Die Grün-Weißen Fans müssen tapfer sein

(Foto: Rainer Justen)

1.Bundesliga
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Eigentlich wollten die Männer des SC DHfK Leipzig mit einem Auswärtssieg vom Bergischen HC zurückkehren und dadurch den durchwachsenen Saisonstart relativen. Allerdings haben die Gastgeber eine eingespielte Mannschaft, die vergangenen vier Heimspiele mehr oder weniger klar gewonnen und respektable 12:4 Punkte gesammelt.

Sie nutzten das vorhandene Selbstvertrauen und gewannen das aktuelle Bundesligaspiel gegen den Tabellenachten der letzten Saison mit 27:23 (14:12) Toren. Dagegen mussten die körperkulturellen Handballer die 447 Kilometer lange Heimfahrt mit einer weiteren Enttäuschung im Gepäck antreten.

Der Bergische HC diktierte das Geschehen in der durchschnittlich gefüllten Uni-Halle von Wuppertal von Anfang an. Die Gastgeber führten vor dem Seitenwechsel mit 3:0, 4:3, 7:4, 9:7, 12:8 oder 14:10 Toren. Die Gäste kriegten vor allem Linus Arnesson in keiner Phase des Bundesligaspiels in den Griff. Der schwedische Nationalspieler initiierte fast jeden Angriff, gewann fast jeden Zweikampf, nutzte fast jede Gelegenheit und setzte neun Wirkungstreffer.

An seiner Seite überzeugten auch Csaba Szücs oder Arnor Thor Gunnarsson. Der slowakische Nationalspieler schweißte die einheimische Abwehr zu einem regelrechten Bollwerk zusammen, der isländische Nationalspieler erzielte sechs sehenswerte Tore, um danach – nach jedem Treffer – beinahe eine Ehrenrunde durch die Uni-Halle zu drehen. Die einheimischen Löwen zeigten Emotionen pur. „Wir hatten heute keine Schwächephase“, schätzte ihr Trainer Sebastian Hinze nach der Begegnung zufrieden ein.

Anders André Haber. Der Trainer der Leipziger kritisierte unter anderem seinen Rückraum. Zwar trafen Maximilian Janke (s. Foto) acht Mal und Franz Semper vier Mal, doch Niclas Pieczkowski und Philipp Weber scheiterten immer wieder am langen Christopher Rudeck im gegnerischen Tor. Der gesamte Rückraum des SC DHfK ließ in diesem Spiel insgesamt 17 Chancen liegen. „Das kann keiner kompensieren“, sagte der Verantwortliche der Grün-Weißen dazu. Dazu kamen noch fehlerhafte Abspiele oder ein vergebener Siebenmeter von Patrick Wiesmach. Selbst die Halbzeitpause schien keine Besserung zu bringen. Der Bergische HC marschierte weiterhin vorneweg. 16:12, 18:13, 20:16, 22:19.

Dann folgte die vielleicht beste Phase der körperkulturellen Handballer in der Partie. In der Mitte der zweiten Halbzeit konnten die grün-weißen Handballer gleich mehrere Angriffe der Gastgeber stoppen, konnten René Villadsen und Milos Putera im sächsischen Kasten einige Würfe parieren, erzielte Niclas Pieczkowski seinen einzigen Treffer zum zwischenzeitlichen 22:21 (51. Minute) aus einheimischer Sicht.

Doch die Löwen besaßen mit Linus Arnesson den überragenden Mann des Spiels. Der Schwede stellte beinahe im Alleingang den alten Vorsprung seiner Mannschaft wieder her. Er besorgte die Treffer 23, 25 und 26 seines Teams. Das daraus resultierende 26:21 machte den leidenden grün-weißen Anhängern in der Wuppertaler Sporthalle klar, dass der Sieger nur Bergischer HC heißen kann. Schließlich gewannen die Löwen das Ganze mit 27:23 Toren viel souveräner, als dieses Resultat sagt.

Trainer André Haber (SC DHfK Leipzig): „Herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg. Außer beim 0:0 stand es nie Unentschieden und wir lagen 60 Minuten zurück, sodass wir verdient verloren haben. Wir hatten heute einfach zu wenig Spieler, die eine gute Leistung abgeliefert haben. Einmal waren wir noch auf 22:21 dran in der zweiten Halbzeit, weil wir unsere Deckung stabilisiert haben und den Gegenstoß des BHC besser im Griff hatten. Aber in der ersten Halbzeit war unser Rückzugsveralten nicht genug für erste Bundesliga. Das war zu wenig, sodass uns der BHC enteilt ist und zu Recht gewonnen hat.“

Trainer Sebastian Hinze (Bergischer HC): „Es war ein sehr gutes Spiel meiner Jungs. Wir haben eine überragende Abwehr gespielt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Christopher Rudeck hat mit seinen Paraden seine große Stärke gezeigt, weil wir Leipzig nicht in Nahdistanz gelassen haben. Wir haben unheimlich stark im Innenblock gearbeitet und auch das Tempospiel war gut. In der zweiten Halbzeit decken wir so weiter, müssen dann aber gegen die bewegliche Leipziger Abwehr anrennen. Als wir etwas müde waren und vorne ein einfaches Tor benötigt haben, war Linus Arnesson zur Stelle. Ich glaube, es war eine der besten Abwehrleistungen, die wir jemals zu Hause gesehen haben.“

Statistik:

Bergischer HC gegen SC DHfK Leipzig 27:23 (14:12)

Bergischer HC: Rudeck, Rutschmann - Bettin, Darj (2), Petrovsky, Gunnarsson (6), Nippes (1), Majdzinski (2), Baena Gonzalez, Fraatz, Babak, Szücs (3), Arnesson (9), Boomhouwer (4), Stutzke, Criciotoiu

SC DHfK Leipzig: Villadsen, Putera - Semper (3), Wiesmach, Jurdzs (1), Krzikalla, Binder (3), Jahnke (8), Pieczkowski (1), Roscheck, Weber, Remke, Gebala (1), Milosevic (3), Santos (3/3)

Schiedsrichter: Simon Reich und Hanspeter Brodbeck

Siebenmeter: BHC / - Leipzig 3/4

Zeitstrafen: BHC 2 Min - Leipzig 8 Min

Rote Karten: Petrovsky (BHC/ 20. Min)

Zuschauer: 2180 Handballfans in der Uni-Halle Wuppertal

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