Zwei Siege noch zum großen Glück?

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

1.Bundesliga
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Plötzlich ist alles anders. Oder doch nicht? Nach der überraschenden Niederlage der Rhein-Neckar Löwen gegen die MT Melsungen führt die SG Flensburg-Handewitt nun die begradigte Tabelle der DKB Handball-Bundesliga an und hat es am Sonntag ab 12.30 Uhr beim TuS N-Lübbecke und eine Woche später gegen FA Göppingen selbst in der Hand, zum zweiten Mal nach 2004 deutscher Meister zu werden.

Angesichts dieser Aussichten heißt es: die Füße auf den Boden bewahren. „Grundsätzlich hat sich für uns ja nichts geändert: Wir müssen nach wie vor die letzten beiden Spiele gewinnen“, stellt SG Trainer Maik Machulla klar. „Die sportliche Zielsetzung ist allerdings nun etwas anders. Es geht nicht mehr nur darum, den zweiten Platz abzusichern, sondern auch um die deutsche Meisterschaft.“

Die veränderten Vorzeichen waren am Freitagvormittag beim Training zu spüren. Schon in der Kabine war der Ausrutscher der Rhein-Neckar Löwen ein Thema. Interessant, dass es ausgerechnet der zukünftige SG Kreisläufer Johannes Golla war, der beim Stand von 23:24 für Melsungen den letzten Wurfversuch seines Gegenübers Hendrik Pekeler blockte. Die Ausgangslage ist pikant: Theoretisch könnte die SG schon am Sonntag Meister werden, nämlich wenn – ein Sieg in Lübbecke vorausgesetzt – die Füchse zeitgleich in Melsungen und die Löwen am Nachmittag gegen Ludwigshafen patzen. Allerdings ist auf der anderen Seite nicht ausgeschlossen, dass die SG auf den dritten Platz zurückfällt. „Wir schauen nicht nach unten“, erklärt Rasmus Lauge. „Wir wollen die Chance ergreifen und werden mit dem erhöhten Druck umzugehen wissen.“

Keine Frage: Die Stimmungslage ist eine andere bei der SG. Das beobachtete Maik Machulla am Freitag beim Training. „Die Mannschaft hat einen weiteren Schub bekommen“, berichtet er. „Nun geht es darum, dass sich diese zusätzliche Energie genau zum richtigen Zeitpunkt entlädt.“ Am Sonntagmittag wäre der richtige Zeitpunkt. Der TuS N-Lübbecke wird etwas dagegen haben. Er braucht jeden Zähler, um den Abstieg zu vermeiden. In Berlin unterlagen die Westfalen am gestrigen Donnerstag trotz guter Gegenwehr mit 20:26.

Die Statistik spielt keine Rolle, bietet aber einen Wink mit der SG Zukunft. Letztmals verloren die Nordlichter im Oktober 2009 in Lübbecke. Bester TuS-Schütze beim 31:28 war ein gewisser Michal Jurecki, der damals neun Treffer warf und sich 2019 der SG anschließen wird. Für Thomas Mogensen wird sich indes der Kreis schließen. Das letzte Auswärtsspiel im SG Trikot führt ihn an die Stätte, an der er im August 2007 seine Feuertaufe erlebte. Damals siegte sein Team mit 34:22 gegen den TuS, er kam in der letzten Viertelstunde zum Einsatz. Thomas Mogensen: „Es wäre ein Traum, mich mit der deutschen Meisterschaft von der SG zu verabschieden.“


Public Viewing. In der TSB-Vereinsgaststätte „Turner's“ kann die Partie in Lübbecke live verfolgt werden.
Fernsehen. Der Pay-TV-Sender „Sky“ steigt um 12 Uhr in die Berichterstattung ein.

Schiedsrichter. Fabian Baumgart (Altenheim) und Sascha Wild (Elgersweier).

 

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