Interview mit Paul Drux von den Füchsen

(Foto: Foto-Lächler)

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Nur wenige 22-Jährige können von sich behaupten, in so jungen Jahren schon den DHB-Pokal, EHF-Cup und Weltpokal gewonnen zu haben. Paul Drux (s. Foto) schon - der Berliner Halblinke darf sich sogar Europameister nennen.

Am 20./21. Mai kämpft er mit den Füchsen Berlin beim EHF-Cup Final Four in Göppingen um die nächste Trophäe. Im Interview spricht er über die Berliner Erfolgsaussichten, die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Füchse und welcher Trainer seine Karriere schon früh in Schwung brachte.

Paul, die Füchse Berlin vertreten beim EHF-Cup Final Four in Göppingen zusammen mit dem SC Magdeburg und Gastgeber FRISCH AUF! die DKB Handball-Bundesliga. Warum holt ihr den Titel in die Hauptstadt?

Paul Drux: Wir haben bisher eine sehr gute Saison ohne große Leistungsschwankungen gespielt. Unsere große Stärke dieses Jahr ist die Konstanz, mit der wir unsere Leistung abrufen. Dazu sind wir gerade sehr gut in Form und haben einen tollen Teamgeist. Das wollen wir auch am Wochenende in Göppingen unter Beweis stellen.

Euren Halbfinalgegner St. Raphael kennt ihr schon aus der Vorrunde. Das Hinspiel habt ihr 33:31 gewonnen, im Rückspiel aber 21:27 verloren. Was erwartest du für das Halbfinale?

Paul Drux: Ich denke, es wird ähnlich eng wie im Hinspiel und ein richtig harter Fight. Wir haben zu Hause sehr gut gespielt und so müssen wir auch beim Final Four auftreten. Wir müssen aber voll konzentriert sein. Französische Mannschaften sind traditionell sehr athletisch und auch St. Raphael hat viel Power. Unser Vorteil ist aber, dass wir viele Nationalspieler haben, die solche Spiele gewohnt sind und mit dem Druck umgehen können. Diese Erfahrung wollen wir ausspielen.

Um den EHF-Pokal mit nach Hause nehmen zu können, müsstet ihr in einem möglichen Finale auf jeden Fall noch an einer Mannschaft aus der DKB Handball-Bundesliga vorbei. Im zweiten Halbfinale stehen sich FRISCH AUF! Göppingen und der SC Magdeburg gegenüber. Warum dominieren deutsche Teams im EHF-Cup?

Paul Drux: Wie man auch in den letzten Wochen gesehen hat, kann in der DKB Handball-Bundesliga jeder jeden schlagen. Mittelfeld und Tabellenspitze liegen nicht weit auseinander. Man kann sich nie ausruhen und muss immer Vollgas geben. Jede Mannschaft, die sich für den internationalen Wettbewerb qualifiziert, spielt auch um den Titel mit. Da muss man sich nur die Siegerliste der vergangenen Jahre anschauen.

Die Füchse Berlin haben 2014 den DHB-Pokal gewonnen, 2015 sowie 2016 den EHF-Cup und sind 2016 Weltpokalsieger geworden. Was ist euer Erfolgsgeheimnis, dass ihr nun im vierten Jahr in Folge einen Titel gewinnen könnt?

Paul Drux: Wir haben einfach immer weiter an uns gearbeitet. Der DHB-Pokal 2014 war noch eine kleine Überraschung, aber wir haben unsere Leistungen immer mehr stabilisiert und uns sukzessive verbessert.

Zum Erfolg trägt sicher auch die gute Nachwuchsförderung der Füchse Berlin bei. Das Nachwuchsleitungszentrum der Hauptstädter wurde auch in diesem Jahr mit dem Jugendzertifikat mit Stern ausgezeichnet. Du selbst bist mit 16 nach Berlin gewechselt.

Paul Drux: Die Jugendarbeit der Füchse ist sehr gut und ich war davon überzeugt, hier die besten Voraussetzungen für meine weitere Entwicklung zu finden. Man wird schon früh an die hohe Belastung gewöhnt und lernt, in Drucksituationen Verantwortung zu übernehmen.

Bei den Füchsen gelingt auffällig vielen Spielern aus dem Nachwuchsleitungszentrum der Sprung in die 1. und 2. Bundesliga. Wie erklärst du dir das?

Paul Drux: Wir hatten schon in der Jugend einen guten Draht zu den Profis. Da gab es keine große Distanz, wie vielleicht in anderen Vereinen. Wir haben oft direkt nacheinander, oder auch mal zusammen trainiert. Das hilft ungemein, die Hemmschwelle ist dann viel geringer, wenn man selber zu den Profis kommt.

Bei dir ging alles ganz schnell, du hast schon in jungen Jahren den Sprung in die DKB Handball-Bundesliga und zur Nationalmannschaft geschafft. Alltäglich ist das aber nicht. Was braucht man, um den Übergang aus der Jugend in den Herrenbereich zu schaffen?

Paul Drux: Wichtige Eigenschaften sind bestimmt Talent, Wille und Durchsetzungskraft. Auch wenn es mal nicht so gut läuft, darf man nicht aufgeben. Es gehört aber sicher auch ein bisschen Glück dazu, dass man einen Trainer hat, der auf einen setzt. Bei mir war das Dagur Sigurdsson. Er hat mir früh die Chance gegeben zu spielen, auch wenn ich zu Beginn vielleicht noch den einen oder anderen Fehler mehr gemacht habe, als ein erfahrener Spieler.

Du gehörst zwar immer noch zu den jüngeren Spielern im Team, kannst aber schon einige Titel und viel internationale Erfahrung vorweisen. Welche Ziele hast du noch mit den Füchsen?

Paul Drux: Wir haben den EHF-Pokal zwar schon mal gewonnen, es wäre aber schön, den Pott noch einmal zu holen. Und natürlich würde ich gerne um die Deutsche Meisterschaft mitspielen. Das wird zwar ein hartes Stück Arbeit, aber warum sollten wir nicht auch das schaffen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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