HSG Konstanz freut sich auf Superball und volle Halle

(Foto: Peter Pisa)

2.Bundesliga
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Superball, der Tag, der in Konstanz einmal im Jahr für „ganz besondere Emotionen sorgt“, wie Daniel Eblen erzählt. Der Cheftrainer der HSG Konstanz beobachtet von Tag zu Tag eine ansteigende, besondere Stimmung vor einem der absoluten Saisonhighlights.

Die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt, die Atmosphäre elektrisierend und der Gegner hochattraktiv: Die Zutaten für das fünfte Großevent zusammen mit dem SV Allensbach versprechen wieder ein unvergessliches Ereignis für alle Beteiligten und Zuschauer. Und nicht zuletzt lockt, da Aue gegen den Tabellenführer Bergischer HC antreten muss, der erneute Sprung auf die Nichtabstiegsplätze. Das zieht die Fans wieder in Massen an, denn bereits bis Mittwoch wurden im Vorverkauf über 1.200 Tickets abgesetzt. Die Tageskassen am Samstag öffnen ab 14 Uhr.

Doch der Gegner, der zum Topevent erwartet wird, ist ein echtes Handball-Schwergewicht und eine Institution in der 2. Bundesliga: der TV Emsdetten. Die aktuelle Saison ist bereits die 31. im Bundesliga-Unterhaus für den Verein aus der 36.000-Einwohner-Stadt. Das Superball-Match ist so schon das 1.010. Zweitliga-Spiel in der Geschichte des Traditionsvereins. Mit der Gesamtbilanz von 1.073:945 Punkten rangiert der TV Emsdetten zudem unangefochten auf Platz 1 der Ewigen Tabelle der 2. Liga. In der Saison 2013/14 durften die Münsterländer sogar ein Jahr lang Erstliga-Luft in der „stärksten Liga der Welt“ schnuppern. Beflügelt von der besonderen Atmosphäre beim Superball gelangen der HSG Konstanz in bislang vier Duellen jedoch vier Siege. Allerdings stellt sich nun eine sehr eingespielte und erfahrene Mannschaft mit herausragenden Individualisten in Konstanz vor.

Torwart Konstantin Madert hütete schon für Erstligist GWD-Minden den Kasten, sein Backup Mark Ferjan ist slowenischer Jugend-Nationalspieler, der zuletzt zum erweiterten Erstliga-Kader der Füchse Berlin gehörte. Spiritus Rector der Mannschaft ist Merten Krings. Der 28-Jährige glänzt regelmäßig als Vollstrecker (146 Saisontore) und spielstarker Regisseur gleichermaßen. Davon profitieren besonders Linksaußen Dirk Holzner, mit 175 Treffern fünftbester Werfer der 2. Bundesliga, und der zwei Meter große niederländische Nationalspieler Jasper Adams (127 Tore). Dazu kommt am Kreis Andre Kropp (33), der schon in Lemgo und Essen in der 1. Bundesliga gespielt hat. „Das ist eine richtig starke Achse mit super Einzelspielern“, warnt Daniel Eblen und ergänzt: „Dazu kommt mit Daniel Kubes einer der besten Trainer der Liga.“ Kubes ist der Star der Mannschaft und betreut neben dem TVE auch die tschechische Nationalmannschaft, für die er als Spieler selbst 210 Tore in 140 Länderspielen erzielte. Der ehemalige Kreisläufer gewann so ziemlich alles, was es zu gewinnen gibt, wurde Deutscher Meister und Champions-League-Sieger mit dem THW Kiel, Weltpokal-Sieger, zweimal Europapokal-Sieger, Schwedischer Meister, zweimal Deutscher Pokalsieger und Deutscher Supercup-Sieger. In 289 Bundesligaspielen brachte er es auf 313 Tore.

Respekt hat man vor Emsdetten in Konstanz aber vor allem aufgrund der vergangenen drei Duelle, die alle klar an die Westfalen gingen. Eblen: „Bisher haben wir gegen Emsdetten nie gut ausgesehen.“ Neben einer eher ungewöhnlich interpretierten 6:0-Abwehr beherrscht die Kubes-Equipe auch eine aggressive 3:2:1-Variante und sei damit genauso variabel wie im Angriff, macht der HSG-Coach klar. Da braucht es schon einen außergewöhnlichen Tag für ein Konstanzer Erfolgserlebnis – und der Superball bietet dafür beste, ganz besondere Voraussetzungen. „Der Superball ist für uns immer etwas Großes“, freut sich der 43-Jährige und sagt: „Wenn schon bei den Spielen am Nachmittag die Halle gut gefüllt ist und eine richtig gute Stimmung herrscht, weiß man, dass am Abend die ganze komplett gefüllte Halle hinter uns steht.“ Eine positive Leistungsbeeinflussung nennt das der A-Lizenzinhaber, vor allem aufgrund der vielen Emotionen, die in der Vergangenheit für die makellose Superball-Bilanz gesorgt haben. Eblen: „Wir gehen mit ganz viel Bock da rein.“

Denn nach wie vor zählt jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt und ein Erfolg könnte das Vorrücken in die sichere Zone bedeuten. Ob es am Ende reicht, wird Daniel Eblen gerade bei fast jeder Begegnung in der größten Stadt am Bodensee gefragt. Der Familienvater lacht: „Ob es reicht, werden wir am Ende sehen. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir es schaffen können. Unser Weg ist der Zusammenhalt, positive Emotionen und ein breiter Kader.“ Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um für die nötigen Überraschungen und Punkte zu sorgen. Zumal der Rückhalt der Stadt und Fans dazukommt. Knapp 5.000 Fans fieberten bislang bei vier Rückrundenspielen mit. Am Samstag wird die „Schänzlehölle“ wieder aus allen Nähten platzen.

Parkplätze

Aufgrund des großen Zuschauerandrangs bitten die Veranstalter – neben den nicht ausreichenden Parkplätzen direkt an der Schänzle-Sporthalle – dringend auf den Großparkplatz am Bodenseeforum auf der nördlichen Seite der Schänzlebrücke auszuweichen.

Foto: "Wir gehen mit ganz viel Bock da rein": Fabian Schlaich und Michael Oehler sind heiß auf den Bundesliga-Superball vor vollem Haus.

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