Carsten Lichtlein im Interview

(Foto: DKB-HBL)

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Erst einen historischen Meilenstein erreicht und dann die eigene Mannschaft zum so wichtigen Sieg geführt. Für Carsten Lichtlein (s. Foto) hätte die Partie gegen den TVB Stuttgart sicher schlechter laufen können.

Immerhin hat er nun Jan Holpert in der ewigen Bestenliste der gehaltenen Siebenmeter eingeholt und gleichzeitig mit dem VfL Gummersbach den zweiten Saisonsieg eingefahren. Im Interview erzählt der Europameister von 2016, worauf es als Torwart bei einem Siebenmeter ankommt und welche Ziele er noch hat.

Carsten, du hast einen historischen Meilenstein erreicht und nun mit 476 gehaltenen Siebenmetern Rekordhalter Jan Holpert eingeholt. Hattest du diese Marke in dem Moment im Kopf?

Carsten Lichtlein: Ich wurde im Vorfeld mehrmals von Sky darauf angesprochen, sonst hätte ich das gar nicht gewusst. In der Spielvorbereitung spielt das überhaupt keine Rolle und in der Situation selbst habe ich mich zwar gefreut, dass der Ball nicht reingegangen ist, aber an den Rekord habe ich nicht gedacht.

Wie erklärst du dir diese beeindruckende Zahl?

Carsten Lichtlein: Das könnte durchaus auch an meinen Jahren in Großwallstadt liegen. Wir haben in dieser Zeit mit einer sehr offensiven Abwehr gespielt, was auch viele Siebenmeter gegen uns zur Folge hatte. Da hatte ich viele Möglichkeiten, mich zu beweisen (lacht). Ich glaube aber nicht, dass man sich konkret auf Siebenmeter spezialisieren kann.

Hast du trotzdem ein Erfolgsgeheimnis? Was hilft dir, wenn der Schütze an der Linie steht?

Carsten Lichtlein: Eine große Reichweite ist natürlich von Vorteil, entscheidend ist aber auch das Stellungsspiel. Ich komme zum Beispiel immer sehr weit heraus, bis auf drei, vier Meter. Im Vorfeld studiert man die jeweiligen Schützen, welche ist ihre Lieblingsecke, welche Bewegungen machen sie. Am Ende gehört aber immer auch etwas Glück dazu.

Wenn du zurück denkst, wer war oder ist der raffinierteste Schütze?

Carsten Lichtlein: Anders Eggert war immer besonders raffiniert. Der hat so viele Varianten drauf und ein super Handgelenk, da musste man schon richtig Glück haben, um mal einen zu halten (lacht).

Und welche Rekorde willst du sonst noch brechen in deiner Karriere? Welche Ziele hast du noch?

Carsten Lichtlein: (lacht) Rekorde kann man nicht planen oder sich vornehmen. Das war bei diesem genauso. Da spielen zu viele Faktoren eine Rolle. Ich versuche so lange wie möglich zu spielen und verletzungsfrei zu bleiben, aber ich habe keine bestimmte Bestmarke, die ich noch erreichen will.

Du hast gegen Stuttgart nicht nur den Rekord eingestellt, ihr habt auch zwei ganz wichtige Punkte eingefahren.

Carsten Lichtlein: Absolut, das war wichtig für das Selbstvertrauen und für das Team ganz allgemein. Wir wollen so schnell wie möglich da unten raus. Es ist super eng, daher helfen uns die zwei Punkte ungemein.

Warum lief es bei euch bisher noch nicht wirklich rund?

Carsten Lichtlein: Man darf nicht vergessen, dass wir eine neu zusammengewürfelte Mannschaft mit acht neuen Spielern haben. Das muss sich erst einmal alles finden, wie auch zum Beispiel das Zusammenspiel zwischen mir und unserem neuen Mittelblock. Es dauert noch, bis der eine weiß, wo der andere hinläuft. Der Sieg gegen Stuttgart war aber schon ein Schritt in die richtige Richtung. Und daran wollen wir auch im nächsten Spiel gegen den TBV Lemgo anknüpfen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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