Bittere Niederlage für Dresden

2.Bundesliga
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Wenn du einmal unten stehst in der Tabelle, dann kommst du oft in Situationen in denen Kleinigkeiten gegen dich laufen und diese große Wirkungen haben. So ging es dem HC leider in Nordhorn. Christian Pöhler sagte nach dem Spiel: „So ist es halt in dieser Liga, du kannst 59 Minuten und 50 Sekunden ein couragiertes Spiel machen und am Ende stehst du mit leeren Händen da.“

Der HC spielte eine gute 1. Halbzeit und schaffte es sich auch immer wieder aus schwierigen Situationen zu befreien. Mit entscheidend war vielleicht auch der Start, denn die Sachsen führten in der 2. Minute mit 0:2. Getroffen hatten Tim-Philip Jurgeleit von Linksaußen und Spielmacher Roman Bečvář aus dem Rückraum. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit gelang es der HSG Nordhorn-Lingen nie die Führung zu übernehmen. Die HSG tat sich gegen die kompakte Dresdner Deckung lange schwer. Was auch an einem stark haltenden Mario Huhnstock lag. So hatte es die HSG vor allem den wurfgewaltigen Georg Pöhle zu verdanken, dass man im Spiel blieb. Er war der nicht nur wegen seiner 8 Treffer der beste Feldspieler des Heimteams an diesem Tag. Auf Seiten der Sachsen war es Nils Kretschmer, der seine zunehmenden Einsatzzeiten aus dem Rückraum und vom Siebenmeterpunkt nutzte. Er traf an diesem Tag 9 mal. Dass er in der Schlussphase dann einer der tragischen Helden wurde tut seiner Leistung keinen Abbruch. Zumal er auch in der Abwehr erneut ein ordentliches Spiel machte. Kurz vor der Halbzeit hatten sich die Dresdner einen 10:12 Vorsprung erspielt, scheiterten dann aber mit viel Pech von Rechtsaußen das 10:13 nachzulegen. Der Ball tuschierte Latte sowie Pfosten, ging aber nicht ins Tor. Im Gegenzug traf auch die HSG nicht, der zurückspringende Ball sprang aber Kreisspieler Toon Leenders genau in die Arme und er traf zum 11:12.

Die 2. Halbzeit wogte hin und her ohne dass sich ein Team absetzen konnte. Beide Mannschaften hatten zunächst Probleme bis zur 40. Minute eine Linie zu finden. Christian Pöhler sagte zu dieser Phase: „Nach dem Beginn der 2. Halbzeit war irgendwie schon klar, dass es lange eng bleiben würde.“ In der 37. Minute gelang der HSG dann erstmals eine Führung im Spiel durch Julian Possehl (14:13). Die Dresdner ließen sicher aber auch davon nicht abbringen und überstanden im weiteren Verlauf mehrere Unterzahlsituationen bzw. lösten ihre eigene Überzahlzeiten besser als zuletzt. Als Robin Hofmann in der 53. Minute von Außen in Überzahl zum 20:21 traf und sich nach einer Huhnstockparade Marc Pechstein zum 20:22 durchtankte, schien alles möglich. Allerdings traf Nordhorn postwendend per schneller Mitte zum 21:22 und nach einem Fehlpass des HC an den Kreis zum 22:22. Luca de Boer zeigte dabei am Kreis eine starke artistische Einlage. Die mehr als 2000 Zuschauer hielt es natürlich nicht mehr auf den Sitzen. Und dann passierte das, was man schon so oft erlebt hat. Nils Kretschmer hatte alle seine Strafwürfe vorher sicher verwandelt. Doch nun trat er an und scheiterte am späteren Matchwinner im HSG-Tor Bart Ravensberger. Anschließend kassierte der HC von Linksaußen das 23:22 und musste etwas mehr als 20 Sekunde vor dem Ende nach Zeitspiel den Ball abgeben. Die HSG Nordhorn nahm anschließend 19 Sekunden vor dem Ende die Auszeit. Die folgende Manndeckung der Gäste provozierte dann den Fehler der Nordhorner und nach einem finalen Pass lief HC-Linksaußen Julius Dierberg alleine auf Ravensberger zu. Der hielt dann 9 Sekunden vor dem Schlusspfiff spektakulär diesen freien Wurf und rettete seinem Team den Doppelpunktgewinn. Der Rest war riesiger Jubel des HSG-Teams und maßlose Enttäuschung auf Seiten des HC.

Fazit: Natürlich war der HC als Außenseiter gereist, aber natürlich hatte man sich etwas ausgerechnet. Es ist wie fast immer im Sport, am Ende fragt niemand nach gerecht und ungerecht. Der HC zeigt in Nordhorn ein starkes sowie diszipliniertes Spiel und hatte die Chance Punkte mitzunehmen. Christian Pöhler: „Wir haben schon viel umgesetzt was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten. Es war eine gute Teamleistung und vor allem in der Abwehr haben wir im Verbund mit einem starken Mario Huhnstock ein gutes Spiel gemacht.“ Allein es reichte doch nicht, weil die Dresdner in den letzten 150 Sekunden zwei hundertprozentige Chancen nicht verwandelten. Vorher hatten die Dresdner alle Klippen umschifft, die sie zuletzt auswärts an besseren Ergebnissen gehindert hatten. Die Sachsen müssen nun versuchen, sich in der kurzen Länderspielpause zu sammeln und die positiven Aspekte aus dem Spiel in den Vordergrund zu rücken. Christian Pöhler richtete den Blick auch nach vorn: „Für uns heißt es die schon ergriffen Maßnahmen der vergangenen Trainingswoche weiterzuführen und die guten Inhalte der Leistung heute in den Vordergrund zu rücken.“

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