Souveräner Auftritt im Süden

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

1.Bundesliga
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Die SG Flensburg-Handewitt ist für das Spitzenspiel am kommenden Donnerstag gegen die Füchse Berlin gerüstet. Sie gewann am Sonntagmittag bei den Eulen Ludwigshafen mit 30:24 (15:9) und verteidigte damit ihren dritten Platz in der DKB Handball-Bundesliga. „Ich hatte einen gehörigen Respekt vor dieser unangenehmen Partie“, gestand SG Coach Maik Machulla später.

„Die Mannschaft hat die Aufgabe zum Glück professionell gelöst: Einstellung und Fokus waren von Anfang an richtig.“

Die Anfangsphase hatte kein klares Bild: Zunächst ein offener Schlagabtausch, dann etwas Konfusion auf beiden Seiten. Als die SG dann zu ihrer Struktur fand, zog sie das Spielgeschehen an sich. Holger Glandorf legte gekonnt für Henrik Toft Hansen auf, der zum 2:3 einlochte. Erstmals lag der Gast vorne. Hampus Wanne bewies wieder Torriecher und besorgte sogleich ein Drei-Tore-Polster.

Alles schien rund zu laufen, doch nach dem 3:6 leistete sich die SG eine äußerst maue Chancenverwertung. Einige Beispiele: Rasmus Lauge hatte bei einem Gegenstoß zu viel Zeit und scheiterte an Eulen-Keeper Roko Peribonio. Henrik Toft Hansen rutschte der Ball über den Kasten. Kentin Mahé ließ einen Siebenmeter aus. Die 6:0-Abwehr arbeitete gut. Mattias Andersson parierte in Serie. So erlebte die Friedrich-Ebert-Halle sieben Minuten lang keinen einzigen Torerfolg. „Wir hatten ein paar kleine Auszeiten“, meinte Lasse Svan im Sky-Interview. „Insgesamt waren Konzentration und Fokus aber genau richtig, sodass wir eine sehr gute Leistung zeigen konnten.“

In der Tat: Die SG kontrollierte das Geschehen immer mehr. Hampus Wanne erhöhte auf 4:8. Jim Gottfridsson tauchte auf dem Spielfeld auf, während Thomas Mogensen in den rechten Rückraum rückte, um Holger Glandorf zu entlasten. Die Ludwigshafener operierten mit einer 5:1-Deckung, verkürzten auf 7:9, um dann abreißen zu lassen. Über die Außenpositionen lief viel bei der SG, Hampus Wanne und Lasse Svan konnten immer wieder ihr Können demonstrieren. Zehn der 15 Treffer bis zur Pause ging auf ihr Konto.

Nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn war Lasse Svan erneut zur Stelle und markierte das 9:16. Mattias Andersson kaufte den Eulen den nächsten Wurf ab. Die Gäste waren schnell wieder im Vorwärtsgang. Jim Gottfridsson legte quer in den Kreis, Rasmus Lauge erwischte den Ball und vollendete in Kempa-Manier. Die SG signalisierte, dass sie an diesem Sonntag nichts mehr anbrennen lassen wollte. Einmal meldete sich dennoch der Ludwigshafener Optimismus zurück: Nach einer Vierer-Serie verkürzten die Hausherren auf 17:21. Maik Machulla schickte Holger Glandorf nach längerer Pause zurück auf die Platte. Der Linkshänder brach wenig später durch und bediente im nächsten Angriff mit einem Rückhand-Pass seinen Nebenmann Lasse Svan. Es hieß damit 19:25. Die SG bog endgültig auf die Siegesstraße ein, während sich die Pfälzer über einen Achtungserfolg freuten. „Wir haben in dieser Saison gegen ein Top-Team wie Flensburg zwei Mal mit weniger als zehn Toren verloren“, meinte Eulen-Coach Benjamin Matschke im Sky-Interview. „Meiner Truppe kann ich in puncto Moral und Charakter ein gutes Zeugnis ausstellen.“

Ein kleiner Schock musste noch verdaut werden: Maximilian Haider traf Holger Glandorf bei einer Abwehr-Aktion voll im Gesicht. Der Sünder kassierte den roten Karton. Holger Glandorf konnte nach einer Behandlungspause weiterspielen – mit deutlich gerötetem Gesicht. Trotzdem hagelten auf ihn Pfiffe des Heimpublikums ein. Der Weltmeister von 2007 hatte die richtige Antwort parat: Zunächst schloss er selbst ab, dann bediente er erneut Lasse Svan, der mit seinem zehnten Tor das 21:28 markierte. Holger Glandorf setzte sich kurz darauf wieder auf der Bank. Jetzt fehlen ihm nur noch drei Treffer, um zum erfolgreichsten Feldtorschützen der Bundesliga-Historie zu werden.

Die Eulen Ludwigshafen – SG Flensburg-Handewitt 24:30 (9:15)

Die Eulen Ludwigshafen: Peribonio (8/1 Paraden), Hannemann (3 Paraden) – Hruscak (1), Dietrich, Scholz (1), Feld (1), Haider (2), Falk (1), Durak, Djozic (4/2), Dippe, Bührer (1),Valiullin (7), Schmidt (6)

SG Flensburg-Handewitt: Andersson (15 Paraden), Møller () – Karlsson, Glandorf (4), Mogensen, Svan (10), Wanne (10/4), Zachariassen (2), Toft Hansen (1), Gottfridsson (1), Lauge (2), Mahé

Schiedsrichter: Hartmann/Schneider (Magdeburg/Barleben);

Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Haider 2, Bührer 2, Durak 2 – Zachariassen 2, Lauge 2);

Rote Karte: Haider (52., grobes Foulspiel);

Siebenmeter: 2/2:5/4 (Mahé scheitert an Peribonio);

Zuschauer: 2023

Spielverlauf: 1:0 (1.), 2:1 (2.), 2:5 (9.), 3:6 (10.), 4:6 (17.), 4:8 (18.), 5:9 (19.), 7:9 (21.), 7:12 (25.), 8:14 (28.) – 9:17 (33.), 11:17 (34.), 12:18 (35.), 13:19 (38.), 13:21 (39.), 17:21 (44.), 18:22 (46.), 19:23 (47.), 19:25 (48.), 21:26 (50.), 21:28 (53.), 22:29 (55.), 24:29 (58.)

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