THW-Abwehr sichert souveränen Sieg gegen Berlin

Foto: Lächler

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Der THW Kiel hat in der DKB Handball-Bundesliga zwei ganz wichtige Zähler eingefahren: Vor 10.285 euphorischen Fans in der Sparkassen-Arena besiegten die "Zebras" am Donnerstagabend die Füchse Berlin mit 25:20 (15:8) und zeigten dabei vor allem im ersten Durchgang eine ganz starke Leistung.

Nach einem frühen 2:5-Rückstand war es die Kieler Defensive mit einem grandiosen Domagoj Duvnjak und einem überragenden Niklas Landin, die die Weichen noch bis zur Pause auf Sieg stellte. Durch den Erfolg, bei dem Marko Vujin mit 6/2 Treffern erfolgreichster Torschütze des THW Kiel war und Emil Frend Öfors fünfmal traf, zogen die Schwarz-Weißen in der Tabelle an der TSV Hannover-Burgdorf vorbei auf Rang fünf und können somit im Kampf um die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb den Druck auf die vor ihnen platzierten Mannschaften hoch halten.

Bereits am Sonntag steht dem THW Kiel und seinen Fans ein Saison-Höhepunkt ins Haus: In der VELUX EHF Champions League empfangen die "Zebras" den Titelverteidiger HC Vardar aus Skopje zum ersten von zwei entscheidenden Viertelfinal-Duellen um den Halbfinal-Einzug in der Königsklasse. "Mit dem THW Kiel nach Köln zu fahren, ist ein großer Traum von mir und meinen Teamkollegen", sagt Miha Zarabec. "Die Aufgabe gegen Skopje wird allerdings richtig hart. Vardar hat nicht umsonst im vergangenen Jahr die Königsklasse gewonnen, dieses Jahr in der SEHA-League triumphiert und die Vorrunde mit der besten Abwehr aller Teilnehmer als Gruppenerster abgeschlossen." Man habe, fügt der slowenische THW-Spielmacher an, vielleicht den schwersten aller Gegner vor der Brust. "Deshalb brauchen wir am Sonntag jeden einzelnen unserer Fans, es muss so laut wie noch nie werden!" Landin freute sich bereits gegen die Füchse über die "weiße Wand" und wandte sich direkt an die THW-Fans: "Sonntag wollen wir Euch alle in Weiß sehen, und wir brauchen vom Warmmachen bis zum Schlusspfiff eure Emotionen und Eure Unterstützung!" Karten für die "weiße Wand" im Hinspiel gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen - wie zum Beispiel in Kiel bei CITTI, im Ticketcenter der Sparkassen-Arena oder landesweit in allen famila-Märkten, telefonisch unter 01806/300234 (gebührenpflichtig) und rund um die Uhr im Online-Ticketshop des THW Kiel. Lasst den Traum von Köln weiter leben, Kiel! 

29. Spieltag, 19.04.18: THW Kiel - Füchse Berlin: 25:20 (15:8)

THW Kiel: Landin (1.-46., 13 Paraden), Wolff (45.-60., 3 Paraden); Duvnjak (3), Firnhaber, Weinhold (2), Dissinger, Wiencek (1), Ekberg (2), Frend Öfors (5), Rahmel, Zarabec (1), Vujin (6/2), Bilyk (1), Nilsson (4), Santos (n.e.); Trainer: Gislason

Füchse Berlin: Heinevetter (1.-22., 31.-60., 7/1 Paraden), Genz (n.e.), Stochl (22.-30., 2 Paraden); Wiede (4), Elisson (3), Milde (1), Vukovic, Struck (2), Gojun, Lindberg (3/2), Zachrisson (2), Fäth (2), Schmidt (1), Reissky (1), Koch (1); Trainer: Petkovic

Schiedsrichter: Peter Behrens / Marc Fasthoff

Strafzeiten: THW: 3 (Duvnjak (5.), Rahmel (42.), Wiencek (47.)) / Füchse: 4 (Gojun (4.), Koch (6.), Schmidt (28.), Elisson (41.))

Siebenmeter: THW: 3/2 (Heinevetter hält Ekberg (7.)) / Füchse: 2/2

Spielfilm: 0:2 (3.), 2:3 (8.), 2:5 (10.), 4:5, 5:6 (14.), 9:6 (21.), 9:7, 12:7 (24.), 12:8 (24.), 15:8 (29.); 16:8, 17:10 (37.), 20:10 (43.), 22:12 (49.), 22:16 (54.), 24:17 (56.), 25:18 (58.), 25:20.

Zuschauer: 10.285 (ausverkauft) (Sparkassen-Arena, Kiel)

THW-Trainer Alfred Gislason: Wir haben 40 bis 50 Minuten überragend und eine starke Abwehr gespielt, solange "Dule" Kraft hatte. Niklas Landin hatte einen super Tag, hat viele freie Würfe gehalten und der Mannschaft sehr geholfen. In den letzten 15 Minuten haben beide Mannschaften viel probiert, und wir haben ein wenig den Faden verloren. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit den Jungs, weil Berlin gezeigt hat, dass sie zurecht eine Spitzenmannschaft sind. Wir haben indes die Tendenz beibehalten, die in den vergangenen Wochen nach oben zeigte.
Jetzt kommt Vardar - die beste Mannschaft der Champions League. Da muss alles passen, um weiter zu kommen. Ich hoffe auf eine extrem gute Stimmung und eine extrem laute Kulisse am Sonntag, den das beides werden wir brauchen!

Füchse-Coach Velimir Petkovic: Wir haben richtig gut angefangen, und plötzlich haben wir einen Bruch in unserem Spiel. Oder anders gesagt: Plötzlich war Landin da, hat sieben freie Würfe gehalten und mein Team gelähmt. Wir haben in dieser Phase aufgehört, diszipliniert Handball zu spielen, haben diskutiert und waren frustiert, dass wir vor allem vom Kreis nicht getroffen haben. Dann habe ich es mit dem siebten Feldspieler probiert, und wir haben einige weitere unglückliche Treffer kassiert. Das war dann unter dem Strich eine Halbzeit zum Vergessen. Die zweite Hälfte haben wir dann in Kiel, vor dieser Kulisse und mit diesen Schiedsrichtern 12:10 gewonnen, bis die Verletzung von "Zacke" den guten Eindruck kaputt gemacht hat.

Berlins Sport-Koordinator Volker Zerbe: Wir müssen nach vorn schauen, morgen geht es für uns ja bereits nach Kroatien. Wir müssen abwarten, wie schwer sich Zachrisson verletzt hat und den Kopf schnell wieder freikriegen.

THW-Torhüter Niklas Landin: Die weiße Wand war heute schon eindrucksvoll. Sonntag gegen Vardar brauchen wir sie noch weißer, noch emotionaler und noch lauter!

Kiels Sportlicher Leiter Viktor Szilagyi: Wir sind schwer in die Partie gekommen, haben dann aber - angeführt von Dule und Niklas - den Schalter umgelegt. Jetzt haben wir Sonntag das letzte Champions-League-Heimspiel des Jahres, in das Spieler und Fans alles reinhauen müssen. Wir haben gegen Szeged gezeigt, was gemeinsam möglich ist. Die Halle muss am Sonntag vom Warmmachen an kochen!

 

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