BHC bietet dem Meister die Stirn

(Foto: Foto-Lächler)

Bundesliga-Archiv
Tools
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Die Bergischen Löwen haben in ihrem Auswärtsspiel des 29. Spieltages in der DKB Handball-Bundesliga dem amtierenden Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen bei der 31:28 (18:15)-Auswärtsniederlage einen großen Kampf geliefert und die Begegnung bis zum Ende offen gehalten.

Ohne zwei Außen traten die Bergischen zum Duell der Löwen an – während Maximilian Bettin (s. Foto) nach überstandener Erkältung auflaufen konnte, mussten Arnor Gunnarsson und Jan Artmann aufgrund von grippalen Infekten passen.

Experten hatten vor dem Anpfiff eine einseitige Partie vorausgesagt, in der es für den BHC lediglich um Schadensbegrenzung gehen würde. Doch es kam ganz anders. Bestens eingestellt bot der Außenseiter dem Favoriten Paroli – und das über die gesamte Distanz. Dabei ließ sich das Hinze-Team auch von zwischenzeitlichen Rückständen nicht irritieren. Nach dem 4:4 (6.) lagen die Bergischen zwar mit 4:7 (10.) hinten, doch Moritz Preuss besorgte das 7:7 (14.). Tomas Babak brachte sein Team auf 9:10 heran (17.), und auch das 9:14 (23.) brachte den Matchplan der BHC nicht durcheinander. Zumal aus einer geschlossenen Mannschaft nicht nur Babak und Torwart Björgvin Pall Gustavsson herausragten, sondern sich auch der in der 25. Minute eingewechselte Iraner Pouya Norouzinejad mit drei Toren hervorragend einfügte. So stand es zur Pause gerade einmal 15:18 - es war sogar mehr drin.

Die heimischen Fans erwarteten zwar eine stürmische zweite Halbzeit der Rhein-Neckar Löwen, doch die Bergischen hielten weiter bestens mit: Uros Vilovski traf zum 21:21 (40.), Christian Hoße zum 25:25 (49.). Moritz Preuss verkürzte auf 26:27 (52.). Das dezimierte Hinze-Team ließ nach hartem Kampf nun Chancen liegen, Nationalspieler Groetzki traf in Überzahl zum 28:26 (55.), Bogdan Cricitoiu und Fabian Gutbrod scheiterten. Der Titelfavorit verwandelte einen Siebenmeter, brachte am Ende den schwer erkämpften Sieg über die Zeit und atmete hörbar auf.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel

Sebastian Hinze: „Ich denke es war ein verdienter Sieg. Wir hatten zu Beginn große Probleme in der Rückzugsphase. Zum Glück haben wir es da im Angriff gut gemacht und es geschafft, gute Phasen für uns zu erzeugen. In der Pause haben wir über den Rückzug gesprochen und haben gemerkt, dass die Löwen nicht so gut drauf sind. Bei der Unterzahl am Schluss spielen wir es gut, haben dann aber leider den Fehlwurf. Es sind insgesamt vier, fünf Aktionen, aus denen wir lernen müssen, wenn wir so ein Spiel ganz knapp halten wollen. Die Löwen waren da abgezockt.“

Nikolaj Jacobsen: „Ich bin nicht überglücklich heute. Wir haben teilweise sehr unkonzentriert agiert. In den Phasen, wo wir das Gefühl haben, das Spiel unter Kontrolle zu kommen, sind wir nicht in die Eins-gegen-Eins-Situationen gekommen und dann auch nicht zurückgelaufen. Wenn man das isoliert sieht, bin ich mit den letzten acht Minuten in der Abwehr zufrieden. Aber das ist viel zu spät. Kompliment an den BHC, die haben sehr gut gespielt und einen überragenden Torhüter gehabt. Das war auch ein Grund, dass wir keine Kontrolle haben. Der BHC hat auch lange und konzentriert angegriffen, das hat uns das Leben schwer gemacht.“

Jörg Föste: „Wir haben hier einen beherzten Auftritt hingelegt und uns nie aufgegeben. Im Gegenteil, wir waren bis zum Schluss ganz dicht dran, auf Unentschieden zu stellen. Um das zu schaffen, muss aber alles passen, das hat es nicht ganz. Vor allem bei der Schussauswahl im rechten Rückraum.“

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Bauer - Baena (1/1), Guardiola (2), Pekeler (3), Groetzki (2), Sigurdsson (5), Bolius, Reinkind, Petersson (7), Larsen (2), Schmid (5), du Rietz (4). Trainer: Nikolaj Jacobsen

Bergischer HC: Gustavsson, Rudeck – Hoße (4/3), A. Hermann (4), Gutbrod, Bettin, Babak (5), Norouzinejad (3), Preuss (4), Vilovski (2), Nippes (1), Criciotoiu (2), N. Artmann (3). Trainer: Sebastian Hinze

Schiedsrichter: Lars Geipel und Marcus Helbig
Siebenmeter: 1/3 – 3/3
Zeitstrafen: A. Hermann
Spielverlauf: 4:3 (5.), 7:4 (10.), 9:8 (15.), 12:9 (20.), 15:11 (25.), 18:15 (30.), 20:19 (35.), 21:21 (40.), 25:23 (45.), 26:25 (50.), 28:26 (55.), 31:28 (60.)

Ergebnisdienst Bundesliga

22.11.2017 19:30
2.Handball-Bundesliga, 14.Spieltag
  
Eintracht Hildesheim - HSC 2000 Coburg 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 20.11.2017 02:53:54
Legende: ungespielt laufend gespielt