HSG Konstanz geht mit neuer Leichtigkeit in Doppelspieltag

(Foto: Peter Pisa)

2.Bundesliga
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Vor dem ersten Doppelspieltag der Saison mit Partien am Freitag, 19.30 Uhr, in Saarlouis und am Sonntag, 18 Uhr, in eigener Halle gegen den ThSV Eisenach stand bei der HSG Konstanz die kritische Analyse der ersten drei knapp verlorenen Begegnungen im Vordergrund.

Vor allem aber war HSG-Cheftrainer Daniel Eblen bemüht, nach der Enttäuschung wieder Leichtigkeit und Spaß zurückzubekommen. Die Botschaft des A-Lizenzinhabers: „Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass wir in der stärksten zweiten Liga aller Zeiten mitspielen dürfen. Wir können wie im letzten Jahr etwas ganz Großes erreichen – und müssen nicht etwa etwas Schlimmes verhindern.“

Bei der Ursachenforschung für das knappe Nachsehen gegen Hildesheim ist dem HSG-Coach die nicht die gewohnte Sicherheit ausstrahlende Defensive nicht entgangen, gleichwohl relativiert er und führt dies vor allem auf die Probleme im Angriff zurück. „Dort tun wir uns gerade laufend schwer“, so Eblen. „Dass das Auswirkungen auf die Abwehr haben wird, war klar.“ Deshalb hat er die Trainingsarbeit umgestellt und den Fokus darauf gelegt, „Spaß am Handballspielen“ zu vermitteln. Im Angriff müsse wieder freier agiert werden, so der Wunsch des 42-Jährigen. Im Moment sei die Angst vor möglichen Fehlern in manchen Situationen zu spüren.

Stattdessen erinnert er daran, dass es etwas Besonderes für die HSG Konstanz ist, in der 2. Bundesliga zu spielen, etwas für das es sich im gesamten Umfeld lohne zu kämpfen und zusammenzustehen. Gerade recht kommt da der erste Doppelspieltag der Saison mit zwei Partien innerhalb von weniger als 48 Stunden. Allerdings haben es die Aufgaben in sich, denn obwohl Saarlouis ebenso wie Konstanz noch ohne Punktgewinn ist, so gelten die Saarländer vor allem in der eigenen Halle als schwer bezwingbar. Außerdem gilt die Mannschaft, die in dieser Saison den Sprung aus dem Abstiegskampf heraus in das gesicherte Mittelfeld anstrebt, nicht gerade als Lieblingsgegner der Gelb-Blauen. Zweimal ging die HSG als deutlicher Verlierer vom Platz (23:30 und 28:35).

„Es gibt Einfacheres als in Saarlouis zu bestehen“, gibt Eblen daher zu bedenken. „Wir haben gegen die HG im letzten Spieljahr nicht besonders gut ausgesehen, ebenso wie gegen Eisenach.“ Mit dem Schweden Julius Lindskog Andersson, Falk Kolodziej aus Balingen sowie dem Franzosen Artur Muller konnte sich die Mannschaft von Jörg Bohrmann gut verstärken und ist „zu Hause eine Macht. Saarlouis hat in wichtigen Spielen vor eigenem Publikum immer geliefert – und bisher – auch wenn die Ergebnisse noch nicht erfolgreich waren – gut gespielt. Eine spielstarke Mannschaft mit einer guten rechten Seite und aggressiven Abwehr.“

Nach der Rückkehr aus Saarlouis steht am Samstag schon die gemeinsame Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag um 18 Uhr gegen den ThSV Eisenach auf dem Programm. Bei der extremen Belastung könne sich die nun größere Breite im HSG-Kader eventuell bemerkbar machen, meint Eblen. Wie groß der Kader im Endeffekt tatsächlich sein wird, steht indes noch in den Sternen. Nach den beiden langfristigen Ausfällen von Michael Oehler und Fabian Schlaich ist Julius Heil ist im Training umgeknickt, Samuel Wendel musste aufgrund von Problemen mit seinem Knie kürzertreten und Tom Wolf lag mit einer schweren Erkältung flach. Immerhin ist Linkshänder Maximilian Schwarz wieder in den Trainingsbetreib eingestiegen, wird nach langer Pause aber noch einige Zeit bis zu seinem Comeback brauchen.

Nicht nur deshalb gilt die HSG Konstanz am Sonntag, 18 Uhr, gegen Ex-Erstligist Eisenach am Schänzle als krasser Außenseiter. Eblen: „Das ist eine Topmannschaft mit ganz gefährlichen Akteuren und viel Erfahrung.“ Aufgrund großen Verletzungspechs belegte Eisenach am Ende der vergangenen Saison lediglich den siebten Platz, nun hat der mit einem 1,4-Millionen-Etat operierende Traditionsverein aus Thüringen wieder größere Ziele und Ambitionen und möchte in den Kampf um den Aufstieg eingreifen. „Letzte Saison hat Eisenach mit dezimiertem Aufgebot sicher unter seinen Möglichkeiten gespielt“, sagt Eblen und rechnet mit dem ThSV auf den vorderen Plätzen.

Doch die Rolle als Außenseiter lag der HSG Konstanz gerade in der letzten Spielzeit wesentlich besser, als alle Teams aus den Top sechs bis auf Meister Lübbecke mindestens einmal besiegt wurden. „Wir müssen mit Selbstvertrauen da ran“, fordert Eblen und erklärt: „Das muss man sich erarbeiten und zwar jeder Einzelne. Selbstvertrauen kommt von innen. Jeder ist gefragt, sich seine kleinen Erfolgserlebnisse zu suchen und an sich zu arbeiten.“ Nach einer erstmals ungewohnt kurzen Vorbereitung mit vielen Verletzten hofft der Konstanzer Übungsleiter zudem auf die baldige Rückkehr der Automatismen, dass „die einfachen Sachen wieder funktionieren.“ Denn wenn diese nicht vorhanden sind, koste das ganze Spiel wesentlich mehr Kraft als ohnehin schon. „Und auch Pech und Glück spielen eine Rolle“, stellt er mit Blick auf zwei Ein-Tor-Niederlagen fest.

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