SG vorm Spitzenspiel wieder Zweiter

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Die SG Flensburg-Handewitt hat die Hinrunde der DKB Handball-Bundesliga mit einem Sieg abgeschlossen. Sie gewann bei der HSG Wetzlar mit 24:19 (9:11) und schob sich dadurch auf die zweite Stelle der Tabelle. Damit erlebt die SG am kommenden Donnerstag ein absolutes Spitzenspiel

beim deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen. „Wir hatten keine leichte Woche, aber wir hatten 60 Minuten lang eine sehr gute Einstellung in der Abwehr“, meinte Holger Glandorf im Sky-Interview. „Als wir dann im zweiten Durchgang besser geworfen haben, konnten wir uns absetzen.“

Beide Teams benötigten eine gewisse Anlaufzeit. Fast vier Minuten waren gespielt, als Holger Glandorf auf Henrik Toft Hansen am Kreis durchsteckte und dieser zum 0:1 abschloss. Das Duell der Torhüter war hochinteressant, schließlich trafen Gegenwart und Zukunft der SG aufeinander: Mattias Andersson und Benjamin Buric, der im Sommer aus Wetzlar in den hohen Norden wechseln wird. Der Bosnier demonstrierte sein Können und entschärfte mehrere Würfe. So geriet die SG mit 2:5 ins Hintertreffen.

Gefährlich agierte in der Offensive zunächst nur Holger Glandorf (s. Foto) – im Abschluss sowie per Assist. Um ihn etwas zu entlasten, setzte Maik Machulla in der Deckung den „Comebacker“ Jim Gottfridsson als Halbverteidiger ein. Simon Jeppsson kam für Thomas Mogensen und verkürzte auf 7:6. Lasse Svan kassierte eine überflüssige Zeitstrafe. Glück im Unglück: In Unterzahl fiel kein weiterer Gegentreffer. Gerade zurück verkürzte der dänische Rechtsaußen auf 8:7. Ein Fehlpass von Simon Jeppsson leitete das 11:8 ein. Es sah nicht gut aus. Immerhin konnte Mattias Andersson einige Akzente setzen und hielt seine Mannschaft bis zur Pause auf Tuchfühlung.

Nach dem Seitenwechsel mischte Jim Gottfridsson auch vorne mit, musste allerdings für einige Angriffe pausieren, nachdem er einen Schlag an den Kopf abbekommen hatte. Hampus Wanne brachte die SG mit einem Doppelschlag heran, der frisch eingewechselte Kentin Mahé glich zum 13:13 aus. Die Rittal-Arena erlebte nun ein Torhüter-Festival, erkannte aber zugleich, dass die HSG Wetzlar ihre Linie verloren hatte. Rasmus Lauge netzte einen Siebenmeter zur ersten SG Führung seit der Anfangsphase ein. Kentin Mahé erspähte eine Mini-Lücke, drang durch diese und erhöhte auf 13:15. „Wenn man lange draußen auf der Bank sitzt, kann man viel beobachten“, meinte der Franzose später im Sky-Interview. „In den Eins-gegen-Eins-Situationen lief es nun wesentlich besser für uns als noch in den ersten 30 Minuten.“

Die Hessen waren noch nicht geschlagen, hatten es aber mit einer SG zu tun, die sehr stabil in der 6:0-Deckung stand und nun wesentlich konsequenter im Abschluss agierte. Rasmus Lauge, Lasse Svan und Holger Glandorf trafen, dann markierte Kentin Mahé das 17:20. Die zwei Punkte nahmen allmählich klare Konturen an. Als Lasse Svan den Ball vom rechten Flügel durch den Kreis passte, Rasmus Lauge ihn in Kempa-Manier fing und zum 18:23 in die Maschen hämmerte, war die Partie endgültig entschieden. „Das war schade angesichts unserer sehr engagierten ersten Halbzeit“, meinte Benjamin Buric. „Gegen Flensburg ist es aber wirklich hart, denn die SG drückt 60 Minuten lang stetig auf das Tempo.“

HSG Wetzlar – SG Flensburg-Handewitt 19:24 (11:9)

HSG Wetzlar: Buric (14 Paraden), Klimpke (1 Parade, ab 57.) – Hermann, Kneer, Björnsen (1), Pöter, Ferraz (2), Mirkulovski (2), Volentics, Holst (6/3), Forsell Schefvert (2), Kvist, Lindskog, Cavor (3), Kohlbacher (3)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (12 Paraden), Møller (1/1 Parade, bei zwei 7m) – Karlsson, Glandorf (5), Mogensen, Svan (4), Wanne (2), Jeppsson (2), Steinhauser, Zachariassen, Toft Hansen (3), Gottfridsson, Lauge (4/1), Mahé (4)

Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Metzingen);

Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Forsell Schefvert 2, Ferraz 2, Mirkulovski 2 – Karlsson 2, Gottfridsson 2, Glandorf 2, Svan 2);

Siebenmeter: 4/3:1/1 (Holst scheitert an Møller, trifft aber im Nachwurf); Zuschauer: 4421 (ausverkauft)

Spielverlauf: 0:1 (4.), 3:1 (8.), 5:2 (14.), 6:3 (16.), 7:4 (18.), 7:6 (10.), 8:7 (24.), 9:8 (26.), 11:8 (28.) – 12:9 (33.), 12:11 (37.), 13:11 (38.), 13:15 (46.), 15:16 (48.), 16:17 (49.), 17:18 (51.), 17:20 (53.), 18:20 (54.), 18:23 (57.), 19:23 (58.)

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