Serie des TUSEM reißt bei der HSG Konstanz

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Die Handballer des TUSEM Essen erwischten im Auswärtsspiel bei der HSG Konstanz einen rabenschwarzen Tag. Am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert mit 30:31 (14:17) geschlagen geben. Für den TUSEM war es die erste Niederlage nach sieben ungeschlagenen Spielen in Serie.

Die Essener fuhren motiviert in Richtung Bodensee, hatten sich für das Duell mit dem Tabellenletzten viel vorgenommen. Bereits am Vortag ging es nach Baden-Württemberg, wo sie ein Hotel in Donaueschingen bezogen. Nach dem Anschwitzen am Samstag ging es weiter in Richtung Schänzle-Halle, wo es heiß hergehen sollte.

Die Gastgeber wehrten sich von Beginn an und verlangten dem TUSEM alles ab. In einer offenen Anfangsphase konnten sich die Gäste durch Dennis Szczesny zwar eine kleine Führung erspielen, doch die hielt nicht lange. Im Gegenteil: Die HSG drehte das Ergebnis. Immer wieder waren es die beiden „Wölfe“, Maximilian Wolf im Tor und Tom Wolf im Rückraum, die der Mannschaft vom Bodensee Hoffnung machten. Aber der TUSEM blieb im Spiel, weshalb es nahezu im Gleichschritt in Richtung Pause ging. Allerdings ließen die Essener dann doch noch einmal abreißen. Wegen einiger technischer Fehler und Missverständnisse zogen die Hausherren leicht davon und erspielten sich einen Drei-Tore-Vorsprung zur Halbzeit. Besonders ärgerlich aus Sicht der Mannschaft von der Margarethenhöhe: Den letzten Angriff fingen die Württemberger ab, somit wurde nicht der Anschluss hergestellt, sondern der Rückstand größer.

Offensichtlich leicht verunsichert kam der TUSEM aus der Kabine. Konstanz hingegen schien im ersten Durchgang Selbstvertrauen gesammelt zu haben und setzte sich weiter ab. Dank der Treffer vom bärenstarken Max Schwwarz stand es plötzlich schon 19:15 (36.)! Spätestens jetzt war allen Essenern klar: das wir ein verdammt hartes Stück Arbeit. Aber die Gäste nahmen die Herausforderung und den Kampf an. Plötzlich lief es wieder etwas besser und schnell trafen sie durch einen verwandelten Siebenmeter von Tom Skroblien zum Ausgleich (21:21, 47.).

Mal wieder war klar, dass diese Begegnung spannend werden würde. Eine Schlussphase ohne Dramatik gibt es beim TUSEM nicht. Und dementsprechend war auch die Stimmung in der Halle: Die 1350 Zuschauer gaben alles und verwandelten die Schänzle-Halle in einen Hexenkessel. Und mit diesem Druck schienen die Gastgeber diesmal besser umgehen zu können. Denn während der TUSEM immer wieder einen Fehler einstreute, spielte es die HSG Konstanz clever aus. Mit den eigenen Fans im Rücken lief es wie am Schnürchen, während der TUSEM seinen Faden nicht mehr finden konnte. Als dann Felix Klingler das 31:29 besorgte, war die Partie endgültig entschieden.

„Wir haben in der 1. Halbzeit den Start verschlafen und waren in keiner Phase so dominant und so aggressiv in Abwehr. Konstanz hat mit sehr viel Emotionen und Tempo gespielt. Bei uns hat diesmal das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter nicht so geklappt, wie zuletzt. In der 2. Halbzeit haben wir das Abwehrsystem gewechselt und dann auch recht gut verteidigt. Wir kamen besser ins Spiel, haben aber leider verpasst nachzulegen. Kämpferisch war das in Ordnung, doch die Hypothek war letztendlich zu groß. Insgesamt haben wir zu schnelle und zu leichte Gegentore bekommen und verdient verloren. Das tut natürlich weh, denn wir hätten natürlich gerne das achte Spiel in Serie nicht verloren. Wir haben gemerkt, dass man gegen jeden Gegner verlieren kann, wenn man nicht seine Topleistung bringt. Jetzt müssen wir nach vorne schauen, um einen guten Jahresabschluss hinzulegen“, sagte TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach der Partie.

Für den TUSEM steht nun schon das nächste Auswärtsspiel auf dem Plan. Diesmal geht es zum Wilhelmshavener HV. Gespielt wird am kommenden Freitag (22.12.) um 20 Uhr in der Nordfrost-Arena.

HSG Konstanz – TUSEM Essen 31:30 (17:14)

HSG: M.Wolf, Poltrum; Schlaich, Riedel (1), T.Wolf (9/4), Krüger (2), Maiser-Hasselmann, Gässler (2), Jud (5), Löffler, Berchtenbreiter (2), Schwarz (8), Klingler (2), Heil.

TUSEM: Bliß, Mangold; Beyer (5), J.Ellwanger (4), Hegemann, L.Ellwanger (1), Roosna (1), Kintrup, Szczesny (6), Käsler (3), Ridder (2), Müller (4), Seidel, Skroblien (4/3), Zechel.

Siebenmeter: 4/4 – 5/3. Zeitstrafen: 1 – 3.

Schiedsrichter: Lier/Lier (Fellbach)

Zuschauer: 1350

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