Der Wunsch nach der Sensation

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Mit Souveränität und Gelassenheit ist Handball-Bundesligist GWD Minden fern jeder Abstiegssorgen und spielt die beste Saison im Oberhaus seit 2002. Eigentlich alles perfekt, doch einen Wunsch haben die Grün-Weißen noch: ein Sieg gegen einen der „Großen“. Die nächste Möglichkeit dazu gibt es am Donnerstag bei den Füchsen Berlin um 19 Uhr.

Im Winter verließ Topstar Petar Nenadic die Füchse, wechselte nach Veszprem (Ungarn) und hinterließ eine riesige Lücke. Die Hauptstädter fegten in der ersten Saisonhälfte über die Bundesliga hinweg und standen lange Zeit an der Spitze der Tabelle. Zwar gehört das Team von Velimir Petkovic weiterhin zu den besten Mannschaften der Liga, belegt aktuell den dritten Platz, doch wirklich zufrieden ist Berlin im Jahr 2018 noch nicht. Vor einer Woche verloren die Füchse deutlich mit acht Toren bei der SG Flensburg-Handewitt, die restlichen Bundesliga-Duelle in diesem Kalenderjahr wurden gewonnen. Am meisten schmerzt die 29:30-Viertelfinalniederlage im DHB-Pokal vor eigenem Publikum gegen den SC Magdeburg. Leistungsschwankungen, die in der Hinrunde ausblieben.

Und genau hier liegt die Chance für GWD, wie Frank Carstens in der Pressekonferenz vor dem Spiel verriet: „Nenadic war brutal gefährlich und kaum einzuschätzen. Jetzt hat sich das Berliner Angriffsspiel verändert, es ist flüssiger und variabler. Wir müssen unsere Deckung stabilisieren und kompakt stehen, damit wir Möglichkeiten zu Tempostößen bekommen.“ Doch damit dies in der Max-Schmeling-Halle gelingen kann, müssen die eigenen Fehler abgestellt werden. „Gegen Ludwigshafen haben wir neun Gegentore im Tempospiel kassiert und uns sind elf technische Fehler im Angriff unterlaufen. Wir brauchen eine andere Angriffsqualität“, forderte Carstens. Helfen soll dabei nicht nur die Analyse des eigenen Spiels, sondern auch die des Flensburger Erfolges. Der Tabellenzweite deckte die Berliner Fehler auf und lieferte dem GWD-Team damit wichtige Hinweise für den eigenen Matchplan. Für das GWD-Team spricht, dass Kapitän Dalibor Doder und Andreas Cederholm am vergangenen Sonntag gegen Ludwigshafen ihre Comebacks feierten. „Andreas hat fünf Wochen gefehlt und direkt einen guten Einstand gehabt. Er wird sich stetig weiter an das Team heran kämpfen“, ergänzte der GWD-Trainer.

„Solche Spiele machen einfach Spaß und ein Sieg außerhalb der Reihe wäre schön. Die Erwartungshaltung und der Druck sind in solchen Duellen anders. Ich erwarte ein mutiges Auftreten“, sagte Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren. Ab 19 Uhr müssen alle Spieler fokussiert sein, nicht nachlassen und die eigenen Fehler abstellen, dann ist die Sensation im Bereich des Möglichen und eine jetzt schon herausragende Mindener Saison könnte noch perfekter werden.

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24.04.2018 20:00
2.Handball-Bundesliga, 32.Spieltag
  
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Letzte Aktualisierung: 24.04.2018 03:16:00
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