Interview mit Leipzigs Yves Kunkel

(Foto: DKB-HBL)

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Nach der Verletzung von Lukas Binder agiert Yves Kunkel (s. Foto) als Alleinunterhalter auf Linksaußen beim SC DHfK Leipzig. Eine Rolle, die dem Neuzugang von der HBW Balingen-Weilstetten zu liegen scheint.

Beim Sensationscoup gegen die SG Flensburg-Handewitt war Kunkel direkt Topscorer seines Teams. Im Interview berichtet er vom "Leipziger Spirit", seinem Wechsel in eine Großstadt und wirft einen Blick auf die Liga.

Yves, in der vergangenen Saison bist du mit der HBW Balingen-Weilstetten abgestiegen. Diese Saison habt ihr gerade mit dem SC DHfK die SG Flensburg-Handewitt geschlagen und liegt nach vier Spieltagen auf Rang drei! Musst du dich da manchmal selber kneifen?

Yves Kunkel: Nach dem Spiel gegen Flensburg musste ich tatsächlich erst einmal eine Nacht drüber schlafen, um zu realisieren, was wir da als Team geschafft haben. Und die Leipziger Ziele sind natürlich etwas anders gesteckt, als ich das aus Balingen kannte. Die Erwartungshaltung ist eine andere. Bisher sieht es aber ganz gut aus, dass wir unsere Ziele auch erreichen.

Immerhin habt ihr zum Saisonstart drei von vier Spielen gewonnen und gerade zum ersten Mal Flensburg geschlagen.

Yves Kunkel: Die Stimmung ist dadurch natürlich sehr gut. Bis auf das Spiel gegen Lemgo haben wir unseren Matchplan immer durchgezogen. So kann es gerne weitergehen (lacht).

Du sprichst die Niederlage gegen Lemgo an, als es nicht so wirklich lief. Im nächsten Spiel habt ihr dann aber die SG geschlagen. War das Lemgo-Spiel also nur ein Ausrutscher, oder seid ihr eine kleine Wundertüte?

Yves Kunkel: Wundertüte denke ich nicht und man muss dazu sagen, dass Lemgo zu Hause sehr gut gespielt hat. Wir haben aber auch zu viele Fehler gemacht. Dann wird es bei jeder Mannschaft auswärts schwer, zu gewinnen. Lemgo hat unsere Schwächephase gut ausgenutzt.

Kurz vor Schluss hat sich mit Lukas Binder dein Mitspieler auf Linksaußen verletzt und fällt länger aus. Spürst du dadurch eine gestiegene Verantwortung?

Yves Kunkel: Die bittere Verletzung von Lukas verändert natürlich viel. Ich weiß schon vor dem Anpfiff, dass ich anfangen werde. Da muss man sich ganz anders vorbereiten und warm machen, als wenn man zum Beispiel erst zur zweiten Hälfte reinkommt. Es gibt mir aber auch Sicherheit und Selbstvertrauen. Ich gehe dadurch entspannter ins Spiel.

Das hat gegen Flensburg ja schon hervorragen funktioniert, du warst direkt Topscorer deiner Mannschaft.

Yves Kunkel: Das stimmt, das war bisher mit Sicherheit mein bestes Spiel. Das war aber auch ein Tag, an dem alles zusammen gepasst hat. Die Halle und die Zuschauer sind unglaublich mitgegangen, sind nach einem Tor stehen geblieben und haben uns getragen.

Sportlich läuft es also schon sehr gut. Und wie hast du dich in Leipzig eingelebt?

Yves Kunkel: Sehr gut! Ich bin mit meiner Freundin zusammen gezogen, die den Schritt mit hierher gemacht hat. Leipzig ist eine Großstadt und damit natürlich etwas komplett anderes als zum Beispiel Balingen oder Minden. Wir fühlen uns hier aber komplett wohl. Wir wohnen zwar etwas außerhalb, zur Arena sind es aber trotzdem nur etwa zehn Minuten.

Was zeichnet den SC DHfK Leipzig als Verein aus?

Yves Kunkel: Hier im Umfeld spricht man dabei gerne vom Leipziger Spirit. Gemeint ist damit die unglaubliche Kampfbereitschaft und hundertprozentige Hingabe, nicht nur im Spiel, sondern auch im Training. Hier wird auch im Training jedem Ball mit vollem Einsatz hinterher gegangen. Das kannte ich so noch nicht.

Der aktuelle Tabellenführer, die TSV Hannover-Burgdorf, hat erst Flensburg und dann Kiel geschlagen. Morgen geht es auch für euch zum THW. Macht ihr es den RECKEN nach?

Yves Kunkel: Das ist natürlich ein schöner Vergleich, mit dem ich sehr gut leben könnte (lacht). Kiel hat aber bereits zwei Spiele verloren und will das sicher wieder gutmachen. Das wird ein ganz schweres Spiel, wir wollen aber voll dagegenhalten und am Ende sehen wir, was rausspringt.

Was kann man in dieser Saison sonst noch von euch erwarten?

Yves Kunkel: Das ist in dieser Phase der Saison wirklich sehr schwer zu sagen. Man sieht ja an den anderen Ergebnissen, dass gerade jeder jeden schlägt. Im Moment ist die ganze Liga eine Wundertüte. Daher ist es schwierig zu sagen, wo der Weg hingeht. Das Ziel ist aber erst einmal ein einstelliger Tabellenplatz. Und je nach Saisonverlauf, kann man Ziele ja noch anpassen.

Viele Dank für das Gespräch!

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