DHfK-Männer holen Punkterekord

Foto: Rainer Justen

Bundesliga-Archiv
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Das Vorhaben stand felsenfest: Die Handballer wollten am Sonntag den elften Heimsieg landen und dadurch das Saisonziel – einen neuen Punkterekord in der Bundesliga – erreichen, denn dass die Sachsen in den letzten zwei Auswärtsspielen in Hannover und Mannheim punkten, ist weniger zu erwarten.

Sie gewannen letztendlich die messerscharfe Auseinandersetzung mit der HSG Wetzlar mit 23:21 (14:12) Toren völlig verdient und konnten sich schließlich beim folgenden Fanfest feiern lassen.

Die Begegnungen zwischen den beiden Kontrahenten aus Sachsen und Hessen waren stets spannend bis zum Schluss. Die bisherigen Ergebnisse lauteten 22:22, 30:29, 30:26, 23:24 beziehungsweise 23:22 aus sächsischer Sicht. Da wechselte die Führung beinahe im Minutentakt. Doch dieses Mal lagen die Leipziger – mit einer einzigen Ausnahme – immer vorn. Der frühere körperkulturelle Philipp Pöter hatte nämlich den allerersten Treffer des Matches für die Hessen geworfen.

Nach seinem 0:1 drehten die Einheimischen regelrecht auf. Lukas Binder netzte zum neuen Spielstand von 2:1 ein. Torwart Jens Vortmann erzielte das 7:4. Peter Strosack überwand den Torwart Nikolai Weber zum neuen Spielstand von 10:8. Der wieder genesene Franz Semper schaffte den Halbzeitstand von 14:12. Die einheimischen Handballfans in der Arena an der Jahnallee konnten mit der Leistung ihrer Vertretung sehr zufrieden sein.
Allerdings wirkte die grün-weiße Offensive in der zweiten Halbzeit nicht zwingend genug. Prompt ließen die Gastgeber gleich mehrere gute Gelegenheiten aus. Besser gesagt: Der eingewechselte bosnische Nationaltorwart Benjamin Buric konnte einige Würfe entschärfen. So kamen die Gäste allmählich heran. Dann verwandelte Maximilian Holst seinen fünften Siebenmeter gegen die Leipziger sicher. Ausgleich 20:20. Die Auseinander-setzung ging sieben Minuten vor Ultimo praktisch von vorne los.

In dieser Situation besaßen die Zuschauer einen entscheidenden Anteil, dass das Bundesligaspiel nicht kippte, vor allem auch, weil Yves Kunkel eine sonnenklare Chance zur erneuten Führung liegen ließ. Sie unterstützten die eigene Vertretung vorbildlich. Außerdem wurde wieder Milos Putera seinem Künstlernamen „Hexer“ gerecht, schaffte Lukas Binder das erlösende 21:20, hämmerte Philipp Weber die Lederkugel zum entscheidenden 22:20 (sein achter Volltreffer) in den hessischen Kasten, erhöhte Niklas Pieczkowski auf 23:20. Das allerletzte Tor markierte Kristian Bjornsen mit dem Schlusspfiff zum 23:21.

Alles gut! Die körperkulturellen Handballer schafften in der dritten Saison in der Bundesliga einen neuen Punkterekord. Geschäftsführer Karsten Günther sagte mal, dass das einzige Hindernis, dass die Leipziger Höhenflügen stoppen könnte, das Hallendach wär'. Schau‘n mer mal.

Michael Biegler (Cheftrainer SC DHfK): „Es war wie erwartet ein ganz enges Spiel. In der Deckung gab es zwei Wermutstropfen, da Max und Aivis gehandicapt waren. Dafür war es hocherfreulich, dass Franz zurückgekommen ist und uns gleich punktuell helfen konnte. Ich hatte der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass sie, wenn sie heute alles investiert, die Chance hat, nach einem wahnsinnigen Jahr das Saisonziel perfekt zu machen. 37 Punkte sind außergewöhnlich und ich bin sehr, sehr glücklich, dass es Mannschaft, Fans und André, der das Team in der Hinrunde überragend betreut hat, alle zusammen geschafft haben.“

André Haber (Co-Trainer SC DHfK): „Dass sich die Zuschauer wieder 12 Minuten vor Schluss erheben, ist einfach toll. Es macht unglaublichen Spaß, hier in Leipzig an der Seitenlinie zu stehen. In den letzten Jahren war jede Saison die beste der Vereinsgeschichte, und trotzdem wurde es in dieser Saison wieder getoppt. Dafür gebührt die Mannschaft ein riesen Lob und großer Respekt.“

Philipp Pöter (HSG Wetzlar): „Es ist immer schön, zurück nach Leipzig zu kommen, denn es waren für mich zwei wunderschöne Jahre beim SC DHfK. Bereits vor dem Spiel bin ich kaum bis zur Kabine gekommen, weil mich auf dem Weg dahin so viele Leute herzlich begrüßt hatten. Natürlich wollten wir heute gewinnen, aber wenn eine Mannschaft als Sieger von der Platte geht, für die man selbst gespielt hat, fühlt es sich nicht so traurig an.“

Kai Wandschneider (Trainer HSG Wetzlar): “Wir haben Leipzig einen großen Kampf geliefert, tolle Moral gezeigt und in der zweiten Halbzeit eine richtig starke Abwehr gespielt, mit nur neun Gegentoren! Allerdings haben wir es versäumt uns dafür nach den Ballgewinnen zu belohnen und sind mit zu vielen freien Bällen an Milos Putera gescheitert. Gerade vom den Halbpositionen im Rückraum kommt derzeit einfach zu viel wenig Torgefährlich-keit! Da wird es schwer, Spiele zu gewinnen.”

SC DHfK Leipzig gegen HSG Wetzlar 23:21 (14:12)

SC DHfK Leipzig: Vortmann 1, Putera – Semper 2, Rojewski 2, Jurdzs, Krzikalla, Binder 3, Janke, Pieczkowski 3, Kunkel, Roscheck, Weber 8/3, Rivesjö, Strosack 3, Meschke, Milosevic 1

HSG Wetzlar: Klimpke, Buric, Weber – Hermann 2, Kneer, Bjornsen 4, Pöter 4, Ferraz, Mirkulovski, Volentics, Holst 7/5, Schefvert, Kvist, Klesniks, Lindskog 4, Cavor 1

Siebenmeter: Leipzig 3/3 , Wetzlar 5/5
Zeitstrafen: Leipzig 4 Min, Wetzlar 4 Min
Zuschauer: 4039 Handballfans in der ARENA Leipzig

Foto: Franz Semper feierte gegen Wetzlar sein Comeback nach 5 Monaten Verletzungspause

Ergebnisdienst Bundesliga

15.11.2018 19:00
DKB Handball-Bundesliga, 13.Spieltag
  
Bergischer HC - THW Kiel 0 : 0
  
SC Magdeburg - TBV Lemgo Lippe 0 : 0
  
Füchse Berlin - MT Melsungen 0 : 0
  
TSV Hannover-Burgdorf - SG BBM Bietigheim 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 15.11.2018 07:46:09
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