HC Elbflorenz verliert unglücklich in Hildesheim

(Foto: Uwe Serreck)

2.Bundesliga
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Es war ja fast schon vorauszusehen. Hildesheim und Dresden schrieben ein neues spannendes Kapitel in ihrer sportlichen Vergleichsgeschichte. Aus Dresdner Sicht bleiben die Partien gegen die Eintracht weiterhin etwas Besonderes, auch wenn diesmal die Niedersachsen den „Greß-Moment“ durch Savvas Savvas hatten.

Der HC musste in Hildesheim leider auf Sebastian Greß, René Boese und Mario Huhnstock verzichten. Diese Spieler hätte den Sachsen an diesem Tag sicherlich gut getan. Die Dresdner konnten erst in der 5. Minute durch Robin Hoffmann (1:1) ihren 1. Treffer erzielen. Vorher waren sie schon zweimal an Eintracht Keeper Paul Twarz gescheitert, der mit 7 Paraden eine sehr starke 1. Hälfte zeigte und oft ein besseres Ergebnis für die Dresdner verhinderte. Mit der Anfangsphase war HC-Trainer Christian Pöhler (s. Foto) dann auch sehr „unzufrieden“. Zudem waren noch keine 10 Minuten gespielt und der HC musste schon zweimal in Unterzahl agieren. Dies taten die Dresdner allerdings zunächst sehr gut, denn aus keinem der drei Überzahlspiele der Eintracht in der 1. Halbzeit, erwuchs den Hausherren ein entscheidender Vorteil. Da die Hausherren zusätzlich teilweise auch sehr fehlerhaft agierten, blieb der HC im Spiel. Nach 18 Minuten stand es durch einen Kretschmer-Treffer von Halblinks 6:6. Danach konnte sich die Hausherren erstmals auf drei Tore absetzten (9:6). Zwei Treffer des starken Hildesheimer-Toptorschützen Savvas Savvas und ein Treffer von Maurice Lungela stellten diesen Zwischenstand her. Allerdings ließ sich der HC nicht so leicht abhängen, steigerte sich und schaffte es zu Halbzeit sogar das Spiel ausgeglichen zu gestalten (11:11). Dabei profitierten die Sachsen von einer verbesserten Abwehrarbeit und leichten Fehlern des Gegners.

Die 2. Halbzeit begann schlecht für den HC und sollte auch zunächst nicht großartig besser werden. „Wie so oft verschlafen wir den Beginn der 2. Halbzeit“ sagte HC-Coach Pöhler nach der Partie. Innerhalb von 11 Minuten gaben die Dresdner die Partie defacto fast schon ab. Als Daniel Zele aus der schnellen Mitte heraus, nach zwei Hildesheimer Treffer, zum 13:12 traf, sollte das 8 Minuten lang der letzte Treffer der Gäste gewesen sein. In der Folge gelang es dem HC nicht das Hildesheimer Angriffsspiel einzudämmen. Sogar eine doppelte Überzahl verloren die Sachsen letztendlich mit 0:1 (16:12). In den weiteren Minuten konnten die Hausherren den Vorsprung sogar auf 5 Tore ausbauen (18:13). Die Dresdner bekamen die Achse Savvas, Tzoufras und John nicht in den Griff. Als Robin John in der 53. Minute zum 23:17 traf, schienen alle Messen gelesen. Dabei war es ab der 45. Minute vor allem HC-Linksaußen Julius Dierberg, der den HC im Spiel hielt. Dieser Julius Dierberg wäre in der Schlussphase dann auch fast zum Helden aufgestiegen. Nach dem Treffer zum 23:17 ging auf einmal ein Ruck durch das Dresdner Team. Zudem hatte der HC in der Schlussphase seine Abwehr sehr offensiv ein (3:2:1) und hatte damit zunehmend Erfolg. Des Weiteren zeigte sich bei den Hausherren ein in dieser Saison typisches Phänomen, sie kamen in der Schlussphase ins schlingern. Der HC traf jetzt dreimal in Folge, zweimal Kammlodt und einmal Dierberg waren erfolgreich. Die HC-Abwehr kämpfte zudem bis zum Umfallen um jeden Ball. Im Angriff agierte man jetzt häufig im 7 gegen 6. Hildesheim konnte nur kurz durch Savvas Savvas zum 24:20 zurückschlagen. Danach schaffte es der HC erneut viermal in Folge zu Treffen. Als der in der Schlussviertelstunde überragende Julius Dierberg aus schwierigem Winkel zum 24:24 traf, waren noch 15 Sekunden zu spielen. Hildesheim nahm die Auszeit und das Unheil danach seinen Lauf, denn Savvas Savvas, wer sonst, traf mit der Schlusssirene aus leicht rechter Rückraumposition per Sprungwurf zum 25:24 für die Heimmannschaft. Besonders tragisch, Roman Becvar hatte kurz zuvor den Hildesheimern fast den Ball geklaut und „es war außerdem nur schwer nachzuvollziehen, für was der letzte Freiwurf war und ob er an der richtigen Stelle ausgeführt wurde“, sagte Christian Pöhler nach dem Spiel.

Fazit: „25 gute Minuten reichen eigentlich bei keinem Gegner in der 2. Liga für Punkte. Hier hätten heute sicherlich 35 oder 40 gereicht. Aufgrund des der esten 45 Minuten haben die Hausherren sicher nicht unverdient gewonnen, aber im Blick auf die sehr starke Schlussviertelstunde hätten wird durchaus einen Punkt verdient gehabt.“, so beschrieb Christian Pöhler seine Gefühlslage nach dem Schlusspfiff. Ein fast schon verloren geglaubtes Spiel hatte der HC 15 Sekunden vor Schluss doch noch egalisiert. Dann kam aber der beste Torschütze der Liga und machte mit einem Wurf in der Schlusssekunde alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte. Gemessen am Spielverlauf geht der Sieg für Hildesheim durchaus in Ordnung. Gemessen an der tollen Aufholjagd und Moral der Dresdner, ist die Niederlage natürlich die brutalst mögliche.

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