Michael Müller im Pech: Mittelfußbruch

Foto: Hartung

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Michael Müller, Rückraumspieler der MT Melsungen, wird dem nordhessischen Handball-Bundesligisten voraussichtlich acht Wochen lang fehlen. Der Linkshänder brach sich im Training am Mittwochabend den linken Mittelfuß. Damit verliert Trainer Heiko Grimm eine seiner tragenden Säulen in Angriff und Abwehr.

Auf der Position im rechten Rückraum wird ab sofort Simon Birkefeldt, der erst zu Saisonbeginn zur MT kam, verstärkt gefordert sein. So bereits am Sonntag, wenn de Rotweissen beim Tabellennachbarn GWD Minden antreten müssen (16:00 Uhr, Kampa-Halle, Minden)

Laut Diagnose von Teamarzt Dr. Gerd Rauch (Kassel) handelt es sich um eine Mittelfußfraktur am 5. Strahl. Sie soll konservativ behandelt werden, was etwa acht Wochen in Anspruch nehmen wird. "Wir hoffen, die Verletzung auf diesem Weg ohne Operation in den Griff zu bekommen. Das wird sich aber erst nach weiteren zwischenzeitlichen Röntgenuntersuchungen zeigen. Die Knochen dürfen sich zum Beispiel nicht mehr verschieben", erklärt Dr. Rauch.

Trainer Heiko Grimm muss also praktisch bis zum Jahresende ohne den etatmäßigen Halbrechten auskommen. "Michael ist ein ganz wichtiger Spieler für uns, sowohl in der Abwehr wie auch im Angriff. Der ist nicht so einfach zu ersetzen. Seine Position wird jetzt natürlich vor allem Simon Birkelfeldt besetzen, der ja ohnehin geholt worden war, um hier für Entlastung und Alternativen zu sorgen. Dennoch müssen wir jetzt auch weitere Optionen ins Auge fassen. Etwa die, mit einem Rechtshänder dort zu agieren und mit zwei Kreisläufern. Es darf aber nicht zu kompliziert sein und wir werden auch nicht Hals über Kopf gravierende Umstellungen vornehmen. Zuerst gilt aber: Der Ausfall von Michael Müller ist eine Chance für Simon Birkefeldt. Darüber hinaus müssen jetzt aber auch alle anderen noch etwas zulegen", so der MT-Coach.

Michael Müller selbst ist einigermaßen frustriert: "Eine Verletzung kommt natürlich immer ungelegen. Noch dazu, wenn dadurch ein wochenlanger Ausfall droht. Das einzige Glück, welches ich habe, ist, dass es sich nicht um das Sprungbein handelt. Ich hoffe, dass keine Operation notwendig wird, erklärt der Rekonvaleszent.

As Profisportler trifft ihn die Verletzung besonders hart: "Ich übe meinen Beruf als Handballspieler sehr, sehr gerne aus und es ist nicht gerade angenehm, wenn man daran gehindert wird. Die nächsten Wochen werden für mich nicht einfach, das Laufen nur an Krücken hat mich schon in den ersten Stunden genervt. Sobald es mir möglich ist, will ich am Rande der Trainingseinheiten der Mannschaft wieder dabei sein".

Was sein Ausfall für die Mannschaft bedeutet, schätzt der 34-Jährige selbst so ein: "Wir sind ein Team, was zum Glück aus einem großen, leistungsstarken Kader besteht. Da sollte der Ausfall eines Spielers schon kompensiert werden können. Simon Birkefeldt ist außer mir der einzige gelernte Rückraumspieler als Linkshänder. Er wird jetzt getreu dem Motto 'Des einen Leid, des anderen Freud' ganz sicher viele Spielanteile bekommen, was ihm auch zu gönnen ist".

Vor ziemlich genau einem Jahr war Michael Müller schon einmal mehrere Wochen lang außer Gefecht. Damals brach sich der Routinier bei einem unglücklichen Sturz mit seinem Motorroller den Knöchel.

Am Sonntag steht für die MT in der DKB-Handball-Bundesliga das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn GWD Minden an (14.10., 16:00 Uhr, Kampa-Halle). Nur zwei Tage danach kämpfen die Nordhessen in Wetzlar im DHB-Pokal gegen die dortige HSG um den Einzug ins Viertelfinale (16.10., 20:00 Uhr, Rittal-Arena).

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