Eintracht steigt trotz Last-Minute-Punkt in die 3. Liga ab

(Foto: Uwe Serreck)

2.Bundesliga
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Am 35. Spieltag und genau ein Jahr nach dem Zweitligaaufstieg bei der Relegation in Hagen steigt Eintracht Hildesheim nach einem 25:25-Unentschieden gegen die HG Saarlouis wieder in die 3. Liga ab.

Im vorletzten Heimspiel gegen den schon sicheren Absteiger aus dem Saarland waren die Ausfälle im Eintracht-Team im Verlauf der Partie deutlich zu spüren. Vor allem Kapitän Robin John fehlte als Gestalter im Angriffsspiel. Doch die Hildesheimer machten sich vor allem in zweiten Durchgang mit einer Vielzahl von technischen Fehlern das Leben selbst schwer und brachten sich so um einen möglichen Sieg. Dennoch war die Energieleistung in der Schlussphase beachtlich, denn Eintracht drehte einen 21:25-Rückstand Sekunden vor dem Ende in ein 25:25-Unentschieden. "Auch wenn wir heute handballerisch durch die vielen Ausfälle einige Schwächen gezeigt haben, hat die Mannschaft großen Charakter und Einsatz gezeigt" sagte Trainer Gerald Oberbeck nach dem Spiel. Dennoch war der eine Punkt zu wenig, um eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

Nach der schweren Verletzung von Kapitän Robin John führte Lukas Schieb die Mannschaft in die Volksbank-Arena und übernahm auch direkt die Rolle in der Rückraummitte. In einer unterdurchschnittlichen Zweitligapartie konnte sich keines der beiden Teams wirklich absetzen. Jakub Lefan hielt im Hildesheimer Tor gleich mehrere Bälle, auf der anderen Seite konnten seine Teamkollegen den Ball aber auch nicht am HG-Torhüter Patrick Schulz vorbeibringen. Überhaupt den ersten Treffer der Partie erzielte Radek Doležel für Eintracht nach fünf Minuten. Nachdem Matteo Ehlers und Dennis Weit für Eintracht zum 9:7 und 10:8 getroffen hatten, kam Eintracht aus dem Tritt. Einen Vier-Tore-Lauf der Gäste zum 10:12 konnte Savvas Savvas per Siebenmeter nur zum 11:12-Pausenstand verkürzen. "Wir haben im Laufe der ersten Hälfte unser Spiel etwas umgestellt, dann lief es für uns besser" sagte Saarlouis-Trainer Philipp Kessler.

Nach der Pause blieben beide Teams zunächst bis zum 39. Minute auf Augenhöhe. Nach dem 16:16 aber begannen sich die Fehlpässe und Ballverluste im Hildesheimer Spiel zu häufen. Saarlouis nutzte diese Schwächen gnadenlos aus und war sich spätestens beim 21:25 in der 52. Minute sicher, dass man in Hildesheim würden den ersten Auswärtssieg der Saison feiern können. Doch die Eintracht-Mannschaft, die trotz der Fehler noch stark vom Publikum unterstützt wurde, zeigte jetzt Kampfgeist und wollte sich gegen eine weitere Heimniederlage unbedingt stemmen. Gerald Oberbeck brachte den A-Jugendlichen Leon Krka ins Tor, der seinen Kasten fortan sauber hielt. Zudem Julius Heil und Savvas Savvas ihr Team trotz einer zwischenzeitlichen Unterzahl auf 24:25 heran. In den verbleibenden 30 Sekunden in Ballbesitz blieben den Gästen aber bei einer Chance aber Torerfolg und Freiwurf verwehrt, sodass die Hildesheimer noch einmal zum Zug kamen. Dimitri Ignatow konnte sechs Sekunden vor der Schlusssirene die Chance nutzen und erzielte den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich.

Jakub Lefan (s. Foto/1), Leon Krka - Jost Brücker, Lukas Schieb (3), Jacob Nelson, Julius Heil (4), Maurice Lungela, Dimitri Ignatow (3), Niko Tzoufras, Fynn Wiebe, Radek Doležel (2), Dennis Weit (1), Fin Backs, Matteo Ehlers (2), Savvas Savvas (9/4), Norman Kordas

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