Füchse können in Kiel nichts reißen

Foto: Lächler

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Mit einem verheißungsvollen Start bis zum 5:2 waren die Füchse in die Partie beim THW Kiel gestartet. Dann kauften ihnen die Hausherren mit ihrer Abwehr und Torhüter Niklas Landin den Schneid ab. Bereits zur Pause lagen die Füchse 8:15 zurück und obwohl sie die zweite Halbzeit etwas stabiler

gestalten konnten, beim 20:25 gab es am Ende nichts zu holen. Die Füchse um ihren besten Torschützen Fabian Wiede (4 Treffer) müssen nun schnell den Schalter umlegen, von Kiel aus geht es direkt weiter zum wichtigen Viertelfinal-Hinspiel im Europapokal gegen RK Nexe im kroatischen Nasice.

Vier Tage nach dem deutlichen Sieg gegen Frisch Auf! Göppingen waren die Füchse beim THW Kiel gefordert. Sicherlich nicht in der Favoritenrolle, aber mit dem Ziel die Chancen zu nutzen war das Team in den Norden gereist. Mit an Bord war auch Fredrik Genz, nachdem Petr Stochl in der Woche leichte Rückenschmerzen hatte saßen drei Torhüter auf der Bank. Den Anfang machte allerdings Silvio Heinevetter und auch bei den Feldspielern setzte Trainer Velimir Petkovic auf die zuletzt erfolgreiche Besetzung.

Und so war es wieder Fabian Wiede, er agierte mit Steffen Fäth und Matthias Zachrisson im Rückraum, der die Fäden zog und das Spiel der Füchse lenkte. Gleich im ersten Angriff holte er einen Strafwurf raus, den Lindberg verwandelte, zum 2:0 erhöhte Wiede dann selbst. Gerade in der Anfangs-phase machten die Schiedsrichter mit mehreren Zeitstrafen auf beiden Seiten ihre Linie deutlich, doch die Füchse arrangierten sich damit und Heinevetter parierte einen Strafwurf. So lief es rund und flüssig, nach zwei Ballgewinnen in der Abwehr ging WIede zunächst allein zum 4:2, beim zweiten Ballgewinn nutzte Kevin Struck den Tempogegenstoß zum 5:2.

Danach kam aber der Füchse-Motor ins Stocken. Konnte bis dahin die Abwehr des THW Kiel noch mit schnellen Angriffen und Einzelaktionen über-wunden werden, standen die Hausherren nun deutlich stabiler. Mit einer offensiveren Abwehr wurde der Aufbau der Füchse gestört, die hatten nun Ballverluste, die der THW gnadenlos bestrafte. Beim 6:6 (15.) war die Partie wieder ausgeglichen und dann brachte Marko Vujin die Füchse mit einem Dreierpack zum 6:9 in Rückstand. Torhüterwechsel zu Petr Stochl, zusätzlicher Feldspieler, zweitweise zwei Kreisläufer – alle Versuche von Füchse-Coach Velimir Petkovic dem Spiel neue Impulse zu geben griffen nicht.

Immer wieder blieben die Füchse in der Kieler Abwehr hängen und kamen sie doch mal durch, dann scheiterten sie an Pfosten, Latte oder Torhüter Niklas Landin. Mit 8:15 lagen die Füchse bereits zur Pause zurück, es drohte eine deutliche Niederlage. Nach der Pause kamen die Füchse dann allerdings stabiler zurück aufs Parkett der Kieler Sparkassenarena. Im Tor wurde zurück zu Heinevetter gewechselt und im Angriff übernahm nun Drago Vukovic die Rolle des Spielmachers.

Die Füchse wirkten jetzt zwar nicht mehr ganz so hilflos und spielten flüssiger, gegen die Überlegenheit und die Spielfreude des THW Kiel am heutigen Abend hatten sie allerdings keine Mittel. Mit dem nötigen Spielfluss konnte jetzt wieder die Abwehr der Hausherren überwunden werden. Standen die Füchse allerdings frei vom Tor, dann scheiterten sie zu oft an Niklas Landin.

Trainer Velimir Petkovic wechselte nun mehrfach durch, einerseits um neue Impulse zu geben und andererseits um zwei Tage vor dem Spiel im kroatischen Nasice auch die Belastung gleichmäßig zu verteilen. So kann alle Feldspieler zu Einsatzzeiten und zeigten vollen Einsatz. Immerhin konnten die Füchse den THW noch einmal beim 17:23 zu einer Auszeit zwingen. Am Ende gab es eine 20:25-Niederlage, die es nun schnell zu verarbeiten gilt. Völlig unnötig dann allerdings das Foul in der Schlussminute an Matthias Zachrisson, der gestützt das Feld verlassen musste.

Velimir Petkovic, Trainer: Wir haben in den ersten zehn bis 15 Minuten gesehen, warum wir oben in der Bundesliga mitspielen. Plötzlich kam ein Bruch in unser Spiel oder es war Landin, der uns aus dem Spiel genommen hat. Es waren sieben freie Bälle, die wir verworfen haben. Wir haben verlernt Handball zu spielen und haben zu viel diskutiert. Das war unsere bisherige Stärke war, dass wir geduldig spielen, das hat dann nicht mehr funktioniert. Die erste Halbzeit ist zum Vergessen, für die zweite Halbzeit muss ich meine Mannschaft loben. Wir haben in dieser Halle, vor dieser Kulisse mit 12:10 gewonnen. Das ging aber alles kaputt durch die Verletzung von Mattias Zachrisson in der Schlussminute. Er muss jetzt untersucht werden und für uns geht es direkt weiter nach Kroatien.

Volker Zerbe, Sportkoordinator: Erst einmal Gratulation an den THW, sicherlich verdient gewonnen. Zum Spiel gibt es nichts mehr zu sagen, für uns gilt es jetzt den Blick nach vorn zu wenden. Wir müssen jetzt schauen, was mit Mattias Zachrisson los ist und dann gilt es die Konzentration auf das schwere Spiel am Samstag im Viertelfinale des EHF-Pokals zu richten.

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