Siegen und Anschluß halten

Foto: Uwe Serreck

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 Nach dem neuerlichen Rückschlag mit der Niederlage in Magdeburg wollen die "Zebras" am Donnerstag vor eigenem Publikum punkten: Ab 19 Uhr ist der HC Erlangen zu Gast in der Sparkassen-Arena. Für den THW Kiel geht es darum, durch einen Erfolg in der Tabelle Anschluss zu halten.

Zudem hoffen die Zebras auf die Rückkehr einiger verletzter Spieler, zuletzt hatte THW-Trainer Alfred Gislason in Magdeburg auf gleich sechs seiner Akteure verzichten müssen. Der THW-Rückraumspieler Lukas Nilsson erwartet auch für Donnerstag heftige Gegenwehr der Kontrahenten: "Das wird ein richtig schweres Spiel, Erlangen hat eine Mannschaft, die extrem kampfstark ist." Sky überträgt die Partie, für die es noch einige Tickets gibt, live aus Kiel.

"Wir mussten mit nur vier Rückraumspielern durchspielen - und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison“, erinnert Lukas Nilsson an die großen Personalsorgen der "Zebras" bei der 26:31-Niederlage in Magdeburg. Gleich sechs Spieler standen THW-Trainer Alfred Gislason dabei nicht zur Verfügung, andere, einsatzfähige Kieler haben mit der zusätzlichen Belastung zu kämpfen - mit Folgen, wie Nilsson erklärt: "In Magdeburg hat am Ende auch ein bisschen die Kraft gefehlt, wir waren sehr müde." THW-Kapitän Domagoj Duvnjak verfolgte das Spiel in der Börde leider ausschließlich von der Bank aus. "Mit sechs Ausfällen hätte jede andere Mannschaft ebenfalls zu kämpfen. Und leider ist auch unser Team ohne sechs nicht mehr die gleiche Mannschaft." Letztlich fehlten am Sonntag trotz einiger guter Möglichkeiten auch die berühmten "Körner", um der Partie bei den starken Gastgebern eine entscheidende Wende geben zu können. So verloren die Kieler ein wichtiges Spiel - und die Möglichkeit, sich noch aus eigener Kraft in der Tabelle nach vorn zu arbeiten.

Trotz des erneuten Rückschlags werden die Zebras den Kopf nicht in den Sand stecken. "Wir haben in der Liga den gleichen Fokus wie in der Champions League", sagt Nilsson. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Am Donnerstag müssen wir so spielen wie in Paris, und unsere Fans müssen uns so wie zuletzt unterstützen. Wir alle wissen, wie wichtig in dieser Phase Siege sind." Zumal Hoffnung auf die Rückkehr einiger Leistungsträger besteht. "Bei mir sieht es ganz gut aus, vielleicht kann ich gegen Erlangen schon ein paar Minuten mitspielen“, sagte THW-Rückraumspieler Steffen Weinhold zu Beginn der Woche. Der 31-Jährige, der vier Jahre das HCE-Trikot trug, wäre gegen seinen ehemaligen Club natürlich nur zu gern dabei. Fehlen wird Donnerstag hingegen weiterhin Rune Dahmke: Den Linksaußen plagt - wie auch Abwehrchef Rene Toft Hansen - eine schmerzhafte Schambein-Entzündung, die vor allem durch Ruhe am besten therapiert werden kann. Auf dem Weg der Besserung befindet sich hingegen Nikola Bilyk, der in Magdeburg grippekrank fehlte. Auch bei Domagoj Duvnjak geht es voran: "Ich habe einige Male mit der Mannschaft trainieren können, mir geht es besser." Ob ein Einsatz von "Dule" und Weinhold gegen Erlangen allerdings möglich sein wird, entscheidet sich kurzfristig.

Bei den Gästen sieht es personell besser aus: Sicher ausfallen wird "Winterneuzugang" Jan Schäffer sein. Der Kreisläufer zog sich eine Schulterverletzung zu. Ansonsten kann HCE-Trainer Adalsteinn Eyolfsson vermutlich aus den Vollen schöpfen. Lediglich hinter dem Einsatz von Ex-Zebra Nikolas Katsigiannis und Linksaußen Christopher Bissel steht aufgrund von Muskelverhärtungen ein kleines Fragezeichen. Beide reisen aber am Mittwoch mit an die Förde. "Wir werden bei beiden auf keinen Fall ein Risiko eingehen. Die Entscheidung über einen Einsatz wird aber erst in Kiel fallen“, kündigte Eyolfsson an, der derzeit einigermaßen entspannt auf die Tabelle der DKB Handball-Bundesliga blicken kann. Denn nach einem Fehlstart mit nur zwei Siegen aus sieben Bundesligapartien, das 20:31 im Hinspiel gegen den THW Kiel kostete den ehemaligen schwedischen Nationalspieler Robert Andersson den Trainerjob, und der Verpflichtung von Eyolfsson aus Hüttenberg haben sich die Mittelfranken gefestigt und liegen inzwischen komfortable acht Punkte vor den Fahrstuhlplätzen in Richtung Unterhaus.

Erlangen hatte 5:15 Punkte auf dem Konto, als Eyjolfsson anfing, die ersten Stellschrauben neu zu justieren. Inzwischen kamen 11 Pluspunkte
unter seiner Regie hinzu - unter anderem durch ein Unentschieden gegen die MT Melsungen sowie vielbeachtete Siege in Göppingen und gegen Leipzig. Das ließ die Mienen in Erlangen und im benachbarten Nürnberg, wo der HCE seine Heimspiele austrägt, entspannter werden, auch wenn die 25:29-Niederlage gegen den TVB Stuttgart am vergangenen Sonnabend wohl nicht einkalkuliert war. Erfolgreichster Werfer in der Mannschaft des HC Erlangen, deren Kader wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorgestellt hatten, ist der rechte Rückraumspieler Christoph Steinert (111 Tore). Regie im Rückraum führt Weltmeister Michael Haaß. Den Job im Tor teilen sich Gorazd Skof und eben Katsigiannis, der bereits 18 Siebenmeterparaden auf dem Konto hat und damit zusammen mit Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach) die Strafwurf-Hitliste anführt.

Die Spiel am Donnerstag ist die sechste Begegnung beider Mannschaften gegeneinander., der THW Kiel weist gegen den HC Erlangen eine makellose Bilanz auf (Gegnerstatistik im THW-Archiv). Die Partie wird von Christoph Immel und Ronald Klein geleitet, der Anpfiff erfolgt um 19 Uhr. Nach dem Spiel, für das es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Online-Ticketshop und voraussichtlich auch an der Abendkasse noch einige Stehplatzkarten gibt, wird THW-Torhüter Andreas Wolff zum Live-Interview in der Fan-Arena (Seite Kleiner Kuhberg) erwartet.

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21.09.2018 19:30
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Letzte Aktualisierung: 21.09.2018 03:09:45
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