20 Minuten krönen Magdeburgs Kraftakt

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"Ich hoffe, dass sich meine Mannschaft heute mal wieder für ihre Trainingsarbeit belohnen kann", hatte Bennet Wiegert dem Heimspiel des SC Magdeburg gegen den TVB 1898 Stuttgart vorausgeschickt.

Für die Sachsen-Anhalter war es das fünfte Spiel in zwei Wochen, da die GETEC Arena im Dezember für die WM gebraucht wird. Vor 5.286 Zuschauern tat sich der SCM dann zunächst schwer und gab bis zur Halbzeit-Sirene eine 10:6-Führung (21.) beinahe aus der Hand. Am Ende setzte sich Magdeburg jedoch über die individuelle Klasse souverän durch, nach dem 19:18 (38.) gab es einen klaren 34:26 (13:12)-Erfolg, einige Male ging der Ball ins leere TVB-Tor.
Der SC Magdeburg brauchte zehn Minuten, um die Deckung zu orientieren. Zunächst war Stuttgarts Stefan Salger frei zum Wurf gekommen, danach war der Abwehrverband besser gestaffelt. Der Rückhandwurf von Manuel Späth zum 1:2 (4.) war allerdings unhaltbar. Insgesamt verlief die frühe Phase ausgeglichen, da beide Teams, Magdeburg vor allem über die erste und zweite Welle, leichte Einwurfchancen hatte. Der SCM konnte nach zwei Paraden von Jannick Green das Tempo anziehen, Johannes Bitter parierte jedoch an alter Wirkungsstätte einen Siebenmeter von Weber. Auch gegen Pettersson blieb Stuttgarts Torhüter Sieger. Späth netzte kurz darauf im Nachsetzen zum 2:4 (8.).

Die rechte Achse des TVB hinterließ in der frühen Phase, wie schon gegen Melsungen, einen guten Eindruck, ebenso die Abwehr mit Späth und Röthlisberger im Mittelblock, die sich nach den beiden Bitter-Impulsen steigerte. Der TVB machte aber im Angriff nichts daraus, zerschellte immer wieder an der allmählich sehr stabilen SCM-Abwehr. So konnten die Hausherren wieder ihr schnelles Spiel aufziehen. Beim 5:5 (15.) glich Weber von der Markierung aus. Stuttgart machte zu wenig aus seinen Wurfchancen, so scheiterte etwa Späth beim folgenden Nachwurf an Green. Seine Vorderleute nutzten den Doppelreflex beim 6:5 zur ersten SCM-Führung nach 17 Spielminuten.

Green wuchs über sich hinaus. Nach einer Kempa-Parade warf er direkt zum 8:5 ins verwaiste Stuttgarter Tor. Markus Baur hatte seit einigen Minuten zu siebt angreifen lassen. Nun folgte die Auszeit, um den Magdeburger 5:0-Lauf zu unterbrechen. Schweikardt beendete anschließend zwar die Torflaute, doch der TVB tat sich schwer, während der SCM aus der Bewegung zu Treffern kam. Beim 10:6 (21.) stand erstmals ein Vier-Tore-Vorsprung. Die Sachsen-Anhalter schienen das Spiel vollends zu diktieren.

In dieser komfortablen Situation wurden die Zuspiele ungenauer, der Vorsprung geriet ins Wanken. Einmal schaltete Späth sofort und servierte für Schagens 12:10-Gegenstoß (26.). Schimmelbauer konterte zum 13:12 (28.). Auch im letzten Angriff unterlief dem SCM ein Ballverlust, Späth ließ jedoch das 13:13 an Green liegen. Den Hausherren verblieb noch Zeit, um das Spielfeld mit einer Zwei-Tore-Führung zu verlassen, aber Bitter konnte sich auszeichnen. So mussten sich am Ende der ersten Halbzeit beide Teams bei ihren Torleuten bedanken. "Wir sind im Angriff zu überhastet, das kann uns noch nicht zufriedenstellen", äußerte SCM-Geschäftsführer Schmedt aus Heimsicht deutliche Kritik.

Bennet Wiegert hatte in der ersten Halbzeit unter anderem auf Daniel Pettersson gesetzt, der vier Tore erzielt hatte und versuchte, die Belastung im fünften Spiel binnen zwei Wochen möglichst zu verteilen. Das bedeutete auch, dass Weber nur Siebenmeter warf und kurz nach dem Wechsel erneut an Bitter scheiterte. Stuttgart kam gut ins Spiel, Schweikardt setzte sich beim 14:16 (34.) in Überzahl kraftvoll durch. Mertens glich beim 16:16 (35.) aber schon wieder aus und O´Sullivan setzte über die zweite Welle das 17:16 (36.). Das Spieltempo war nun immens. Stuttgart profitierte von der Achse Schweikardt-Späth, beim SCM gestalteten O´Sullivan, Chrapkowski und Mertens das Spiel.

Stuttgart hielt wacker mit. Magdeburg durfte sich keinen Moment zurücklehnen, tat den Schwaben diesen Gefallen aber auch nicht mehr. Die Wiegert-Sieben nutzte vielmehr eine Überzahl zum 22:18 (42.). Stuttgart unterliefen einige technische Fehler. Damgaard erhöhte beim 23:18 erstmals auf fünf Tore. Baur ließ einmal mehr zu siebt angreifen, der TVB kam aber nur noch selten zum Abschluss, wie Späth beim 25:20 (49.). Magdeburg steuerte auf den erwarteten und emotional wichtigen Heimsieg zu. Immer weiter wuchs der Vorsprung. Chrapkowski stellte nach 53 Minuten auf 28:21. Schwache TVB-Würfe waren leichte Beute für Green, der sich bis zum 34:26-Endstand nochmals gut einbrachte.

Foto: Ein starker Rückhalt J.Green mit 18 Paraden

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