Dresden mit Kantersieg – Vikings chancenlos

Foto: Stephanie Fleischer

2.Bundesliga
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Manchmal sind Dinge befreiend ohne ein Befreiungsschlag zu sein. So war das Spiel wie eine Art „Nasenspray“. Die Nase war für einen längeren Zeitraum angenehm frei, aber jeder weiß auch, die starke Erkältung ist noch nicht überstanden. Jetzt gilt es Stück für Stück Langzeitwirkungen zu verhindern.

HC-Trainer Christian Pöhler nannte die ersten gut 15 Minuten des Spieles „ruppig“. Das HC-Außen Robin Hoffman in der 9. Minute eine direkte Rote Karte kassierte, war im Übrigen kein Ausdruck dafür, aber es brachte die Zuschauer erst richtig in Stimmung. Gästetrainer Jörg Bohrmann sah eine „ganz gute Anfangsphase“ seines Teams und meinte damit wohl nicht mehr als die ersten 5 Minuten. Die Zuschauer sahen in der Anfangsviertelstunde zwei Mannschaften, denen ein gewisses Selbstverständnis in ihrem Spiel fehlte. Dies mag im Blick auf die bisherige Saison und bezogen auf Bedeutung des Spieles den ein oder anderen nicht verwundern. Es zeigt aber auch den weiten Weg den beide Mannschaften noch vor sich haben. Auf Seiten der Rhein-Vikings zeigte der Erstliga erfahrene Spielmacher Philipp Pöter zu Beginn seine Klasse. Er erzielte die ersten drei Treffer seines Teams. Zudem konnte Viking-Keeper Vladimir Bozic fast die gesamte 1. Halbzeit überzeugen. Allerdings stand ihm der Dresdner Torwart Mario Hunhstock in Nichts nach. Mehr noch, denn er hielt fast 60 Minuten konstant stark. Nach der ausgeglichenen und wenig für Handballästheten mit sich bringenden Anfangsphase, konnte der HC erstmals in der 19. Minute in Führung gehen. Torschütze zum 6:5 war Gabor Pulay vom Siebenmeterpunkt. Nach einer Huhnstock-Parade konnte dann Marc Pechstein mit einem Schlagwurfhammer auf 7:5 erhöhen. Wieder etwas mehr als eine Minute später war es dann in Überzahl Oskar Emanuel der in der 23. Von Minute von Rechtsaußen zum 8:5 traf. Die Vikings trafen ab der 14. Minute 10 Minuten gar nicht. Erst beim 8:6 durch Miladin Kozlina brachen die Gäste wieder den Bann. Allerdings glitt den Düsseldorfern das Spiel Ende der 1. Halbzeit schon leicht aus den Händen. Nach dem 10:8 durch die Rheinländer traf Marc Pechstein für die Hausherren zum 11:8 und kurz vor dem Ende Nils Kretschmer durch einen „Bauerntrick“ der Dresdner Bank zum 12:8.

Was in der 2. Halbzeit folgte beschrieb der Gästetrainer Bohrmann sichtbar konsterniert wie folgt: „Wir sind im Verlaufe der 2. Halbzeit zusammengebrochen und waren absolut chancenlos und viel mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen.“ HC-Coach Christian Pöhler meinte zum weiteren Spielverlauf bspw.: „Wir wollten es nicht wie üblich auf eine spannende Schlussphase ankommen lassen. Wenn wir Tempo spielen sind wir einfach eine Klasse besser. Dies ist einfach unsere DNA.“ Gestützt auf einen guten Abwehrverbund und einen Mario Huhnstock mit 14 Torverhinderungen, konnten die Dresdner viele einfache Treffer erzielen. Vor allem der eigentlich mehr im Perspektivteam eingesetzte Oskar Emanuel, nutzte seine Freiräume für seine 20 Jahre schon sehr konsequent. Er traf 8mal an diesem Abend und deutete sein Potenzial erneut an. In der gesamten 2. Halbzeit hatten die Dresdner keine Probleme das Ergebnis zunehmend deutlicher zu gestalten. Auf alles was die Vikings versuchten, hatte der HC eine Antwort. Teilweise spielten sich die Sachsen sogar in einen Rausch. Die knapp 1600 Zuschauer zeigten sich begeistert. Auf Seiten der Gäste war es vor allem der bundesligaerfahrene Alexander Oelze, der nach seiner späten Einwechslung traf. Bei den Hausherren war es neben Oskar Emanuel immer wieder der gut aufgelegte Dresdner Rückraum der einnetzte. So hatte ein frisch aufspielender Gabriel De Santis die eine oder andere Rückraumrakete parat. Nach dem 28:18 durch HC-Spielmacher Roman Bécvar leistete sich der HC dann für ein paar Minuten die eine oder andere Unkonzentriertheit. In den letzten 4 Minuten fingen sich die Dresdner aber wieder und gewannen am Ende verdient mit 32:22. Den Schlusspunkt setzte Julius Dierberg per Konter.

Fazit: Für alle Dresdner, ob Fans, Trainer oder Spieler war so ein Spiel wichtig. Ein Spiel, in dem in der 2. Halbzeit quasi „begeisternde Klarheit“ herrschte. Die Sachsen hatten ab Ende der 1. Halbzeit alles im Griff und gewannen auch in der Höhe verdient. Wenn man das „Haar in der Suppe“ suchen will, hätte der HC wohl auch noch ein paar mehr der klaren Chancen verwerten müssen. Der Erfolg insgesamt basierte auf einer sehr guten Abwehrleistung mit einem sehr starken Mario Huhnstock dahinter. Insgesamt zeigte sich der HC in den letzten 4 Spielen sehr stabil. Vor allem die Defensive konnte mit im Schnitt 23,5 Gegentoren überzeugen und in den Heimspielen jetzt auch zweimal die Offensive. Nun gilt es in den nächsten Wochen zuhause den guten Weg fortzusetzen und sich auch auswärts für gute Leistungen endlich einmal zu belohnen.

Tore: Huhnstock/Halfmann (beide Tor), Pulay 2, Jurgeleit 1, Emanuel 8, Dierberg 3, Buschmann, De Santis 5, Flödl 1, Kretschmer 5, Hoffmann, Greß 1, Quade 1, Pechstein 4

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15.12.2018 18:00
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15.12.2018 19:00
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15.12.2018 19:30
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HSC 2000 Coburg - TUS N.-Lübbecke 0 : 0
  
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DKB Handball-Bundesliga, 17.Spieltag
  
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Letzte Aktualisierung: 15.12.2018 17:16:21
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