Gallier kassieren Pleite im Erzgebirge

(Foto: Bernard Moschkon)

2.Bundesliga
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Auch am vierten Doppelspieltag schafft es der HBW Balingen-Weilstetten nicht, beide Spiele zu gewinnen. Nach dem starken Heimauftritt gegen die DJK Rimpar Wölfe ging die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle beim akut abstiegsbedrohten EHV Aue völlig unter und muss mit einer 28:21(13:11)-Niederlage die Heimfahrt antreten.

„Wir waren über das ganze Spiel hinweg sehr lethargisch und hinten dran“, war das vernichtende Fazit von HBW-Trainer Jens Bürkle (s. Foto) in der abschließenden Pressekonferenz. Er selber hatte aus seiner Sicht alles versucht, um dem Spiel eine Wende zu geben, aber egal, was er auch machte, nichts hat gezogen. Nach nur acht Minuten, beim Rückstand von 5:1 zog er bereits seine erste Grüne Karte für die Auszeit, um seine Jungs wachzurütteln. Man hatte das Gefühl, dass sie mit dem Bus zwar in Lößnitz angekommen waren, aber vergessen hatten auszusteigen. Sie waren mental einfach nicht auf der Platte. Viel geholfen hat es allerdings nicht, den bereits im nächsten Angriff wurde ihnen der Ball erneut abgeluchst und schon stand es 6:1 (10. Min.).

Erst nach dem 8:3 in der 14. Spielminute zogen die Umstellungen von Bürkle. Die 5/1-Abwehr funktionierte besser und der zuvor schon starke Torhüter Marouèn Maggaiz konnte immer wieder erfolgreich abwehren. Nach einem 3:0-Lauf der Schwaben, den Lukas Saueressig zum 8:6 abgeschlossen hatte, waren die Hausherren an der Reihe eine Auszeit zu nehmen. Die Balinger waren aber jetzt zumindest ein gleichwertiger Gegner und hatten kurz vor der Halbzeitpause auf 12:11 verkürzt. Mit einem Mann weniger auf der Platte, Tobias Wagner musste für zwei Minuten auf die Bank, kassierten sie aber noch das 13:11 und mit dem gings in die Kabinen.

Was zu Beginn der zweiten Hälfte passiert ist, lässt sich nur schwer erklären und hat Trainer Jens Bürkle zur Weißglut getrieben. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff sorgten die Hausherren für einen zahlenmäßigen Ausgleich, weil sie ebenfalls eine Zeitstrafe kassierten. Vom Anpfiff weg in Durchgang zwei hatten die Balinger die Chance zum Ausgleich. Die beiden Unparteiischen verhängten gegen Aue eine weitere Zeitstrafe und einen Strafwurf. Gregor Thomann ließ die 7-m-Chance allerdings ungenutzt und im Gegenzug kassierte der HBW das 14:11. In doppelter Überzahl kassierten die Schwaben das 15:11 und als es nach nicht einmal vier Minuten in der zweiten Hälfte bereits 17:12 stand, holte Bürkle seine Jungs erneut zusammen. Gebracht hat es nicht viel bis gar nichts, denn Fehlwürfe und Ballverluste reihten sich, ähnlich einer Perlenschnur, aneinander.

Bis zur 48. Minute hatte der HBW gerade mal drei Tore im zweiten Durchgang erzielt und nachdem auf der Anzeigentafel beim Stande 24:14 der erste 10-Tore-Rückstand prangte, versucht Bürkle, nach dem auch seine dritte Auszeit für die Katz war, mit dem 7. Feldspieler das völlig Desaster zu verhindern. Diese Maßnahme funktionierte halbwegs und die Tordifferenz wurde nicht mehr größer. Die 28:21-Niederlage, die am Ende auf der Anzeigentafel zu lesen war, ist allerdings alles andere als ein Ruhmesblatt in der Geschichte des HBWs.

Die Mannschaften
EHV Aue: Radek Musil, Robert Wetzel, Erik Töpfer (TW); Marcel Schäfer, Eric Meinhardt 8/3, Sebastian Naumann, Kevin Roch 2, Bengt Bornhorn 1, Benas Petreikis 3, Mindaugas Dumcius 5, Janar Mägi 6, Jan Faith 2, Alexander Koke, Phillip Jungemann, Sebastian Paraschiv, Marc Pechstein 1;

HBW Balingen-Weilstetten: Marouèn Maggaiz, Jonas Baumeister (TW); Moritz Strosack 1, Christoph Foth 1, Tobias Wagner 1, Matthias Flohr 4, Jannik Hausmann, Gregor Thomann 5/2, Lars Friedrich 2, Tim Nothdurft, Daði Runarsson 3, Oddur Grétarsson 2, Martin Strobel 1, Jona Schoch, Valentin Spohn, Lukas Saueressig 2;

Zeitstrafen: EHV 5, HBW 3;

Strafwürfe: EHV 4/3, HBW 3/2;

Nächstes Spiel:
HBW Balingen-Weilstetten – HSG Nordhorn-Lingen, Samstag, 28. April, 19 Uhr, SparkassenArena in Balingen.

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