Flensburg eine Nummer zu groß für VfL

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 Am 29. Spieltag der Handball Bundesliga muss sich der VfL Gummersbach am Sonntagmittag auswärts in der FLENS-ARENA gegen die SG Flensburg-Handewitt geschlagen geben. Die Oberbergischen kehren mit einer 22:34 (10:20)-Niederlage aus dem Norden zurück.

Gegen die in allen Bereichen überlegene SG gelingt es dem VfL nicht das eigene Spiel aufzubauen und den Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Bereits nach der ersten Halbzeit ist die Partie zugunsten der Flensburger entschieden. In den zweiten 30 Minuten der Begegnung reicht es phasenweise noch für eine kleine Aufholjagd, am Ende setzt sich die Klasse der Flensburger jedoch in aller Deutlichkeit durch.

Die SG Flensburg-Handewitt wurde gleich zu Beginn ihrer Favoritenrolle gerecht. Insbesondere in der Abwehr standen die Flensburger sicher und unterbanden ein mögliches flüssiges Angriffsspiel der Gummersbacher. Die ersten fünf Angriffe des VfL verliefen folglich allesamt erfolglos. Unter anderem scheiterten Eirik Köpp per Siebenmeter (3. Minute) und Marvin Sommer per Tempogegenstoß (8. Minute), nachdem Marcel Timm, der erneut neben Stanislav Zhukov den Innenblock bildete, zuvor einen Ball der Hausherrenabfangen konnte. In der 9. Minute konnte Sommer schließlich von außen den ersten Treffer für die Oberberger zum 1:3 verbuchen.

Der VfL zeigte sich weiterhin bemüht gegen abgebrühte Flensburger, die sich keine Blöße gaben und immer einen Gedankengang schneller waren als die Gummersbacher. Über technische Fehler und Paraden des starken Kevin Möller brachten sich die Oberberger immer wieder selbst in Bedrängnis, was die Flensburger eiskalt auszunutzen wussten. In der 16. Minute traf Florian Baumgärtner mit einem beherzten Wurf zum 5:9, nachdem die SG zuvor auf fünf Tore weggezogen war. In der Deckung bekam die Gummersbacher Abwehr das Team um den im Abschluss und im Zuspiel sicheren Holger Glandorf nicht zu fassen. Gegen ihn mussten sie unter anderem in Minute 25 das 8:16 hinnehmen, als nach Carsten Lichtlein auch Matthias Puhle die Würfe des Rekordfeldtorschützen der Bundesliga nicht zu fassen bekam. Im Angriff blieben die Gummersbacher weitgehend chancenlos, weshalb der Rückstand bis zur Halbzeitpause auf zehn Tore heranwuchs. Den 10:20-Halbzeitstand besorgte Pujol kurz vor dem Ertönen der Halbzeitsirene.

Im zweiten Spielabschnitt ging es für die Gummersbach nur noch darum den Vorsprung der Flensburger einzudämmen, was ihnen zu Beginn gut glückte. Der VfL legte unmittelbar nach dem Anpfiff eine deutlich höhere Präsenz in der Offensive an den Tag als noch in der ersten Halbzeit. Baumgärtner traf in der 31. Minute zum 11:20 und leitete damit die gewünschte Schadensbegrenzung ein. Auch in der Abwehr bremsten die Gummersbacher die Angriffsbemühungen der SG etwas mehr ein. Einen aus Ballgewinn resultierenden langen Ball von Marko Matic verwandelte Moritz Preuß in der zum 14:23 (35. Minute). Sieben Minuten später stellte Zhukov mit dem 19:25 einen zuletzt in der 22. Minute vorhandenen Sechs-Tore-Rückstand wieder her.

In der Folgezeit pendelte sich die Tordifferenz der beiden Teams bei sieben bis zehn Treffern ein. Während die Flensburger einen Gang zurückschalteten, profitierten die Gummersbacher vom eigenen Leistungsschub, für die jedoch die hohe Hypothek der ersten Halbzeit nicht zu überwinden war. Eine nun deutlich aggressivere Abwehrarbeit und die zunehmende Passsicherheit des VfL konnten über den spielerischen Klas-senunterschied nicht hinwegtäuschen. Der aufmerksame Alexander Becker nutzte einen Abpraller vom Pfosten in der 56. Minute zum zwischen-zeitlichen 22:31. In den Schlussminuten der Partie zogen die Flensburger allerdings noch einmal davon und beendeten das Spiel mit einem 22:34 aus VfL-Sicht.

Trotz des Aufbäumens der Gäste in der zweiten Halbzeit spiegelte das Spiel auch den tabellarischen Unterschied zwischen der zweitplatzierten SG und dem auf Position 15 liegenden VfL wider. Vor allem der schwachen ersten Hälfte, in der die Gummersbacher keinen Zugriff zum Spiel fanden, war es geschuldet, dass sich die Überlegenheit der Flensburger am Ende so deutlich in einer Zwölf-Tore-Differenz macht. Dass die fehlenden Punkte zum Klassenerhalt allerdings kaum in Flensburg einzuplanen waren, war bereits vor der Partie bekannt. Für die künftigen Aufgaben gegen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel müssen die Fehler analysiert und systematisch abgestellt werden.

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