Dem Favoriten Paroli geboten

Foto: Lächler

1.Bundesliga
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Schade! GWD Minden hat am 32. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt denkbar knapp mit 23:24 (10:12) verloren und dabei den Gastgeber mehr als einmal nicht nur sprichwörtlich ins Schwitzen gebracht.

Von einem Wunder in Flensburg war unter der Woche die Rede. Gemeint war zwar das zehnjährige Jubiläum des denkwürdigen Klassenerhalts von 2008, doch beinahe hätte diese Geschichte weitergeschrieben werden müssen. Denn mit einer couragierten und geschlossenen Abwehrleistung brachten die Mindener den Favoriten aus Schleswig-Holstein ordentlich in Bedrängnis.

Direkt von Beginn an fand die SG nicht den Schlüssel zum Erfolg und musste in der eigenen Defensive die GWD-Akteure passieren lassen. Luka Zvizej, Miljan Pusica und Marian Michalczik hießen die ersten Torschützen bis zum zwischenzeitlichen 6:6 (15. Minute). Lediglich Hampus Wanne überragte bei Flensburg, der mit seinen Treffern 4 und 5 erstmalig die Führung ausbauen konnte – 8:6 für Flensburg-Handewitt (17.) Doch die Mannen von Frank Carstens ließen sich davon nicht beeindrucken, stellten mit ihren Toren die Flens-Arena leise und waren kurz davor, die Anzeigentafel zur Pause mindestens auf Remis zu halten.

Doch leider traf Jim Gottfridsson kurz vor der Pause doppelt, sodass die Carstens-Sieben im zweiten Durchgang einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlief. Bemerkenswert waren auch die GWD-Keeper. Hielt Kim Sonne Hansen (s. Foto) gefühlt jeden Ball, parierte sein Kollege Espen Christensen mit seiner einzigen Aktion einen Siebenmeter!
Ging Handewitt im zweiten Spielabschnitt zunächst mit drei Toren in Führung, waren es zweimal Gullerud und Michalczik, die bis zur 37. Minute den 13:13-Ausgleich markierten. Minden ließ sich nicht abschütteln und besann sich auf die starke Dekcungsarbeit, mit der die Gastgeber weiterhin ihre Probleme hatten.

Zehn Minuten vor dem Ende, es stand 19:19, war immer noch alles offen. Es entwickelte sich ein finaler Schlagabtausch, die Tore fielen hüben wie drüben. Entscheidender Mann war – wie zum Ende der ersten Halbzeit – Jim Gottfridsson. 55 Sekunden vor Abpfiff erzielte er das vorentscheidende 24:22. Christoffer Rambos Siebenmeter mit dem Schlusspfiff kam zu spät. So feierte die SG Flensburg-Handewitt mit größter Mühe den zwischenzeitlichen Sprung auf den ersten Tabellenplatz und GWD Minden zeigte, dass nach den schlechteren Leistungen der letzten Wochen noch Leben, Teamgeist und Wille in der Mannschaft ist.

Frank Carstens: „Wir haben heute unsere Karten gespielt, die wir zur Verfügung haben. Wir haben versucht, hart zu verteidigen und das ist uns super – basierend auf einer starken Torwartleistung – geglückt. Nach dem Seitenwechsel hätte ich mir mehr Möglichkeiten bei Tempostößen gewünscht. Am Ende gewinnt Flensburg verdient, wir sind aber auch zufrieden mit unserer Leistung! Denn viel besser zu spielen als heute, das wird schwierig. Wir müssen weiter arbeiten und uns im Abschluss verbessern.“

Maik Machulla: „Ich habe ein hartes Spiel erwartet, denn Minden kann für jede Mannschaft gefährlich werden. Dass wir uns dann so schwer tun, das ist unser eigenes Verschulden. Minden wollte uns einschläfern und wir sind in die Falle getappt. Unterm Strich bin ich glücklich, die Art und Weise des Sieges muss aber wieder besser werden.“

Torschützen GWD: Marian Michalczik (5), Christoffer Rambo (5/2), Magnus Gullerud (4), Luka Zvizej (3/1), Max Staar (2), Dalibor Doder (2), Miljan Pusica (1), Anton Mansson (1).
Im Tor: Kim Sonne Hansen (1.-60. mit elf Paraden), Espen Christensen (für einen Siebenmeter, mit einer Parade).

Torschützen SG: Hampus Wanne (6/2), Rasmus Lauge Schmidt (5), Jim Gottfridsson (4) Henrik Toft Hansen (3), Lasse Svan (3), Holger Glandorf (1), Thomas Mogensen (1), Magnus Rod (1).
Im Tor: Mattias Andersson (1.-60. Minute mit 15 Paraden, davon ein Siebenmeter).

Spielfilm: 2:3 (5.), 4:5 (10.), 6:6 (15.), 8:8 (20.), 10:9 (25.), 12:10 (30.), 13:11 (35.), 16:14 (40.), 18:16 (45.), 19:19 (50.), 21:19 (55.), 24:23 (60.).

Strafminuten: Christoffer Rambo (13. und 54).

Zuschauer: 6.300
Schiedsrichter: Michael Kilp und und Christoph Maier

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