Angeschlagene Recken zu Gast in Stuttgart

Foto: Lächler

1.Bundesliga
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Zum Spiel am Donnerstag in der DKB Handball-Bundesliga heißt Sie der TVB Stuttgart herzlich willkommen. Begrüßen wollen hier in der SCHARRena auch die Mannschaft der TSV Hannover-Burgdorf und die mitgereisten Anhänger des Teams der Recken. Grüß Gott sagen wir auch den beiden Schiedsrichtern der heutigen Partie. Wir wünschen ihnen ein glückliches Händchen und „gut Pfiff“.

Der TVB Stuttgart benötigt Ihre Unterstützung mehr denn je. Zum einen geht es an diesem Donnerstagabend gegen einen überaus starken Kontrahenten, zum anderen sollten die WILD BOYS möglichst schnell wieder die Kurve kriegen, um sich Richtung Mittelfeld konzentrieren zu können. Erste gute Ansätze zeigte die Mannschaft bereits vor einer Woche trotz der 21:29 Niederlage beim Deutschen Meister und verlustpunktfreien Tabellenführer der DKB Handball-Bundesliga, der SG Flensburg-Handewitt. „Mit dem gebundenen Abwehrspiel war ich in der Flens-Arena sehr zufrieden“, bestätigte auch TVB-Trainer Jürgen Schweikardt die Fortschritte. Im Angriffsspiel sieht er allerdings deutlichen Verbesserungsbedarf: „Im Tempospiel haben wir einfach zu viele Fehler gemacht, auch die Rückraumwürfe müssen mit mehr Überzeugung kommen“, so der WILD BOYS Coach. Gelegenheit, dies alles besser zu machen, besteht gegen die TSV Hannover-Burgdorf.

Der Gast aus Niedersachsen musste in den letzten Tagen allerdings ein ganz knackiges Programm absolvieren. Den Auftakt machte das Heimspiel gegen den HC Erlangen (26:24) am letzten Sonntag, gefolgt von der Pokalbegegnung gegen den TBV Lemgo Lippe am Dienstagabend, ehe die Recken nun bereits zwei Tage später beim TVB 1898 Stuttgart wieder gefordert sind. „Keine Frage, das sind jetzt sehr wichtige Tage für uns, in denen wir alles geben müssen“, richtete Hannovers Trainer Carlos Ortega seinen Bick bereits nach dem Auswärtsspiel beim SC Magdeburg auf die kommenden Spiele.

Der Spanier in Diensten der Niedersachsen weiß, dass es für seine Mannschaft immens wichtig ist, erfolgreich in die danach anstehende Länderspielpause zu gehen. „Natürlich ist der Spielplan mit drei Begegnungen in fünf Tagen nicht optimal für uns, aber wir nehmen es so wie es ist und wollen die Aufgaben nacheinander abarbeiten.“ Der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen sieht die Ausgangslage von Niedersachsens Spitzenhandballern ähnlich. „Das sind drei Spiele in fünf Tagen, in denen wir in der Liga einen großen Sprung nach vorne machen und uns im DHB-Pokal für die Runde der letzten acht Mannschaften qualifizieren können. Beides sind lohnenswerte Ziele, die wir erreichen wollen.“

Sowohl Christophersen als auch Ortega wissen aber auch, dass die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung mit einer Verbesserung der Personalsituation einhergeht. „Die Belastung in den vergangenen Wochen war vor allem im Rückraum auf einige wenige Schultern verteilt. Es wäre gut, wenn wir da den einen oder anderen Spieler zurückbekommen könnten“, so Christophersen. Während sich das Comeback von Mait Patrail (Bandscheibe) und Torge Johannsen (Wade) wahrscheinlich noch länger hinziehen wird, gibt es Hoffnungen auf eine Rückkehr bei Evgeni Pevnov, Pavel Atman und Kai Häfner. „Wir werden nach wie vor kein Risiko eingehen, aber wenn eine Chance auf einen Einsatz besteht, werden wir diese auch ergreifen“, hofft Ortega auf eine kurzfristige Verbesserung der Personallage. Die Hoffnung bei dem Schwäbisch Gmünder Kai Häfner erfüllten sich zumindest gegen den HC Erlangen nicht, der russische Rückraumspieler Pavel Atman musste schon nach wenigen Minuten verletzt vom Feld. Trotzdem zeigten die Niedersachsen eine enorme Willensleistung und bogen die Partie in der Schlussphase noch um. Und gerade hier hatte Pevnov einen großen Anteil, der zusammen mit Ilija Brozovic ein starkes Kreisduo bildete. „Sicherlich würden uns die Optionen mit Häfner und Atman gut zu Gesicht stehen, aber wir haben auch volles Vertrauen in die anderen Spieler und unsere Nachwuchskräfte, die beispielsweise in Berlin und in Flensburg einen großartigen Job gemacht haben“, bemerkt Christophersen. Bester Torschütze der Niedersachsen in der laufenden Saison ist der Rechtsaußen Timo Kastening.

Egal in welcher Besetzung auch immer, für die Recken ist eines klar. Die kommenden Partien vor der Länderspielpause sind von hoher Bedeutung für Nieder-sachsens Spitzenhandballer. Das erste der drei Spiele am letzten Sonntag gewann die TSV Hannover-Burgdorf nach hartem Kampf mit 26:24 gegen den fränkischen Vertreter HC Erlangen, wobei vor allem in der Schlussphase Torhüter Urban Lesjak über sich hinaus wuchs und mit seinen Paraden den Erfolg der Recken gegen die Franken sicherte. Ein anderer Erfolgsgarant war auch die 4:2 Abwehrformation der Niedersachsen. „Wir sind auf alle Fälle vor diesem überaus starken Gegner gewarnt“, stellt TVB Stuttgart Coach Jürgen Schweikardt fest und weiter: „Wir werden aber alles dafür tun, um diese Partie für uns zu entscheiden und unseren Anhängern, die uns immer so hervorragend anfeuern, ein Erfolgserlebnis zu bescheren. Aber das wird natürlich sehr, sehr schwer.“ Auch eine Gelegenheit, die derzeit nicht so berauschende Statistik gegen die Gäste auszubauen. Nur eine der sechs Partien konnte der TVB für sich entscheiden. Nach der 29-21 Niederlage in Flensburg also der richtige Moment um eine Kehrtwende einzuleiten. Zwar ist der TVB mit Platz 12 in der Liga noch im Soll, dennoch möchte man mit den Rängen weiter unten so wenig wie möglich zu tun haben. Ein Sieg am Donnerstag wäre wichtig für die Gemüter, denn auf Hannover folgen mit Berlin und Magdeburg zwei Schwergewichte des deutschen Handballs.

Freuen Sie sich auf ein spannendes und faires Handballspiel.

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Ergebnisdienst Bundesliga

21.11.2018 16:30
DKB Handball-Bundesliga, 14.Spieltag
  
SC DHfK Leipzig - TSV Hannover-Burgdorf 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 21.11.2018 11:27:46
Legende: ungespielt laufend gespielt