Eigengewächs Kai Mittendorf kehrt zurück

Foto: Peter Pisa

2.Bundesliga
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Ein echtes HSG-Eigengewächs kehrt nach Konstanz zurück: Kai Mittendorf wird nach zwei Jahren in Freiburg in der kommenden Saison sein Comeback in der eben erst direkt wieder in die viertklassige Oberliga Baden-Württemberg aufgestiegenen U23 feiern.

Neben seiner Rolle als Führungsspieler für die jungen Talente in der Zweitligareserve wird er als hauptamtlicher Sportwissenschaftler bei der HSG Konstanz eingestellt, der sich vor allem um den Sport-Garten kümmern und als Jugendtrainer wirken soll.

Die Freude darüber im Konstanzer Lager ist groß, nachdem es im Sommer 2016 nach neun gemeinsamen und sehr erfolgreichen Jahren einen sehr emotionalen Abschied gegeben hatte. Als einer der Leistungsträger hatte er großen Anteil an der Süddeutschen Meisterschaft der HSG und dem Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga. Dabei war die Deckung im Zusammenspiel mit den Torhütern das Prunkstück der HSG – und Kai Mittendorf Abwehrchef des Konstanzer Bollwerks. Nach zwei Jahren in Freiburg, wo der 25-Jährige nach seinem in Konstanz abgeschlossenen Sportwissen-schaft-Studium als Sporttherapeut in einem Therapiezentrum arbeitete, kehrt der gebürtige Konstanzer zusammen mit seiner Freundin in seine Heimat zurück.

Mit einem „total schönen Gefühl“, wie er lächelnd erklärt. „Meine Familie wohnt hier und viele alte Freunde spielen noch bei der HSG“, sagt Kai Mittendorf und fügt an: „Die ersten Trainingseinheiten mit den Jungs waren richtig schön.“ Es fühlt sich alles gut an für den flexiblen Allrounder, der zuletzt in der Südbadenliga bei er SG Waldkirch/Denzlingen gespielt hatte. Nicht nur als Abwehrchef, sondern auch als Regie führender Mittelmann, der geschickt die Fäden zog. So gut, dass er als überragender Akteur in den beiden Duellen gegen Konstanz seine künftigen Mannschaftskameraden mit einem Sieg und einem Remis fast um den Aufstieg gebracht hätte.

Andre Melchert freut sich nun sehr über die Rückkehr des 1,88 Meter großen Kraftpakets, das neben allen Rückraumpositionen auch am Kreis eingesetzt werden kann. „Kai ist ein Eigengewächs, das vor seinem Abschied unsere Abwehr zusammengehalten hat“, sagt der Sportliche Leiter der HSG. „Er hat in Waldkirch eine Führungsrolle übernommen und auch viel und sehr gut im Angriff gespielt.“ Auch in Konstanz sind ihm Führungs-aufgaben in der mit einem Altersschnitt von unter 21 Jahren extrem jungen Oberliga-Mannschaft zugedacht. Sein künftiger Trainer ist voll des Lobes über seinen neuen Schützling, mit dem er zusammen den Zweitliga-Aufstieg auf dem Spielfeld realisiert hat. „Kai war in der 3. Liga eine tragende Säule in der Abwehr“, so Matthias Stocker. „Er kann den Jungs mit seiner Erfahrung helfen und passt super in unsere auf schnelles Umschaltspiel ausgelegte Philosophie. Er ist eine große Verstärkung für unsere junge Mannschaft.“ Denn, so der 30-Jährige weiter, „von ihm können sich die jungen Talente einiges abschauen und er wird helfen, sie weiter zu verbessern.“

Verbessern soll der Sportwissenschaftler auch den sehr erfolgreichen Jugendbereich der HSG. Einerseits wird er den Sportgarten der HSG Konstanz hautamtlich betreuen und dort in zehn Konstanzer Kindergärten die motorische und soziale Förderung der Kinder mit allgemeiner Bewegungsschulung und Ballkoordination entwickeln. Außerdem wird er den Handball-Sportgarten leiten und als Jugendtrainer bei der HSG sowie im Rahmen der Handball-Camps wirken. „Wir wollen Spaß an Bewegung vermitteln“, strahlt Mittendorf selbst, wenn er von seiner Arbeit mit den Kindern erzählt. Mittendorf: „Ich freue mich einfach, wieder ein Teil der HSG und in der Jugendarbeit eingebunden zu sein, mit den Jungs zu spielen, mit Matze als Trainer zu arbeiten und der jungen Mannschaft zu helfen.“

In der Halle, in der er eine Drittliga-Meisterschaft und drei Titel mit der zweiten Mannschaft feierte sei es wie „nach Hause kommen“, meint Mittendorf. „Ich wurde ganz früh als A-Jugendlicher in die Erste integriert, das vergisst man nicht“, hebt er hervor, der damit für den Konstanzer Weg steht wie kaum ein anderer. Früh gefördert, ist er dem Verein sehr dankbar und möchte nun etwas zurückgeben und weitere Erfolge feiern. Für die Jugend-spieler der HSG Konstanz ist er dabei ein großes Vorbild und ein Paradebeispiel dafür, wie sehr die HSG auf eigene Talente setzt, die später darüber hinaus in verantwortlicher Stellung eingebunden werden.

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