gewonnen, wir müssen jetzt nachlegen“) doch immer noch Gültigkeit.

Und im Gegensatz zum letzten Mal wollen Christoph Schindler (s. Foto) und seine Kameraden endlich wieder auswärts punkten, denn mit einem Auswärtssieg beim Tabellenschlusslicht HSC 2000 Coburg könnte ein weiterer großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden.

Es ist bereits das fünfte Auswärtsspiel für den neuen VfL-Trainer, und immer noch wartet er auf den ersten Erfolg. „Gegen Rhein-Neckar und Magdeburg hatten wir keine Chance, aber in Leipzig und Stuttgart war etwas möglich“, erklärt Hasanefendic, der von seinen Jungs noch mehr Konzentration und Konstanz in der Fremde fordert: „Wir müssen auch auswärts punkten, und wir spielen in der stärksten Liga der Welt. Da muss man auch beim Tabellenletzten hellwach sein und alles geben.“ Darüber hinaus habe die couragierte Leistung des letzten Gegners GWD Minden gezeigt, dass kein Team in der Bundesliga auch nur einen Ball verschenkt, egal wie die Platzierung ist. „Die Spieler wollen sich immer zeigen und beweisen, auch wenn es für sie in der Tabelle um nichts mehr geht“, weiß der erfahrene Trainer, der in Coburg wieder auf Linksaußen Kevin Schmidt zurückgreifen kann, während das Spiel für Nationalspieler Julius Kühn noch deutlich zu früh kommt.

Obwohl der vorjährige Aufsteiger aus Franken nach der 23:30-Niederlage bei der „Mannschaft der Stunde“, SC Magdeburg mit nunmehr 9:49 Punkten den direkten Abstieg kaum noch verhindern kann, steht unser VfL in der 3.530 Zuschauer fassenden HUK Coburg arena keineswegs vor einer leichten Pflichtaufgabe. Die Schützlinge von Trainer Jan Gorr haben zwar bisher erst vier Saisonsiege in der „stärksten Liga der Welt“ eingefahren, aber sie waren in fast allen Partien über weite Strecken ein Gegner auf Augenhöhe und ernteten ob ihrer couragierten Auftritte auch nach Niederlagen auch von gegnerischen Trainern viel Lob. Außerdem kämpften die Coburger fast die gesamte Saison mit großem Verletzungspech, denn Jan Gorr hatte praktisch nie seine Wunsch-Sieben auf dem Spielfeld. So feierte zum Beispiel der Ex-Hamburger Rückraumlinke Tom Wetzel, der erst zu Saisonbeginn vom TuS N/Lübbecke in die traditionsreiche „Veste“-Stadt wechselte, erst vor wenigen Wochen sein Debüt im HSC-Trikot. Aber im Saisonendspurt haben die Coburger nun alle Mann an Bord, was die Schwere der Aufgabe des VfL deutlich machen dürfte.

Und Jan Gorr kündigte schon vor Wochen in dem Fachmagazin „Handballwoche“ an, dass seine Mannschaft, auch wenn sie am Ende wieder den Weg in die Zweitklassigkeit antreten müsse, bis zum letzten Spieltag „Zünglein an der Waage“ sein und aus „jeder Partie so viel wie möglich mitnehmen“ wolle. Dass die Franken ein ernstzunehmender Gegner für den VfL sein werden, haben sie übrigens schon im Hinspiel bewiesen. Trotz der 27:31-Niederlage in der SCHWALBE arena waren sie über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner. Und auch am vergangenen Sonntag hatte der SC Magdeburg mehr zu kämpfen, als viele erwartet hatten. Vor allem in der Anfangsphase scheiterten die SCM-Werfer immer wieder an Oliver Krechel, der zusammen mit Jan Kulhanek das HSC-Torhütergespann bildet. Und der pfeilschnelle Rechtsaußen Florian Billek, der mit nunmehr 129 Toren auch die vereinsinterne Torschützenliste der Coburger vor Rückraumspieler Nico Büdel (122) anführt, bewies mit sieben Treffern auch in diesem Spiel seine Torgefährlichkeit.

Neben Tom Wetzel, der zusammen mit dem wurfgewaltigen österreichischen Nationalspieler Romas Kirvelliavicius nun auf der halblinken „Königsposition“ für den HSC 2000 auf Torejagd geht, und Nico Büdel hat Trainer Gorr mit Stefan Lex, Girts Lilienfelds und dem Ex-Wetzlarer Spielmacher Adnan Harmandic weitere Rückraumspieler zur Verfügung, die der VfL-Abwehr große Schwierigkeiten bereiten können.
Und der Antipode zu Rechtsaußen Florian Billek ist Steffen Coßbau auf Linksaußen, der sich in Magdeburg durch fünf verwandelte Strafwürfe als sicherer Siebenmeterschütze erwies. Am Kreis hat Jan Gorr die Auswahl zwischen dem Ex-Wetzlarer Sebastian Weber und Dominic Kelm.

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