Startrekord eingestellt - beste Unterhaltung

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

1.Bundesliga
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Die SG Flensburg-Handewitt hat ihren zwei Jahre alten Startrekord eingestellt. Nach dem 29:21 (13:8) über den TVB 1898 Stuttgart liegt sie mit nunmehr 18:0 Punkten an der Spitze der DKB Handball-Bundesliga.

Die Partie begann mit einem 100-Sekunden-Angriff der Stuttgarter. Ein erster Einblick in die gegnerische Taktik! Torbjörn Bergerud vereitelte aber gleich zwei Mal ein Erfolgserlebnis. Lasse Svan vom rechten Flügel und Simon Hald vom Kreis sorgten für den ersten Jubel unter dem Dach. Für Jim Gottfridsson und kurz darauf Rasmus Lauge öffneten sich Lücken in der Mitte. 4:0 – ein Blitzstart entfachte mächtig Stimmung in der „Hölle Nord“. Satte acht Minuten dauerte es, ehe der Gast erstmals traf.

Ein paar Unaufmerksamkeiten verhinderten eine höhere Führung der Hausherren. Die Süddeutschen fanden in die Spur, verkürzten auf 5:4. Torbjörn Bergerud war zum Glück eine Versicherung: 13 Bälle parierte er bis zur Pause. Vorne begeisterte Rasmus Lauge mit einem Doppelschlag. 8:5! Magnus Röd kam und erzielte gleich ein Tor. Göran Johannessen betrat unter frenetischen Beifall das Spielfeld. Sein Debüt. Torbjörn Bergerud entschärfte einen Siebenmeter und feierte die Glanztat mit einem Urschrei. 30 Sekunden später hatte plötzlich Tobias Karlsson den Ball in der Hand und trabte auf das verwaiste Gehäuse der Stuttgarter. Er zelebrierte sein erstes Saisontor. Kein Schütze wird so gefeiert wie der Kapitän.

Fünf Treffer betrug der Vorsprung zur Pause. Der zweite Durchgang brachte gleich die nächste Premiere: Göran Johannessen fasste sich ein Herz. Der Ball schlug zum 14:8 in die Maschen ein. Die SG hatte in dieser Phase alles im Griff und zog auf 18:9 davon. Die Einstellung des Startrekords war zum Greifen nah. Eine ganz andere Bestmarke fiel in der 39. Minute: Magnus Jöndal kam – damit standen erstmals in der Vereinsgeschichte gleich vier Norweger für die SG auf dem Spielfeld.

„Die Nummer eins im Land sind wir“, skandierten die Fans. Aber Vorsicht! Zwei unkonzentrierte Minuten verursachten vier Gegentreffer. Maik Machulla trommelte beim 19:14 seine Jungs zusammen. Plötzlich war die Angelegenheit wieder harte Arbeit. Rasmus Lauge übernahm Verantwortung. Zehn Minuten vor Schluss hieß es 23:17. Allmählich durften die Siegesgesänge angestimmt werden. „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“

SG Flensburg-Handewitt – TVB 1898 Stuttgart 29:21 (13:8)

SG Flensburg-Handewitt: Bergerud (21/2 Paraden) – Karlsson (1), Golla, Hald (2), Glandorf (1), Svan (4), Wanne, Jeppsson, Jøndal (2/1), Steinhauser, Zachariassen (1), Johannessen (2), Gottfridsson (4), Lauge (9), Rød (3)

TVB 1898 Stuttgart: Bitter (10 Paraden), Maier (1 Parade, ab 52.) – Schimmelbauer (3), Häfner (3), Weiß (1), Schagen, Schweikardt (3/1), Späth, Röthlisberger (1), Schmidt (2), von Deschwanden (5), Baumgarten, Markotic

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Dodendorf); 

Zuschauer: 5930

Spielverlauf: 4:0 (8.), 5:2 (11.), 5:4 (17.), 6:5 (18.), 10:5 (22.), 11:6 (26.), 12:8 (29.) – 15:8 (35.), 18:9 (38.), 19:10 (39), 19:15 (43.), 20:16 (45.), 22:16 (47.), 22:17 (48.), 26:17 (51.), 27:19 (54.), 29:20 (57.)

 

 

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