Lübeck-Schwartau verliert in Balingen

2.Bundesliga
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Mit dem letzten Aufgebot lag beim Tabellenzweiten lange Zeit eine Überraschung in der Luft. Am Ende musste sich der VfL Lübeck-Schwartau dem HBW Balingen-Weilstetten aber mit 25:22 geschlagen geben.

VfL-Trainer Torge Greve war erneut nicht zu beneiden. Zumindest personell leidgeplagt, musste er auch vor dem letzten Spiel des Jahres eine erneute Hiobsbotschaft verkraften. Thees Glabisch konnte wegen eines Muskelfaserrisses in Balingen nicht mitwirken und ergänzte die Verletztenliste um Pawel Genda, Basti Damm, Toni Podpolinski, Tim Claasen und Jan Schult (war zwar dabei, konnte aber nicht spielen). Für Glabisch begann Marcel Möller auf der ungewohnten Linksaußen-Position. Das machte die Aufgabe für den VfL Lübeck-Schwartau natürlich nicht leichter, auch weil Balingen nach saisonübergreifend 17 siegreichen Heimspielen mit reichlich Selbstvertrauen unterwegs war. Entsprechend hoch waren die Erwartungen des Gastgebers: Der HBW wollte der ausverkauften Halle auch im letzten Heimspiel der Saison einen Sieg schenken.

Besser ins Spiel kamen aber die Schwartauer (1:3, 5.). Geduldig spielte der VfL seine Angriffe aus, regelmäßig bis an die Grenze des Zeitspiels, manchmal darüber hinaus. Besonders motiviert wirkte gerade in der Anfangsphase Dadi Runarsson. Der Isländer traf an alter Wirkungsstätte in den ersten 15 Minuten viermal (bester Schütze in der ersten Halbzeit mit fünf Treffern). Auf der anderen Seite taten sich die Balinger bei Ihren Angriffs-versuchen extrem schwer und bissen sich mehrmals die Zähne an der VfL-Abwehr aus (allein vier misslungene Kreisanspiele und mehrfach geblockte Wurfversuche).

Torge Greve zur ersten Halbzeit: „Wir haben in dieser Phase an der Grenze zum Optimum gespielt, insbesondere wenn man auf unseren Kader blickt. Hätte mir vor dem Spiel jemand diese Anfangsperiode prognostiziert, weiß ich nicht, ob ich ihm geglaubt hätte. Leider hatten wir ab der 25. Minute einen Bruch in unserem Spiel, der Balingen die erste Führung beschert hat. Und diesem Rückstand mussten wir den Rest des Spiels hinterherlaufen.“

Diesen kleinen Vorsprung baute Balingen aber auch gleich bis zur Halbzeit auf 13:10 aus. In diesem Spielabschnitt waren es kleine Unkonzentriertheiten des VfL, leichte Ballverluste oder Fehlversuche, die das Blatt wendeten. Schade und eine (zu) schwere Bürde für die zweite Hälfte.

Nach der Halbzeit schickte Greve seinen Spielmacher Runarsson, der vor der Pause etwas Erholung benötigte, wieder aufs Feld. In der Konsequenz wurde das Schwartauer Angriffsspiel gleich wieder druckvoller. Und da auch Dennis Klockmann in die Partie fand, konnte der VfL bis zur 38. Minute wieder auf ein Tor herankommen (14:13). Auf der anderen Seite steigerte sich allerdings auch Jonas Baumeister, der Torhüter der Balinger, und mit ihm gewannen auch seine Vorderleute an Souveränität (und an Härte). Der alte Drei-Tore-Vorsprung konnte so wiederhergestellt werden (17:14, 42.).

Der VfL versucht alles, aber auch die Umstellung auf den siebten Feldspieler konnte das Blatt nicht mehr wenden. Gerade in dieser Zeit fehlten die personellen Alternativen, um noch einmal neue Impulse setzten zu können. Sinnbildlich dafür war die Phase, in der alle drei Kreisläufer und zwei Rechtsaußen zeitgleich auf dem Feld standen. So kam es, wie es kommen musste: Balingen zog erstmals auf vier Tore davon (52., 22:18) und der VfL war nicht mehr in der Lage, zurück zu kommen.

Greve zum gesamten Spiel: „Hut ab vor meiner Mannschaft. Sie hat es insgesamt sehr gut gemacht und ich kann und will keinem einen Vorwurf machen. Wir sind in dieser Saison besonders stark gebeutelt, haben aber immer alles gegeben. In diesem Spiel genauso wie in den Partien davor.“

Am Ende bleiben gute (bis sehr gute) 55 Minuten und eine intakte Moral. Insbesondere Letzteres macht Hoffnung auf die Rückrunde. Wenn die Verletzten nach der Weltmeisterschaftspause wieder an Bord sind, kann der VfL sicherlich noch einige Erfolge feiern. Das ist auch das Ziel von VfL-Trainer Greve: „Wir werden uns jetzt erst einmal erholen und ich hoffe, dass der Großteil meiner Spieler schnell wieder fit wird. Wir werden die Hinserie mental verarbeiten, und im neuen Jahr werden wir noch einmal richtig angreifen.“

Ein erfolgreiches und kräftezehrendes Jahr geht für den VfL Lübeck-Schwartau zu Ende, in dem zuletzt viele Ausfälle kompensieren werden mussten. Entsprechend dankbar nehmen Torge Greve und seine Spieler die nun folgende WM-Pause an, um sich zu erholen und neue Kraft zu tanken. Am 10.01.2019 bittet Greve dann wieder zum Training, um in seiner letzten Rückrunde für den VfL noch einmal alles aus sich und seinem Team rauszuholen.

Bis dahin wünscht der VfL allen Sponsoren, Fans, Freunden und Helfern einen tollen Jahreswechsel und einen guten Start ins neue Jahr. Wir sehen uns in der Hansehölle!

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Ergebnisdienst Bundesliga

07.02.2019 19:00
DKB Handball-Bundesliga, 20.Spieltag
  
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TSV Hannover-Burgdorf - TVB 1898 Stuttgart 0 : 0
  
VfL Gummersbach - Die Eulen Ludwigshafen 0 : 0
  
FA Göppingen - THW Kiel 0 : 0
  
TBV Lemgo Lippe - Füchse Berlin 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 18.01.2019 01:07:43
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