Hitziges Mittelhessenderby endet remis

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Nerven-Krimi pur in der Sporthalle Gießen-Ost! Die HSG Wetzlar hat sich im Mittelhessenderby der DKB Handball-Bundesliga nach hartem Kampf 22:22 (12:11)-Unentschieden vom TV 05/07 Hüttenberg getrennt. Mit 20:17 hatte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider nach 45 Minuten

geführt, sah sich aber kurz vor Schluss einem 21:22-Rückstand gegenüber. Maximilian Holst behielt vom Siebenmeterpunkt die Nerven und sicherte den Grün-Weißen einen Zähler.

„Das war heute ein fantastischer Kampf vom TV Hüttenberg, aber wir waren diesbezüglich voll auf Augenhöhe. Hüttenberg hat toll auf den Punkt gespielt, war immer geduldig und ist immer wieder über den Kreis zum Erfolg gekommen. Insgesamt bin ich aber nicht ganz so unzufrieden, weil wir eine gute 6:0-Deckung gespielt haben. Jetzt müssen wir dieses spezielle Spiel schnell abhaken, denn Donnerstag steht die nächste Partie an“, so HSG-Trainer Wandschneider.

Die 2600 Zuschauer in der Sporthalle Gießen-Ost bekamen von Anfang an ein intensives Mittelhessenderby zu sehen, bei dem sich in den ersten zehn Minuten beide Torhüter auszeichnen konnten. Sowohl der wiedergenesene Benjamin Buric aufseiten der HSG als auch Fabian Schomburg im Hüttenberger Kasten bekamen einige Bälle zu fassen. Wetzlar kam gegen die offensive 3:2:1-Deckung des TVH in der Anfangsphase kaum zu klaren Chancen. Ausdruck dessen war, dass beim Stande von 4:4 (13.) Maximilian Holst bereits dreimal vom Siebenmeterpunkt erfolgreich war. Balsam für den Linksaußen, der in den letzten beiden Partien vom Punkt etwas geschwächelt hatte.

Auch in der Folge blieb die Partie eng. Wetzlar legte zumeist vor, der TV Hüttenberg zog nach. Erst als Kasper Kvist, der in der Startaufstellung den Vorzug vor Holst bekommen hatte, zum 8:6 (22.) traf, gab es die erste Zwei-Tore-Führung des Spiels. Doch die hatte nicht lange Bestand. Hüttenberg-Spielmacher Dominik Mappes konnte mit einem Doppelschlag schon in der 23. Minute wieder den Ausgleich herstellen. Gestützt auf einen guten Buric im Tor, legte Wetzlar aber bis zur Pause immer wieder vor und konnte mit 12:11 in die Kabine gehen.

Auch in Durchgang zwei war es vor allem der kämpferische Aspekt, der das Spiel interessant machte. Und Hüttenberg erwischte den besseren Start. Zwei Tore in Folge bescherten dem TVH beim 13:12 die erste Führung des Spiels. Der Ex-Wetzlarer Christian Rompf erhöhte sogar 14:12 (34.). Nach einem Foul von Moritz Zörb an Stefan Kneer erhitzten sich die Gemüter. Zörb sah die Zwei-Minuten-Strafe, und Philipp Pöter nutzte die Überzahl zum 13:14. Mit zwei Gegenstößen innerhalb von 30 Sekunden durch Kristian Björnsen und Kvist konnten sich die Wandschneider-Schützlinge die Führung zurückholen (16:15/40.).

Holst markierte per Siebenmeter das 18:15 (44.) und wenig später ebenfalls per Strafwurf das 20:17 (49.). Beide Teams mussten sich in der Folge ihre Tore hart erarbeiten. Mappes verkürzte auf 20:21, Kvist scheiterte von Linksaußen an Schomburg und wieder Mappes sorgte für den 21:21-Ausgleich. Jannik Hofmann brachte Hüttenberg wieder in Führung. Doch Holst behielt vom Punkte die Nerven und stellte das 22:22-Endergebnis her.

„Ich denke, das Ergebnis ist am Ende gerecht. Kein Team hat es geschafft, sich klarer abzusetzen“, sagte TVH-Trainer Emir Kurtagic. „Die Partie war von der ersten Sekunde an hitzig, aber nie unfair. Kompliment an alle Spieler.“

TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Rompf (3), Hofmann (3), Mappes (4), Roth, Klein, Sklenak (1), Wörner, Lambrecht (1), Wernig (5/3), Lauer, Zörb (1), Fernandes (3), Johannsson (1), Hahn.

HSG Wetzlar: Buric, Weber; Kneer, Björnsen (4), Pöter (1), Ferraz (2), Mirkulovski, Schreiber, Volentics, Holst (7/7), Forsell-Schefvert (2), Kvist (3), Klesniks, Lindskog, Cavor, Kohlbacher (3).

Im Stenogramm / Schiedsrichter. Blümel/Loppaschewski. – Zuschauer: 2600 (ausverkauft).

 

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