Hessenderby geht an Hüttenberg

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Ein denkwürdiger Nachmittag! Der TV 05/07 Hüttenberg hat am Sonntag das Hessenderby bei der MT Melsungen für sich entschieden. 28:26 (11:11) lautete das Endergebnis. Gegen die Nordhessen boten die Blau-Weiß-Roten eine ihrer besten Saisonleistungen auf und profitierten dabei auch von

einer blutarmen Vorstellung der MT, deren Neu-Coach Heiko Grimm damit seinen Einstand als Cheftrainer gehörig vermiest bekam. Im Derby spielte die TVH-Sieben von Trainer Emir Kurtagic die eigenen Aktionen auf den Punkt und brachte den klaren Favoriten mit der gewohnt zweikampfstarken Defensive aus dem Konzept. Mit den beiden Zählern schließt Hüttenberg in der Tabelle wieder zum 16. der Liga TuS N-Lübbecke auf und ist nach 28. Spieltagen mit den Ostwestfalen punktgleich. Nur das schlechtere Torverhältnis trennt die Mittelhessen noch von einem Nichtabstiegsplatz in der DKB Handball-Bundesliga.

Vor 4027 Zuschauern in der Rothenbach-Halle, hatte Hüttenberg von der ersten Minute an den Gastgebern Parolie geboten und die Anfangsphase beim 6:4 von Ragnar Jóhannsson (14.) klar für sich entschieden. Der Isländer (9 Treffer) war bereits zum zweiten Mal binnen weniger Wochen der unangefochtene Mann des Abends. Zusammen mit dem herausragenden Hüttenberger Spielmacher Tomáš Sklenák führte er die Blau-Weiß-Roten zum verdienten Auswärtssieg. Melsungen bekam die Partie über 60 Minuten zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle und lief oft einem knappen Rückstand hinterher. Zwar ließ der eigentliche Favorit kurz vor der Pause seine spielerische Klasse aufblitzen und ging durch die Maßarbeit von Julius Kühn mit 9:7 in Front, doch noch vor dem Seitenwechsel hatte Hüttenberg per Wurf von Jóhannsson und dem 11:11 erneut den Ausgleich hergestellt.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieben die Mittelhessen weiter die bessere Mannschaft und lagen auch beim 19:17 (45.) durch einen weiteren Jóhannsson-Treffer vorne. Es war aber nicht bloß die Leistung des Neu-Nationalspielers, die am Sonntag den Unterschied machte. Hüttenberg spielte die komplette Partie körperlich und taktisch am Anschlag, ließ dabei nur wenige Chancen liegen und baute auch auf eine gute Torhüterleistung des Duos Matthias Ritschel / Fabian Schomburg.

Nach dem 24:23 (52.) der Hüttenberger warf die MT noch einmal alles nach vorne und drückte auf den erneuten Ausgleich. Melsungens Michael Müller sah nach einem völlig unnötigen Foul an Sklenak die klare rote Karte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Daniel Wernig sicher zum 25:23 (53.). Als in der Folge Melsungen, nach zwei technischen Fehlern des TVH, gleich doppelt aus freier Position vor dem Kasten der Gäste scheiterte, wurde die Derby-Sensation immer greifbarer. Als Dominik Mappes nur Sekundenbruchteile später mit einem Gewaltwurf auf 27:24 (58.) stellte, hielt es niemanden von den rund 50 mitgereisten Hüttenberg-Fans mehr auf den Sitzen. Melsungen bündelte ein letztes Mal die eigenen Kräfte. In den Schlussminuten lagen die Nerven auf beiden Seiten blank. Tobias Reichmann verwandelte von Rechtsaußen zum späten 25:27 und nach einem erfolglosen Angriff des TVH bekam Moritz Lambrecht in der Abwehr eine Zeitstrafe. Hüttenberg sollte das Spiel also mit einem Mann weniger beenden. Doch in Überzahl vergab Reichmann von Rechtsaußen die große Chance auf den späten Anschlusstreffer. Den letzten Angriff spielte Hüttenberg gegen die offensive Deckung der Gastgeber konsequent aus und traf durch Jóhannsson noch zum 28:25, ehe Felix Danner den 26:28-Schlusspunkte setzte.

Aufstellung Melsungen: Sjöstrand, Simic; Maric (2), Kühn (5), Golla (3), Reichmann (4), Mikkelsen, Danner (2), Philipp Müller, Boomhouwer, Schneider (1), Allendorf (6/2), Michael Müller (3), Haenen, Langhans.

Aufstellung Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Sklenák (2), Wörner, Lambrecht (1), Wernig (7/4), Lauer, Rompf, Zörb (3), Fernandes (1), Jóhannsson (9), Klein, Roth, Mappes (3), Hofmann (2), Hahn.

Zeitstrafen: 12:12 Min. – Rote Karte: Michael Müller (MTM/53.) – Siebenmeter: 3/2:4/4. – Zuschauer: 4027. – Schiedsrichter: Marijo Zupanovic/Martin Thone.

 

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